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Brevet ARA Köln 400 km 2009


Tourname: Brevet ARA Köln 400 km
         
Verein: ARA Köln
VerfasserIn: Mario Wadenpfuhl
Datum: 2009
Startort: Köln
Tourlänge: 400 km
Höhenmeter in M:  

 

Rund ums Ruhrgebiet
 
Am Start wieder die üblichen Verdächtigen, so auch Wildspitze, der mich mit einem lauten "Morgen, Herr Fiets" aus meinem Vorbereitungs-Tran riss.
Nach der Ansprache und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es los...im wahrsten Sinne.
Nach verlassen der Kölner Vororte in Richtung Neuss, fuhr sich die Spitzengruppe mit gemütlichen 30km/h warm.
Ok, dran bleiben bis Xanten dachte ich mir, wie letztes Jahr.


Äh, Stop, da war doch was...richtig mein total Einbruch letztes Jahr.
Also Verstand einsetzten und die Gruppe ziehen lassen.
Ich entschied mich dann für eine Tour mit Harald H., einem ruhigen, entspannten und vor allem erfahrenem Langstreckenfahrer.
Diese Entscheidung machte die Fahrt zu einem Vergnügen, trotz extra Kilometer.
Da nützten auch zwei GPS-Geräte nix, wenn man sich verquatscht.
Intressant auch das es Fahrer gibt, die einen Brevet fahren können ohne einmal ins Roadbook zu gucken. Augenzwinkern
Wir sind bis Xanten mit einem 30ger Schnitt und Rückenwind geflogen, wie schnell ist dann erst die Spitzengruppe?
Aber der Spruchl "Man sieht sich immer zweimal im Leben" passt auch hier und so hatten wir an Kontrolle1 die ersten wieder eingeholt.


Die fuhren dann wieder los zur Fähre, als wir stempelten.
Als wir zur Fähre kamen legte diese gerade ab...ein hämisches Grinsen der anderen war uns sicher. Aber als Ortsansässiger reichte ein "Fährmann hol über!" und das unglaubliche passierte, Maschine Stopp, volle Kraft zurück und wir konnten entern. großes Grinsen
...oder war es mein Pirate Trikot das den Käpt´n zur Rückkehr veranlasste? Nach dem anlegen auf der anderen Rheinseite ging es auf die letzten flachen KM, Richtung Dortmund Airport.

An der zweiten Kontrolle wurden wir von einer älteren Dame empfangen mit den Worten: "Sie sind aber spät, die anderen waren schon vor X-Stunden hier!". Hier erstmal erklärt das wir Rad fahren und nicht auf der Flucht sind. Augenzwinkern
Der Chef Tankwart ist ein Klasse Typ und freut sich auf uns, seit Jahren erzählt er: "Beim Nächstenmahl bau Ich nen´ Grill für Euch auf." Auch die Frage: "Na´ übt ihr wieder für Paris?" zeigt er hat echt Spaß an den Bekloppten.

Vorerst mussten wir eine amerikanische Fritten-Schmiede anzusteuern. Als Tipp gab es mal am Prickingshof bei Bauer Ewald zu speisen. Schnitzel-Teller so groß wie Autoreifen...meine Welt!  Nach dem Essen reichten mir hier und da mal was Süßes bzw. die Marshmallow Gel Chips und meine Probleme waren weg. Endlich wieder befreit Brevets fahren, ohne die Angst "ES" kommt zurück. *puh*

Dann fing langsam das Bergische Land an und die ersten Fahrer der Schnellen, wurden wieder eingeholt.
Dieser Brevet ist tückisch, da man leicht überreizt im flachen und dann stehen da zum Schluss die Hügel.
geschockt.

Hier wurde es auch endlich etwas ruhiger, bis es auf einmal mitten in der Nacht knallte und krachte, ein Feuerwerk begrüßte unsere Durchfahrt. Boah, hat das gescheppert. Das sind diese unerwarteten Augenblicke beim Brevet fahren ,die ich mag.
Als die letzte Rakete hinter uns hoch ging und der nächste Anstieg vor uns lag, verpuffte die Euphorie ebenso. Also wieder hoch kämpfen und an die Belohnung denken, eine schöne lange Abfahrt.


So ging es weiter bis Siegburg, dem Punkt an dem man weiß es ist geschafft. Zumindest die Hügel, den bis zum Ziel sind es noch 40km,die sich wie Kaugummi ziehen. Dort trafen dann nach und nach die "Nachzügler" ein welche uns den Tag über an den Kontrollen begegneten. Auch wenn jeder zwischendurch mal einen Durchhänger hatten, hier sind wieder alle gut drauf. Augenzwinkern
Nach der letzten Kontrolle in Brühl/Point Tanke gings zurück zum Start, dort lag für jeden noch ein Lunch Paket und eine Flasche Wasser am Auto.

Paffi hatte die Bude um 2.30 bereits dicht gemacht, da er den Brevet mitgefahren ist nur zu verständlich.
Wirklich leer war er Parkplatz nicht, also waren noch einige auf der Strecke...tja, wieder ein Beweis für:
"Manchmal ist man soweit hinten, da ist man schon wieder vor". Augenzwinkern

Zum Startort etc.:
Köln ist ein Startort für Rennfahrer, mit einer Randonneuse, Reiserad, fällt man schon auf unter den ganzen Rennern und Trikot-Taschen-Randonneuren. Augenzwinkern
Aber die Strecken sind schön und wenn man seinen Stiefel durchzieht, macht es auch Spaß.
Die Streckenpläne sind ok, mit den GPS Tracks kam es zu Unstimmigkeiten. So hatte ich den Track von 08 und Harald den von 07. Kleine Abweichungen waren dabei, die sich aber nach kurzer Zeit wieder zu einem Track vereinten.

Mario Wadenpfuhl

 

 

 

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