das Jahr 2006

GPS-Track
Forumstreffen in Rheinbach Höhenmeter

Distanz

22. Juli 2006 1700 127
Streckenverlauf: Rheinbach, Todenfeld, Berg, Freisheim, Vellen, Unter-Krälingen, Richt. Kreuzberg bis L 76, Burgsahr, Binzenbach, Hürning, Plittersdorf, Obliers, Liers, Hönningen, Ahrbrück, Kesseling, Herschbach, Kaltenborn, Jammelshofen, Siebenbach, Herresbach, Baar, Engeln, Welschenbach, Acht, Langenfeld, Hausten, Weibern, Kempenich, Hannebach, Ramersbach, Godeneltern, Ahrweiler, Dernau, Esch, Kalenborn, Hilberath, Todenfeld, Rheinbach.

Mit dem Forum in die Eifel

Was im vergangenem Winter nicht geklappt hat, ein Forumstreffen in der Eifel, kam am vergangenem Samstag zu Stande. Mangels einer RTF in NRW mit ein paar Höhenmetern, verabredeten sich kurzerhand Jedrik, Schlußlicht, Tanja, Uwe, Astrid und Hermann zu einer Eifelrunde. Dazu gesellte sich noch Ursula, eine Vielfahrerin aus Köln. Als Treffpunkt, empfiehlt uns Jedrik den Waldfriedhof in Rheinbach. Er stellt sich als hervorragender Ausgangspunkt dar. Tanja und Uwe, sowie Astrid und ich, reisen schon am Freitagabend an. Der Parkplatz, weitab von einer Straße, verspricht eine ruhige Nacht. Aber erst weit nach Mitternacht beenden wir gemeinsam die gemütliche Runde.

Am Samstagmorgen, die Temperaturen liegen schon über 25° Celsius, trifft auch die Kölner-Forumsfraktion ein. Nach einer herzlichen Begrüßung, höre ich von Frank, dass auch Bergfloh in Erwägung gezogen hat, zum Forumstreff zu kommen. Doch heute Morgen hat er sich mit einer SMS wieder abgemeldet. Schade Bergfloh, da hast Du was verpasst.

Jedrik hatte eine Tour über die Höhen der Nord-Ost-Eifel für uns ausgesucht. Schon kurz nach dem Start führt die Strecke lang hoch über Todenfeld nach Berg. Wir sehen, auf weiten Strecken so gut wie keine Autos. Die Aussichten auf den Höhen sind einfach nur zum genießen. Dass es mir nicht nur alleine so geht, höre ich auch von Frank und Uwe, die immer wieder ihre Begeisterung kundtun. Über  Freisheim, Vellen, Ober- und Unter-Krähingen geht es weiter. Bis dahin bleiben wir auf der Höhe und haben nur einige Wellen zu fahren. Nun geht es über eine schöne Serpentinenstraße abwärts ins Ahrtal. Ich bin ein unsicherer Abfahrer und Jedrik kommt an mir vorbei gezischt. Aber auch die schönste Abfahrt ist einmal zu Ende und im Tal fahren wir nicht auf die Ahr zu, sondern schlagen die westliche Richtung ein und kommen so über Burgsahr nach Binzenbach. Während schon die Straße bisher leicht anstieg, haben wir nun 200 Höhenmeter vor uns. Im Örtchen Hürning haben wir 450 Meter über dem Meeresspiegel erreicht.  Die Gruppe fährt gut zusammen und nur an den langen Anstiegen fällt das Ganze schon einmal auseinander. Aber es ist kein Problem, schon kurz darauf findet immer wieder der Zusammenschluss statt.

Die große Hitze, es sind weit über 30° Celsius, belastet beim Radfahren doch weniger als andere sportliche Betätigungen, Schwimmen einmal ausgenommen. Immer wieder finden wir uns auf kleinen Straßen wieder die ich vorher noch nicht kannte. Eine Abfahrt führt über Serpentinen hinunter nach Obliers. Mir kommt es so vor, als würden wir mehr bergab, wie bergauf fahren. Die Straße nach Liers fällt leicht ab und locker treten wir der Ahr entgegen. Hier im Ahrtal hat sich Jedrik den Radweg ausgesucht. Er führt auf der linken Ahrseite das Tal hinab. So fahren wir durch die Randlagen von Hönningen und kommen schließlich nach Ahrbrück. Wir haben Schwierigkeiten die B 257 zu überqueren, so stark ist der Verkehr. Aber selbst das meistern wir und können an einem Gartenlokal unsere erste Rast einlegen. Es ist ein beliebter Biker-Treff und die riesigen Tassen Milchkaffee und der leckere Erdbeerkuchen zeigt uns auch warum. Nach einer guten halben Stunde geht's weiter. Während uns auf unserem Weg nach Kesseling noch einige Autos stören, ist nach dem Abzweig nach Kaltenborn wieder Ruhe angesagt. Fast autofrei fahren wir so bis nach Jammelshofen. Jedrik hat eigentlich nun den direkten Weg über die B 412 nach Kempenich vorgesehen. Sie lässt sich aber doch darauf ein, noch einen kleinen Umweg über Siebenbach, Oberbaar und Acht zu machen.

