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Tag 5, Bozen > Pampeagno > Bozen Bergzeitfahren Pampeagno

 
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 (99,8 km und 2170 hm)


Von Bozen fuhren wir über Auer (242 m) und Lugano (1097 m) nach Tesero (1000 m). Ab hier bis Pampeago (1757 m) fand das Bergzeitfahren statt. Gleichzeitig befanden wir uns bei diesem Stück auf den Spuren des „Giro d’Italia.“ Oben in Pampeago hatte sich damals der Sieger herausgestellt. Es war kein geringerer als Marco Pantani, der seinerzeit eine sagenhafte Leistung auf dieser Steigung erreichte und das Rennen gewann.

Und nun wurde uns so ein Berg angeboten. Traumhaft (könnte man meinen)!

Um einen Eindruck zu bekommen, habe ich nochmals die Streckenbeschreibung des Veranstalters zitiert:

„Nicht besonders langer (7,5 km) aber dennoch sehr anspruchsvoller Anstieg, der hauptsächlich für reine Kletterer geeignet ist, insbesondere im Abschnitt nach dem Dorf Stava. Die durchschnittliche Steigung beläuft sich auf etwa 10%, mit Höchstwerten von 16% und einem zu überwindenden Höhenunterschied von 757 m. Der Anstieg kennzeichnet sich durch lange Geraden, welche keine Verschnaufpausen ermöglichen.“

Tja, und da sollte ich nun hoch? Klettern? Das ist doch überhaupt nicht mein Ding! Da musste ich wohl jetzt durch. Anstatt langsam mein Tempo zu fahren, ließ ich mich immer wieder von Fahrern/Fahrerinnen mitreißen, die eigentlich viel zu schnell für mich fuhren. Die ersten paar Kilometer konnte ich noch beißen, doch dann ging’s immer langsamer voran, bis ich ziemlich erschöpft oben ankam…

Wieder gab es Getränke, einen Snack und trockene Sachen.

So schön die Landschaft auch war, ich schwor mir beim nächsten Mal Urlaub in Holland zu machen oder irgendwo einen Badeurlaub am Meer oder ein Urlaub in den Bergen - ohne Fahrrad! Ach ja, es gibt so viele Möglichkeiten…

Nach der Stärkung gab es eine rasende Abfahrt. Unten in Stava (1250 m) habe ich gehört, dass jemand bei dieser Abfahrt 103 km/h schnell war. Einfach Wahnsinn! Ich weiß nicht mehr genau, was auf meinem Tacho stand, schätzungsweise 70 km/h. Da ich ziemlich ausgepowert war, bin ich die Sache vorsichtig angegangen.
 

Nach der Abfahrt wartete der Anstieg zum Lavaze Joch (1805 m) auf uns. Er zog sich wie Kaugummi. Erfreulicherweise sah ich nach einiger Zeit vor einer nicht einzusehenden Kurve ein Schild: 18% Gefälle. Herrlich! Endlich geschafft! Es geht runter! Doch dann kamen Zweifel auf. Das Lavaze Joch sah doch vor einigen Tagen als wir mit dem Bulli dort waren noch ganz anders aus. Wieso ging es jetzt bergab? Müssen wir das hinterher wieder hochfahren? Das Geheimnis lüftete sich rasch. Das Schild bedeutete nicht 18% Gefälle, sondern 18% Steigung. Wahrscheinlich haben die Südtiroler gerade kein anderes Schild zur Verfügung gehabt (?)…So mussten wir noch eine Weile bergauf strampeln.

Vom Lavaze Joch ging es über Pontenova nur noch bergab nach Bozen.

„Geschafft“, dachte ich, „Morgen nur noch eine kurze, entspannte Flachetappe



Zuletzt geändert von Administrator (admin)  am 06 Oct 2012  um 15:19:45
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