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4. Es geht weiter in die französische
Alpen
25.06.2009 Belledoux>Albertville
Wir sind schon früh aufgebrochen um nun
endlich in die Alpen zu Rad zufahren. Unser erstes Ziel ist Albertville.
Unterwegs versorgen wir uns noch einmal im Intermarche und kaufen eine
Propanflasche. Ab Annecey wird es voll auf den Straßen und wir kommen an dem
gleichnamigen riesigen See vorbei. Die Farben des Wassers sind unbeschreiblich
schön. Leider wimmelt es nur so von Touristen. Wir halten gar nicht an und
kommen, in dem wir Albertville erreichen, ins Epizentrum des Tourismus. Der
Ort ist unheimlich laut. Selbst bei der Besichtigung von Conflons, es ist ein
alter Ort oberhalb der Stadt, dröhnt der Lärm hinauf.
Hier gibt es aber einen Stellplatz für
Womo und eine Flot-Blue- Säule.
26.06.2009
Die Nacht war sehr unruhig. Jugendliche
waren bis 12:30 Uhr mit lauter Musik, nachtaktiv. Heute soll unser erster
französischer Alpenpass bezwungen werden. Wir haben uns den Cormet de Roselend
ausgesucht. Das heißt von Albertville ist er einigermaßen gut zu erreichen.
Tourbeschreibung:
Die Tour führt
uns über die stark befahrene Straße D 925. Auf den ersten 20 km steigt die
Straße bis Beaufort um 300 Meter an. Kurz zuvor zweigt links die Straße zum
Col des Seisies ab.
Kaum liegt
Beaufort hinter uns reißt der Verkehrsstrom ab. Nur noch wenige
Touristenfahrzeuge überholen uns. Es dauert noch 4 km, dann mündet die bislang
relativ gerade verlaufende Straße in ein Kurvengewirr. Es wird zudem merklich
steiler. Leider versperrt dichter Wald die Ausblicke. So können wir nur immer
den steilen Berghang vor uns sehen.
Am Ende der
Kehren haben wir die Baumgrenze und auch den Col de Maraillet erreicht. Rechts
zweigt eine kleine Straße zum Col de Pre ab. Ihn werden wir auf der Rückfahrt
einen Besuch abstatten. Vor uns haben wir nun den Baraque de Roselend und im
Hintergrund die schroffen Berggipfel des Crete de Gittes. Am Plan de la Lai
stürzen sich tosende Wasserfälle in die Tiefe.
Die letzten
Kehren sehen erschreckend steil aus, doch wieder erwarten kommen wir dort
besser hoch als zuvor gedacht. Dann ist der Cormet de Roselend mit einer Höhe
von 1987 Meter erreicht. Nur eine Verkaufsbude mit Käse und Honig ziert den
Passübergang. Nach einer kurzen Rast fahren wir die Westauffahrt wieder hinab
bis zum Col de Maraillet.
Ein kleines
Schild weist hier nach links in eine kleine Straße. Sie führt uns zuerst an
dem Barraque de Roselend entlang und schließlich über seine Staumauer. Hier
beginnt der kurze aber heftige Ostanstieg zum Col de Pre. Zeitweise bis zu 14
% steil geht es zum Col hinauf. Dieser wird aber schon nach 3 km erreicht. Nun
beginnt eine atemberaubende Abfahrt. Auf kleinster Straße geht es über
unzählige Serpentinen 7 km hinab nach Areches. Der Ausblick der uns während
der gesamten Abfahrt begleitet ist unbeschreiblich.
In Areches ist
Hochbetrieb. Überall tummeln sich in dem Wintersportort die Touristen. Wir
füllen nur an einem Brunnen unsere Trinkflaschen auf und fahren Weiter. Die
Straße wird nun deutlich breiter und führt uns hinab nach Beaufort. Hier
stoßen wir wieder auf die Strecke der Hinfahrt, nur geht es nun bergab bis
nach Albertville.
Der
Straßenverkehr ist genauso störend wie schon bei der Auffahrt. Außerdem hat
sich der Himmel zugezogen und ist mit dunklen Gewitterwolken verhangen. So
legen wir im Tempo ein wenig zu und können uns fast trocken ins Ziel retten.
Aber nur fast, denn 1,5 km vor unserem Standplatz erwischt es uns dann doch
noch.
Am Abend
verlegen wir unseren Standplatz und finden einen guten Platz kurz vor Beaufort
an einem Angelsee. Von hier aus soll es morgen zum Col de Saisies und Col des
Aravis gehen.
Der bessere Startort für die
Passauffahrt ist aber Beaufort. Dort ist die Runde Col de Maraillet, Lac de
Roselend und Col de Pre, empfehlenswert. Anders herum ist es sogar noch ein
wenig schwerer und zudem eine völlig andere Tour.
Auch eine Tour über Signal de Bisanne ,
Col Saisies ist in beiden Richtungen nicht schlecht.
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