In Jammelshofen geht es steil bergan zur B 412. Astrid und Uwe sind schon voraus gefahren und warten oben. Hier an der hohen Acht haben wir auch schon den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Wir sind 620 Meter über NN. Nach einer kurzen Abfahrt nach Siebenbach führt die Straße wieder bergan. Auch auf dieser Straße sehen wir kein Auto und so ist es ein herrliches Fahren. In Oberbaar gelingt es uns, bei einem Häuslebauer, unsere Wasservorräte zu ergänzen. Die Weiterfahrt machen wir über einen Wirtschaftsweg der uns nach Welschenbach führt. Ab Welschenbach führt uns die Straße in einer geschwungenen Serpentinenkurve steil bergan und wir gelangen nach Acht. Die Steigung hält aber noch weiter an und ist erst in Langenfeld zu Ende. Bei Jedrik hat sich die Schraube am Tretlager gelockert, so dass das Schalten am Umwerfer nicht mehr möglich ist. Das gleiche Problem hatte ich vor kurzem auch und habe seitdem den passenden Imbuschlüssel dabei. So kann ihr schnell geholfen werden. Jeder Anstieg wird aber mit einer schönen Abfahrt belohnt und so führt unser Weg hinab ins Nettetal.

Hier schlagen wir die nördliche Richtung ein und kommen über Hausen nach Weibern. Der Himmel hat sich ein wenig zugezogen und in der Ferne hören wir schon heftiges Donnergrollen. Das Gewitter kommt schnell näher und so schlage ich, ich bin gerade in der Führung, die Abkürzung am Freibad entlang nach Kempenich ein. Hinter mir höre ich heftige Proteste, wohl wegen des weiteren Anstieges. Ich traue mich nicht nach hinten zu schauen, um zu sehen wer da schimpft und fahre weiter, um vor dem Gewitter nach Kempenich zu kommen. Das Freibad ist wegen des aufziehenden Gewitters aber schon geräumt und die Straßen sind leer und so kommen wir schnell voran. In Kempenich beschließen wir das Gewitter abzuwarten. In einem Gasthof finden wir Schutz. Kaum haben wir uns unter den Sonnenschirmen im Außenbereich niedergelassen, da geht es auch schon los. Ein heftiger Regenguss verscheucht uns in den Innenbereich. Nach einer knappen Stunde ist der Spuk wieder vorbei und die Straßen schnell wieder trocken. Die Luft ähnelt aber nun der in einer Sauna oder im Tropenwald.

Von den Höhen, wir fahren jetzt den direkten Weg nach Ahrweiler, sehen wir die Täler mit Dunst aufgefüllt. Ein herrlicher Anblick. Eine schöne Abfahrt bringt uns hinunter zur Ahr. Jedrick führt uns über einen Radweg an einem imposanten Kloster vorbei das Ahrtal hoch. So brauchen wir möglichst wenig die relativ viel befahrene Bundesstraße B 267 befahren. Aber auch auf dem letzten Stück nach  Dernau  hält sich der Verkehr in Grenzen. Den folgenden Anstieg aus dem Ahrtal kenne ich noch nicht. Nicht sehr steil führt er uns die Ahrberge hinauf. Ehe ich mich versehe sind alle anderen schon weit vor mir. Frank ist schon gar nicht mehr zu sehen und ich muss mir große Mühe geben, um nicht ganz abgehängt zu werden. Erst nach einer Weile finde ich meinen Rhythmus und komme den Anderen wieder näher. Frank wartet oben auf uns. Bis nach Esch haben wir schon wieder 140 Höhenmeter hinter uns gebracht. Nach einer kurzen Abfahrt geht es aber weiter bergauf und erst als wir nach Todenfeld kommen, weiß ich, es ist geschafft. Uwe und Frank sind in der letzten Abfahrt schon weit voraus und so kommen wir nach 127 Kilometern zum Ausgangspunkt der Tour zurück.

 

Fazit:

Es hat so richtig Spaß gemacht, im Kreise so liebenswerter Radsportverrückter, eine Tour durch die Eifel zu machen. Jedriks Streckenwahl über ruhige Straßen mit nicht all zu schweren Anstiegen war 1. Sahne. Vielleicht waren Frank und Uwe ein wenig unterfordert, aber ich muss sagen mir hat es gereicht. Hoffentlich können wir so etwas wiederholen. Bergfloh, ich habe es ja schon einmal zu Anfang geschrieben: Du hast was verpasst.

 

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