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 Westeifel pur Höhenmeter

Distanz

GPS-Track
03.10.2006 1700 hm 93 km

 

Eifeltour 3
Land: Deutschland  

 

Region: NRW, Eifel  

 

Startort: Kloster Steinfeld    
Durchgangsorte:

Steinfeld, Sistig, Reifferscheid, Oberreifferscheid, Dickerscheid, Rescheid, Berk, Kronenburg, Stausee, Hallschlag, Ormont, Neuenstein, Neuendorf, Kleinlangenfeld, Steffeln, Lehnerath, Lissendorf, Birgel, Feusdorf, Esch, Waldorf, Nonnenbach, BF Blankenheim Wald, Nettersheim, Urft, Steinfeld.

 

Es ist unser letzter Kurzurlaubstag. Die heutige Tour wird uns fast an die belgische Grenze führen und sie soll nicht ganz so schwer wie die Eifeltour 2 werden.

Wir haben die Nacht am Kloster Steinfeld verbracht und die Wettervorhersage ist grausam. Regen über Regen lautet unsere Aussicht. Wir brechen um 10:30 Uhr auf und die Tour führt uns nach einigen kleineren Wellen hinab nach Reifferscheid. Kaum haben wir den Ort verlassen, steigt die Straße kräftig an und nach fast 200 Höhenmetern haben wir den kleinen Ort Dickerscheid erreicht. Dieses Örtchen erweckt wegen seiner schönen Höhenlage unsere Aufmerksamkeit. Tief unten im Tal erahnen wir die belgische Grenze. Wir fahren in südlicher Richtung parallel zum Grenzverlauf. Bei Schnorrenberg haben wir den höchsten Punkt unserer heutigen Tour erreicht. 638 Meter über NN zeigt unser HAC. Die Abfahrt nach Berk verschafft uns ein wenig Erholung. Kaum haben wir den Ort verlassen liegen wieder 150 hm vor uns.  Hier haben wir einen schönen Blick auf die Kronenburg.

Eine steil abfallende Straße bringt uns hinunter in den Ort und damit zum Stausee. Wir fahren nicht auf der nördlichen Seite und damit auf der B421, sondern wir nehmen das für Autos gesperrte Südufer. Ab Hallschlag ist wieder klettern angesagt. Die Straße führt uns nach Ormont und dem Steinberg. Bis nach Neuenstein geht’s nun gemächlicher bergan. Die folgende Abfahrt bringt uns nach Neuendorf/Olzheim. Eine Brücke führt uns über die B51. Ab hier steigt die Straße kräftig an. Das schöne ist, heute am 3. Oktober, sind kaum Autos unterwegs. Die Sonntags (Feiertagsausflügler) haben sich wohl von der schlechten Wettervorhersage beeinflussen lassen und sind zu Hause geblieben. Der Anstieg ist nur kurz und nach Kleinlangenfeld geht es schon wieder bergab. Über eine Hochebene kommen wir nach Steffeln. Die Straße führt uns nun bergab ins Tal der Kyll. In Lissendorf haben wir es erreicht. Nachdem wir in Birgel auch die B421 hinter uns haben, steht uns der steilste Anstieg des Tages bevor. 16% steil, steigt die Strasse nach Feusdorf an.

Nach 200 Höhenmetern ist es geschafft, es wird flach. Über Esch und Waldorf kommen wir in ein waldreiches Gebiet. Es ist einfach herrlich hier zu radeln. Bis nach Nonnenbach fahren wir bergab. Hier ist es mit dem Rollern wieder zu Ende. Eine traumhafte kleine Straße führt uns hinauf nach Blankenheimerdorf. Leider verlassen wir hier unsere geplante Route und lassen uns von Radwegeschildern dazu verleiten die Eifeltälerroute einzuschlagen. Spätestens nach dem Überqueren der Bahnstrecke merken wir, dass dies ein Fehler war. Die Beschilderung weist uns auf eine grob geschotterte Wanderstrecke. Na, vielleicht liegt der Schotter ja nur bis zur nächsten Wegbiegung, denken wir und fahren mit unseren dünnen Reifen diesen Weg. Leider bleibt der Schotterbelag aber für einen Kilometer. Zurückfahren wollen wir auch nicht und von unserem Aufenthalt in Nettersheim, dahin führt der Weg, wissen wir, bald haben wir wieder Asphalt unter den Reifen. Es dauert aber ca. 5 km. Der Weg wird wohl ein wenig besser, aber gut ist was anderes. Erst als ein Sträßchen aus Marmagen dazu kommt, wird es wieder gut zu fahren. Unser Alternativvorschlag wäre nach Blankenheim hinein zu fahren und dort  auf die Römerstraße in Richtung A1. Kurz vor der Autobahn geht’s links ab auf Netterscheid zu. Diese Strecke hat natürlich ein paar Höhenmeter mehr.

Wir fahren aber im Tal der Urft weiter. Allerdings hört die Asphaltierung irgendwann auf und wir müssen die schmale Straße hoch zur L 206. Oben auf der Landstraße werden wir von einem abgeschredderten Straßenbelag empfangen. Leider müssen wir die 3 Kilometer bis zum Abzweig nach Urft uns durchrappeln lassen. Es ist bald überstanden und ab dem Ort geht es hoch nach Steinfeld. Es ist der letzte Anstieg für heute. Im Gefühl eine außerordentlich schöne Radtour hinter uns zu haben, beenden wir unseren kleinen Kurzurlaub in der Eifel. Es wird nicht unser Letzter sein.

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