rtf-radmarathon.de

Brevet Jesberg 200 km 2005
 

1-4 | 5-8 | 9-12 | 13-16 | 17-20 | 21

2005_Strecke_Brevet_Jesberg_200_Km.GIF jesberg (01).JPG jesberg (02).JPG jesberg (04).JPG  
Tourname: Brevet Jesberg 200 km
         
Verein: ARA Deutschland
VerfasserIn: Hermann Dirr
Datum: April 2005
Startort: Jesberg
Tourlänge: 200 km
Höhenmeter in M: 2250 Meter

 

Wie so oft fahren wir schon am Freitag zur Veranstaltung unserer Wahl. Am Samstag steht für uns die erste 200 km Tour in Jesberg auf dem Programm. Martin der Veranstalter dieses Brevet's hat uns schon vorab die Streckenpläne geschickt. Habe diese als Track in unseren GPS Empfänger eingelesen. Vielleicht können wir ja damit die Strecke abfahren. Den Startort in Jesberg haben wir schnell gefunden. Martin hat zur Orientierung sogar sein Rad an die Straße gestellt. Unübersehbar, hier sollte es morgen früh losgehen. Wir machen, wie schon so oft an den Startorten, einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort. Wir kennen ihn schon, denn wir waren im letzten Jahr schon einmal ein paar Tage auf dem Campingplatz hier und hatten mit dem Rad dieses wunderschöne Radrevier (Kellerwald und so) abgegrast. Es wird dunkel und Astrid hatte sich schon hingelegt, da werden wir noch freundlich von Martin begrüßt. Auch noch 2 andere Radler aus Frankfurt treffen gerade ein. Sie verbringen wohl die Nacht bei unserem Touren-Gastgeber.

 Morgens früh um 7:00 Uhr haben sich ... Radler und Astrid als einigste Frau eingefunden. Die Temperaturen liegen zu diese Zeit 2° Celsius unter dem Gefrierpunkt. Wir ziehen alles an was wir dabei haben. Nur Winterhandschuhe fehlen uns, so ein Mist auch. Am Start treffen wir auch Gerald aus Klein-Linden. Er ist zusammen mit seinem Vereinskollegen Lutz angereist. Auch Jürgen Heilbock, der sich schon in unserem Gästebuch verewigt hat, lernen wir hier kennen. Er hat sich in diesem Jahr Trondheim-Oslo vorgenommen.

 Nach ein paar Fotos bei der Startaufstellung geht es um kurz nach 7 Uhr los. Es geht steil bergab zum Ort hinunter. Dabei merken wir die tiefen Temperaturen noch deutlicher. Es ist so kalt, dass ich abwechselnd die Finger an meinem Körper wieder aufwärmen muss. Astrid kommt, wie schon so oft, nicht in die Gänge. So entfernt sich das kleine Feld und ist bald nicht mehr zu sehen. Die Strecke ist ein Gedicht. Fast ohne Autoverkehr führt sie uns über Schönstein und Moischeid nach Gmünden. Bisher gab es nur kleine Wellen, die sich uns in den Weg stellten. Nun geht es aber hoch nach Lehnhausen und Rosenthal. Aber alles ist gut zu fahren und selten gehen die Steigungen über 8%.

Nachdem Örtchen Roda geht es hinab nach Ernsthausen. Wir biegen links ab und befahren ein kurzes Stück die B252. Ab Münchhausen fahren wir für 1,5 km die B236 und biegen kurz vor Wollmar links ab. Nun sind wir wieder fast ohne Autos auf der Straße. Ab hier beginnt auch erst unsere Trackaufzeichnung. Ich hatte die Aufzeichnungsfunktion nicht aktiviert. Astrid ist schon vorgefahren und ich habe nun Mühe sie wieder einzuholen. Nach 50 Kilometern kommt die erste längere Kletterpassage. Auf dem Abschnitt Frohnhausen nach  Eifa werden 450 Meter Über NN erreicht. Anschließend fahren wir nun bergab bis zur ersten Kontrolle. Den Stempel bekommen wir bei einer freundlichen Bäckereiverkäuferin in einem EDEKA- Markt. Sie berichtet uns auch, dass die anderen Radler schon vor 20 Minuten da waren.

Die Strecke führt nun immer leicht ansteigend in das Rothaargebirge hinein. Leider werde ich in einer Baustelle von dem Plattenteufel(Defekthexe) heimgesucht. Dabei haben wir Probleme mit unseren Luftpumpen. Aber irgendwie bekommen wir dann doch genug Luft in den Reifen und die Fahrt geht weiter. Aber nicht lange, denn Astrids Reifen hat wohl auch Luftverlust. Also anhalten und wieder pumpen. Mittlerweile befinden wir uns im Wittgensteiner Land. Es geht an Bad Berleburg vorbei und zum ersten Höhepunkt des Brevet's. Dem Anstieg von Aue nach Jagdhaus. Oben entdecke ich ich einen letzten Schneerest des vergangenen Winters. Es herrscht hier oben ein wenig mehr Betrieb, wie in den kleinen Dörfchen die wir bisher durchfahren haben. Die nun folgende Abfahrt führt uns bis kurz vor Schmallenberg wo wir an einer Tankstelle zum 2. Mal unsere Startkarten abstempeln müssen. Hier frage ich erst gar nicht wie lange schon die anderen durch sind.

