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Brevet Weserbergland 300 km 2005
 

Tourname: Brevet Hessisch Oldendorf 300 km
         
Verein: ARA Deutschland
VerfasserIn: Astrid Muth
Datum: 2005
Startort: Großenwieden
Tourlänge: 300 km
Höhenmeter in M: 2700 Meter

 

Nachdem Hermann nun partout nicht mitfahren will, fahre ich alleine nach Hessisch Oldendorf, genauer gesagt, nach Großen Wieden. Das ist ein kleiner Ort an der Weser. Der Ort ist leicht zu finden und auch ein schöner Standplatz für das Wohnmobil, direkt in der Nähe des Startortes gegenüber einer Weide auf der sich Pferde und Kühe befinden. Als erstes nehme ich meine Umgebung in Augenschein und mache einen langen Spaziergang an der Weser entlang. Hier ist eine fantastische Ruhe, die es bei uns in Herne nicht gibt.  

Am nächsten Morgen, es ist kurz vor halb 7 und kein Radfahrer ist zu sehen, finde ich mich schon mit dem Gedanken ab, doch noch in Bielefeld zu starten, als ich dann nach einigem Suchen Uwe, den Veranstalter, entdecke. Er ist unschwer zu erkennen an seinem P-B-P Trikot. Er bietet sogar Kuchen an für die MitradlerInnen. Die anderen trudeln so langsam ein. Dieses Jahr scheinen bei allen Brevets nicht viele TeilnehmerInnen am Start zu sein. Wir gehen zu sechst auf die Tour. Uwe erklärt noch einmal einige Details aus dem Streckenplan, die sich unterwegs eventuell als schwierig erweisen könnten. Dann geht es los.

Es wird doch tatsächlich so langsam gefahren, dass ich zumindest im Windschatten mitfahren kann. Die Strecke ist leicht wellig, so dass man gut in der Gruppe fahren kann. Dann kommt die erste Kontrolle an einer Tankstelle, was fast immer der Fall ist, damit man sich auch verpflegen kann.

Ich fahre als erste weiter, da ich ohnehin davon ausgehe, dass ich nicht mehr weiter mitfahren kann, denn ich merke schon, dass das Tempo mir selbst im Windschatten zu hoch ist. Nach der Kontrolle kommen auch schon bald einige Hügel. Die anderen haben mich nach einigen Minuten schon eingeholt und warten aber oben am Berg, so dass ich weiter mitfahren kann. Nach einer Weile geht es dann zum Hermannsdenkmal hinauf, darauf freue ich mich. Hermann und ich hatten das Denkmal schon vor zwei Jahren einmal besichtigt. Unten am Kiosk ist die Kontrollstelle, aber wir lassen es uns nicht nehmen, noch zum Denkmal rauf zu fahren. Hier werden wieder einige Bilder gemacht. Uwe und Eddie, beide sind schon P-B-P gefahren, sind unterwegs gut dabei und fahren oft vor und machen Bilder. Eddie will dieses Jahr auch in England fahren. Na, dann alles Gute dabei. Ich versichere ihm, dass ich da bestimmt nicht fahren werde. Zu diesem Zeitpunkt entspricht das auch meiner vollen Überzeugung.

Ich befürchte schon, dass sich das Tempo auf die Dauer nicht so gut für mich auswirkt. Es ist schwierig in der Gruppe das eigene Tempo zu fahren. Der Windschatten ist doch zu verlockend und es ist so viel leichter mitzufahren, statt alleine zu fahren und zu riskieren sich zu verfahren, denn dann wird es erst richtig anstrengend.

Als nächstes kann ich mich noch an eine Steigung erinnern, die gar nicht so richtig nach einer Steigung aussieht, sich dafür aber ewig hinzuziehen scheint. Die Strecke gefällt mir gut, nur selten sind viel und vor allen Dingen schnell befahrene Bundesstraßen dabei.

An der letzten Kontrolle, ebenfalls eine Tankstelle, komme ich mit dem Holländer aus unserer Gruppe, leider habe ich den Namen vergessen, zuletzt an. Für ihn ist es die Premiere für die 300er Tour. Die anderen fahren vor uns los. Jetzt bin ich auf mich alleine angewiesen. Hoffentlich verfahre ich mich nicht. Ich habe inzwischen auch die Hoffnung, dass ich es schaffe, noch vor dem Dunkelwerden anzukommen, keine Ahnung wie viel Uhr es ist. Bloß aufpassen und nicht verfahren. Leider ist eingetreten was ich erwartet habe, dass ich nämlich zu schnell gefahren bin. Ich muss mich jetzt an jeder Bodenwelle hochspulen, das dauert und ist nervtötend, aber noch ist es hell. Ich kann dem Plan gut folgen und verfahre mich nicht nennenswert. Als ich im Ziel ankomme, fahren die ersten gerade nach Hause. Wir unterhalten uns noch. Uwe hat für alle ein Eis spendiert. Er hat sich wirklich viel Mühe gegeben mit dem Plan und der Organisation.

 

Bilder von der Veranstaltung gibt es auf der Seite von Uwe Krohn

 

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