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Bilder stellte uns Frank Hartfeld zur Verfügung


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Tourname: Brevet ARA Niederrhein 300 km
         
Verein: ARA Niederrhein
VerfasserIn: Peter Wöhler
Datum: März 2007
Startort: Wachtendonk
Tourlänge: 300 km
Höhenmeter in M:  

 

Es ist 4:45. Mein Wecker klingelt. Boa ich will nicht aufstehen. Die ganze Woche kroch ich schon wie eine Schlaftablette auf der Firma herum. Mich hat wohl die Frühjahrsmüdigkeit voll erwischt.

Das Auto hatte ich am Vorabend schon fertig gepackt.

Mit frühstücken, Waschen, Popopflege , und noch mal schnell ins Forum schauen, mach ich mich gegen 6:00 Uhr auf den Weg nach Wachtendonk.

Dort angekommen, sehe ich schon reges treiben. Schnell begrüße ich den einen und anderen, melde mich an, und mach nach einen kleinen zweiten Frühstück mein Rad fertig. Moni hat sich wieder sehr bemüht, uns wunschlos Glücklich auf die Strecke zu lassen. 

Um acht Uhr geht es dann endlich los. Schnell bildet sich eine schöne Gruppe, die ich zu einem großen Teil auch anführen durfte. Die erste Pinkelpause eröffnete Kurt. Und sofort merkten wir alle die Harmonie der Gruppe, denn alle waren sichtlich der selben Meinung, wann wo was zu unternehmen sei.......

 

Nach diesem kurzen Stop knackte es plötzlich bei Kurt am Hinterrad. Genau so schnell war er dann auch verschwunden, denn für uns hörte es sich nur an wie ein durchrutschen des Freilaufs bis zum nächsten Zahn.

Kurt wollte sich eventuell auch noch etwas der Kleidung entledigen. Naja er war schnell verschwunden. Wir dachten aber, er sei zur nächsten Gruppe, welche hinter uns fuhr zugestoßen.

Schnell erreichten wir Holland. Ab hier waren dann die Radwege zur Pflicht.

Nach etwa 80? Kilometern erreichten wir eine Tankstelle in Wijchen. Dort war ein kleiner Verpflegungsstop geplant. Im letzten Jahr war hier die erste Kontrolle. Da kam dann auch Kurt heran. Er hatte einen Speichenbruch, konnte aber weiter fahren.

Die weitere Strecke führte uns nun an der Maas und später am Waal (Rhein) entlang.  An einem der Deiche verloren wir Kurt mal wieder. Er konnte dem Gegenwind nicht trotzen. Des weiteren verpasste er eine Abfahrt vom Deich und musste unter statt über einer Flußbrücke fahren. Dort sah er uns dann auch verschwinden. Klar, das er da nicht wieder ran kam.

Warten, bis die Gruppe durch die Ampeln durch ist.  In Doorn dann plötzlich Tumult im Feld. Vorne ist ein Kollege gestürzt. Er wollte auf dem Radweg einen entgegenkommenden Radfahrer ausweichen und übersah einen dieser Lebensgefährlichen Randsteine. 

Au weiia. Hoffentlich ist nichts schlimmes passiert. Es stellte sich schnell heraus, das niemand zu schaden gekommen ist. Na Gott sei dank. Nur ein Reifenplatzer. Das ist aber auch ein fieses Stück an der Stelle. Ich mag diesen ganzen Streckenabschnitt nicht.

Selbst der Streckenplan liest sich an der Strecke sehr schlecht.

0,6 Kreisverkehr geradeaus

0,4 Kreisverkehr geradeaus

4,8 Kreisverkehr geradeaus

3,7 Kreisverkehr geradeaus

0,7 Kreisverkehr geradeaus

1,7 Kreisverkehr geradeaus

2,3 Kreisverkehr geradeaus

mist an welchem sind wir denn jetzt gerade durch???  

In Austerlizt dann kam die erste Kontrolle. Die Gastwirtschaft hatte aber merkwürdigerweise geschlossen. Auch am benachbarten Kiosk gab es keine Getränke. Nur Eis.

So beschlossen wir bis zu einer der nächsten Tankstellen weiter zu fahren.

In Woudenberg hatte ich mit dem GPS eine Tankstelle ausfindig gemacht. Nur leider kamen wir nicht heran, denn es lag ein für mich unerkennbares Stück Autostrasse dazwischen.

