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In Warburg angekommen stellen wir fest,
dass Warburg zwar einen Standplatz für Wohnmobile anbietet, dieser aber
unmittelbar an der Stadthalle und somit an der Hauptverkehrsstraße von
Warburg liegt. Nichts für uns, wir haben zufällig kurz vorher ein Schild
>Waldfreibad< gesehen. Nach unserer Erfahrung haben diese Bäder auch alle
einen guten Parkplatz und liegen ruhiger. Kurz gesagt, wir finden einen, am
Ende einer Straße gelegenen super ruhigen Standplatz. Ideal für zwei
Übernachtungen.
Tanja und Uwe, sie wohnen in Lippstadt,
treffen morgens ein und zusammen machen wir eine Tour, die uns durch den
Reinhardswald und dann rechts der Weser um Uslar herum führen soll.
Die Tour führt uns über völlig
verkehrsfreie Wirtschaftswege und einsame Kreisstraßen, nach Trendelburg.
Schon einige schöne, aber nicht all zu lange Anstiege in den Beinen, geht es
nun hoch auf die Höhen des Weserberglandes. Das erste Hinweisschild, in
Gottsbüren, zur Sababurg ignorieren wir, denn wir sind vor einigen Jahren
schon einmal eine sehr kleine Nebenstraße über die Weserhöhen gefahren und
das wollen wir heute auch. Sie zweigt in der Abfahrt nach Gieselwerder
rechts ab.
Es geht sofort hoch und der Anstieg
scheint nicht aufhören zu wollen. Wir sind fast unter uns, nur zwei-drei
Autos stören unser Fahrvergnügen. Nach 5 Kilometer kommen wir zur Straße die
nach Freiwald führt. Hier sind nun einige Ausflügler unterwegs, sie scheinen
alle keine Zeit zu haben, denn es wird hier, in der an sich einsamen Natur
sehr schnell gefahren. Bei uns rollt es auch gut und am Ende der Höhenstraße
biegen wir rechts ab und die Straße steigt aus dem Wesertal an und führt uns
auf eine Höhe von 435 Meter über NN. Diese Straße ist relativ stark und
schnell befahren und wir sind froh den Abzweig nach Udenhausen nehmen zu
können.
Sofort ist wieder Ruhe angesagt. Für die
Rückstrecke nach Warburg haben kleinste Nebenstraßen ausgewählt. Das
Streckenprofil verlangt uns aber immer wieder alles ab. In Niederlistingen
werden wir von einem Karnevalsumzug aufgehalten. Zum Glück besteht er nur
aus einem Wagen und es wird wohl mehr zur Freude der Kinder organisiert. Von
Massen an den Straßen kann man auch nicht sprechen, denn mehr wie 20
Karnevalbegeisterte können wir nicht erblicken. So können wir unsere Tour
nach der kleine Abwechslung schnell wieder fortsetzen.
Kurz vor unserem Ziel sehen wir schon
vom weiten die Burg Calenberg. Wir beratschlagen kurz und, bedingt durch die
fortgeschrittene Tageszeit, beschließen wir die Burg nicht zu besichtigen.
Obwohl sie ist bestimmt einen Abstecher wert. Nach 100 Kilometer nähern wir
uns wieder Warburg und nun ist nur noch die Anfahrt zum Waldbad eine Hürde.
Es liegt nämlich oben im Ort und die 50 Höhenmeter tun noch ganz schön weh.
Ein geselliger Abend rundet das Ganze ab. Für Morgen planen wir eine Tour
vom Reinhardswald auf die andere Weserseite. Dazu werden wir in der Frühe
nach Beberbeck, einer Staatsdomäne hoch oben im Reinhardswald fahren und von
dort die Tour starten.
Fazit: Dünnbesiedeltes Land sorgt hier
im Warburger Land für ein angenehmes Radeln, das, zum größten Teil aber mit
einem ständigen Auf und Ab in der Landschaft verbunden ist.
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