 Auf kleinen Straßen fahren wir nun, es geht wieder bergauf, über Grafschaft und Almert nach Oberkirchen. Hier dauert es ein wenig bis Astrid kommt. Nach einem kurzen Stück auf der B236 biegen wir nun links ab und es geht über eine Nebenstrecke nach Winterberg. Hier beginnt nun der längste Anstieg der Tour. Jeder von uns fährt sein eigenes Tempo und oben in Neuastenberg erreichen wir den höchsten Punkt der Strecke mit 763 Metern. Hier oben ist sogar noch Schnee auf einer Skipiste. Aber der Skibetrieb ist wohl eingestellt. Zu groß sind die schneefreien Zwischenräume. Der Verkehr wird dichter, denn wir kommen nun nach Winterberg. Hier herrscht reger Betrieb auf den Straßen und wir müssen höllisch aufpassen, dass uns kein Fußgänger ins Rad läuft oder wir von einem Parkplatz suchenden ausgebremst werden. Kurz nach dem Ort haben wir an einer Aral-Tankstelle ein drittes Mal unsere Startkarten abzustempeln.

 Nun geht es für 3 Kilometer auf der B 480 bis zum Abzweig nach Küstelberg. Zur Ruhrquelle steigt es nun wieder ein wenig an. Die Straßen sind hier wieder relativ leer. Nach Küstelberg durchqueren wir auch Deifeld und Referinghausen. Nach Oberschledorn kommen wir nach Nieder-Scheidern und sind nun wieder auf hessischem Gebiet. Die Tour schlängelt sich jetzt über sehr kleinen Nebenstraßen südlich von Korbach dahin. Ab dem Ort Dorfitter führt uns der Brevet in südliche Richtung. Die B252 hat zum Glück einen Randstreifen und so stört uns der Autoverkehr nicht so. Nach 163 Kilometern kommen wir nun zum 4. Kontrollpunkt in Herzhausen. Wir sind erstaunt, dass wir hier die meisten Brevetfahrer noch antreffen.

Martin erkundigt sich besorgt, ob bei uns alles in Ordnung ist. Sie warten bis wir die Karten gestempelt haben und zusammen geht es wieder auf den Rest der Strecke. Jürgen und einem weiteren Fahrer war das Tempo der Gruppe wohl zu niedrig. Sie waren vor längerer Zeit schon vorgefahren, berichtete mir Martin. Zusammen fahren wir so bis Altenlotheim. Ab hier steigt die Strecke wieder an. Das kleine Feld zieht sich sofort auseinander. Ich fahre nach vorne auf und beschließe voraus zu fahren, um oben von den Brevetteilnehmern ein paar Fotos zu schießen. Leider setzt der eine oder andere nach und das Feld reißt so ganz auseinander. Astrid macht mir hinterher Vorwürfe, aber ich habe meine Fotos. Im Anstieg nach Frankenau werden kurz einmal sogar 12% Steigung erreicht. In leichten Wellen fahren wir nun auf die B253 zu. Kurz bevor wir sie erreichen, steigt die Straße noch einmal kräftig an. Die Bundesstraße wird nun nur kurz befahren und ab Lohlbach fahren wir auf Haina zu. Das aber auch nicht lange, denn es ist nun der letzte längere Anstieg nach Battenhausen zu nehmen. Die meisten Anstiege sind nun geschafft.

Ab Haddenberg geht es nur noch bergab. In Schönstein kommen wir nun wieder auf die Strecke die wir schon heute morgen befahren haben. Der Unterschied dazu besteht nur in über 20° Temperatur und fast 200 nicht allzu leichten Kilometern in den Beinen. Zum Glück geht es bis nach Jesberg fast nur noch bergab. Die letzte Hürde ist die Auffahrt zum Ziel. Steil steigt die Straße aus dem Ort an. Aber es sind nur noch wenige Meter und die erste 200 Kilometer Tour in diesem Jahr ist geschafft. Im Ziel werden wir freundlich von Martin, Lutz und Gerald begrüßt.

 

Fazit:

Martin hat eine hervorragende Strecke ausgesucht. Bis auf ein paar Bundesstraßen, die sich wohl nicht umgehen lassen haben, war die Tour fast autofrei. So etwas erlebt man in NRW nicht. Auch die Straßen befanden sich alle in einem sehr guten Zustand. Die Anstiege nach Jagdhaus und Neuastenberg bildeten für uns den Höhepunkt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Martin Kirschner für die freundliche Aufnahme bei den Randonneuren und die bestimmt viele Arbeit die er in die Ausarbeitung und die Ausrichtung dieser schönen Tour gesteckt hat.

 

Streckenplan

Jesberg
Densberg
Schönstein
Moischeid
Gemünden
Lehnhausen
Rosenthal
Roda
Ernsthausen
Münchhausen
Wollmar
Frohnhausen
Eifa

K 1 Hatzfeld

Beddelhausen
Schwarzenau
Raumland
Raumland-Bahnhof
Aue
Wingeshausen
Jagdhaus
Fleckenberg

K 2 Schmallenberg
Almert
Oberkirchen
Inderlenne
Westfeld
Altastenberg
Winterberg

K 3

Ruhrquelle
Küstelberg
Wissinghausen
Deifeld
Referinghausen
Oberschledorn
Nieder-Schleidern
Goldhausen
Nordenbeck
Nieder-Ense
Dorfitter
Thalitter

K4 Herzhausen

Kirchlotheim
Schmittlotheim
Altenlotheim
Frankenau
Löhlbach
Battenhausen
Haddenberg
Dodenhausen
Schönstein
Densberg

Jesberg
 

 


 

 

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de