Es fehlten nur ca. 200 Meter Luftlinie. Naka so sind wir zurück ins Städtchen. Dort haben wir dann aber schnell einen Konsum entdeckt. Eine weitere Gruppe hat sich dort schon verpflegt.

Als ich mich am Vanille Fla Stand (Trinkbarer Pudding )eingedeckt habe, stand Kurt plötzlich neben mir. Häää? Wie kommst du denn hier hin? Er hat sich bei einem Radhändler eine neue Speiche einziehen lassen. Anschließend wurde erst mal vernünftig Luft in die Reifen gepumpt. Die haben wohl zum ersten mal die 8 Bar gesehen, denn nun rollte es bei Kurt endlich mal wieder. :D :D :D

 

Von nun an blieben wir bis zum Schluss zusammen. Doch was jetzt? Kurz nach der weiterfahrt erlitt _Thomas einen Platten.  Irgendwie wollte es nicht so richtig rollen heute. Der defekt konnte aber schnell behoben werden.  Kurz vor Lohne dann die Schlüsselstelle. Kilometer 196,6 6 Kilometer T-> Eine schöne Strasse durch ein Heidegebiet. Dann ein Schild: Doorgangsverkehr rechts. Ich fuhr rechts aber alle wollten geradeaus.

Aber ich kannte die wichtige Stelle vom letzten Jahr. Dort bin ich mit Michael (Der Veranstalter) zusammen gefahren. Ich wollte da auch geradeaus. Zumal die 6 Kilometer noch nicht erreicht waren. Aber er erzählte mit, das da der Durchgangsverkehr durch geht. Das wäre wie eine Abknickende Vorfahrt.

Später im Ziel am Abendbrottisch wies ich Michael noch mal auf den Verbesserungspunkt drauf hin, entweder den Hinweis "Doorgangsverkehr folgen " oder einen weiteren Abbiegepunkt einzupflegen. In Lohne dann an der zweiten Kontrolle wurden wir mit Frikandeln, Pommes und Frank natürlich mit Pindasoße belohnt. 

Nun hieß es noch 50 Kilometer bis Emmerich und noch mal 50 bis ins Ziel. Man sollte bei so langen Strecken ja eh immer in kleinen Etappen denken.  In Emmerich noch mal an einer Tankstelle ein letzter Verpflegungsstop.  Nun hieß es (es war bereits dunkel geworden) über Strasse bis zum Ziel zu rollen.

Lange gerade nicht enden wollende Teilstücke lagen vor uns. Eigentlich ein genialer Streckenabschnitt zum Gruppe fahren. Aber in anbetracht der schon zurückgelegten Fahrzeit waren alle nicht mehr so tau frisch. Man wollte und konnte auch nicht mehr Reifen an Reifen fahren. Aber dennoch blieben wir recht nah beieinander. Doch plötzlich Ausreißversuche oder eben nur Tempoverschärfung. Die Gruppe zog sich auseinander. Ich hatte gerade meinen Tiefpunkt und versank in eine LMAA Mentalität. Wollte nur noch heim. Aber nicht in dem Tempo. Irgendwie fuhr ich aber mit Helmut Griess aus Velbert und noch jemanden das Loch wieder zu und bremste vorne etwas aus.

ABer das gelang nur kurz, denn es wurde schon wieder Gas gegeben. Noch einmal kämpfte ich mich an die Spitze und forderte eine erneute Pinkelpause heraus. Diese wurde auch sehr gerne angenommen und auf meine Kritik am Tempo erhielt ich von vielen Zustimmung. Nun ging es wieder gemütlicher weiter. Ich war aber auch platt. Endlich war die letzte Kontrolle in Aldekerk an einer Tankstelle erreicht. 

Von hier aus waren es nur noch knappe 8 Kilometer bis ins Ziel.

Bis 23:00 Uhr war dort noch Gulaschsuppe versprochen. Wir hatten etwa 00:00 Uhr und es gab immer noch reichlich. Danke an Moni an dieser Stelle noch mal für deine Bemühungen. 

Fazit:

Schöne Gruppe erwischt. Schöne Landschaft, sehr flach und bei Wind eventuell sehr schwierig zum rollen. Radwege in Holland: Sehr gute Verkehrsführung, aber auch heftige Gefahrenstellen durch Randsteine, welche den Radweg zur Strasse hin abtrennen sollen. Große Stolper- / Sturzgefahr.

Eine schöne Veranstaltung. Wer nach Holland fährt, der sollte wissen, wie dort gefahren wird (in Bezug auf die Radwege) Ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Dafür halt keine Höhenmeter.

Peter Wöhler

 

 

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