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Tourname: Brevet ARA Niederrhein 200 km
          
Verein: ARA Niederrhein
VerfasserIn: Daniel Rödding
Datum: März 2007
Startort: Wachtendonk
Tourlänge: 200 km
Höhenmeter in M:  

 
Ähh, ja. Melde Vollzug. Die Runde war für mich ein Novum. Bisher hatte ich es noch nicht geschafft, einen Flachkurs mit einem Tachoschnitt unter 22 km/h zu absolvieren.

Auf den ersten 100 km gab es Regen. Und Sturm. Natürlich von vorne. Und teilweise so viel, daß im Unterlenker nur noch so 11 km/h drin waren. Entsprechend kam der Regen dann auch ziemlich waagerecht. Bis zur ersten Kontrolle bei nominell 73 km waren das 4:10h brutto mit nur einem kurzen Stopp an einem regengeschützen Platz zwecks Streckenplan umfalten.

Als ich an der ersten Kontrolle wieder losgefahren bin sah ich ein Grüppchen von etwa einem halben Dutzend Fahrern, die hier aufgegeben haben und auf direktem Wege wieder nach Wachtendonk zurück wollten. Dabei war hier eigentlich das übelste Stück geschafft, die nächsten ca. 30 km war der Wind zwar noch nervig, kam aber nicht mehr ganz so von vorn. Und der Regen wurde erträglicher.

Ungefähr bei Kilometer 100 war dann der Wendepunkt erreicht, der Regen hörte bis auf gelegentliche Spritzer auf, der Wind kam eher von hinten - leider blies er jetzt nicht mehr so heftig und die Beine waren nach dem ersten Teil doch etwas mitgenommen, so daß kein richtiges Tempo mehr aufkommen wollte. Zügiger ging es dann eigentlich erst auf den letzten 30 km, aber das konnte auch nichts mehr retten. Effektiv hat dieser Flachkurs für mich spektakuläre 10 Stunden und 55 Minuten gedauert, ein Negativrekord.

Ungefähr 110 km der Strecke führten durch die Niederlande, was Fietspade ohne Ende bedeutete. Und leider auch ziemlich schlechte Ausschilderung. So habe ich mich mehrmals verfahren, mal in Alleinfahrt, zwischen 2. und 3. Kontrolle irrten mehrere Gruppen wild durch die Gegend, was wir daran merkten, daß wir mit einer Gruppe auf eine Kreuzung zufuhren und plötzlich von links eine andere kam. Bei Unsicherheiten im Streckenplan ist die Wegweisung in NL absolut nicht hilfreich. Entweder sie ist erst gar nicht vorhanden oder unvollständig, z. B. werden Orte werden manchmal sporadisch ausgeschildert und an folgenden Kreuzungspunkten nicht mehr, oder man wird auf eine Straße geleitet die man als Radfahrer eh nicht befahren darf... Dementsprechend hatten Abschnitte des Brevets
gewisse Ähnlichkeiten mit einem Orientierungslauf.

Fazit: geschafft (in doppeltem Sinne). Streckenplan im Prinzip ok, aber leider mit ein paar Macken und wenig Kontrollmöglichkeiten, ob man nun tatsächlich auf der richtigen Strecke ist. Wegen der Orientierungsthematik und der ganzen Fietspade weiß ich offengestanden nicht, ob ich nochmal ein Brevet in NL fahren will.

Positiv war aber auf jeden Fall das Miteinander. Es gab immer wieder nette Gespräche und es wurde "miteinander" und nicht "gegeneinander" gefahren.

  

Daniel Rödding

 

 

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