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2. Es geht in die französische Jura
Wir fahren am späten Nachmittag weiter
in den Süden. Ab Colmar benutzen wir die Autobahn und fahren irgendwo
unterwegs ab und versuchen ein Plätzchen zur Übernachtung zu finden. Das
gelingt aber nicht so richtig und erst am Col de Ferriere gibt es eine
Parkmöglichkeit für uns. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, es
laufen hier 5 Straßen zusammen und es herrscht die ganze Nacht über reger
Verkehr.
19.06.2009 N47 21.608
E6 34.316 Col de Ferriere
Nach der sehr unruhigen Nacht
beschließen wir unsere Fahrt über Landstraßen fortzusetzen. Wir kommen dabei
durch Kilometer lange verträumte Täler und sehen so gut wie keine anderen
Verkehrsteilnehmer. In Nozeroy es liegt am Rande des Hoch-Jura beenden wir
unsere Fahrt schon um 13 Uhr. Wir finden hier einen traumhaft schönen
Standplatz vor. Er liegt etwas unterhalb der alten Stadt und wir stehen hier
völlig allein mit herrlichen Ausblicken.
Bei der Stadtbesichtigung, fällt uns
auf, das trotz seiner geringen Größe, alles hier vorhanden ist. Am Standplatz
gibt es sogar Toiletten und Dusche und Strom am Platz. Aber auch der Ort
strahlt eine Anmut aus, die so einfach nicht zu beschreiben ist. In der Kirche
steht eine Tafel mit einer Landkarte von Frankreich, von Europa und eine
Weltkarte. Hier sollen die Besucher ihren Herkunftsort mit einer Nadel
markieren. Eine tolle Idee finden wir. Eine Radtour holen wir morgen nach.
20.06.2009
Nach einen Stadtrundgang machen wir
eine Radtour auf einsamsten Straßen. Höhepunkte sind der Col
de Lasiers, Lac de Saint Point und Col de la Republique. Aber auch die
Rückstrecke, sie führt uns zum Lac L'Entonnair, hat ihre Reize.
Tourenbeschreibung:
Wir fahren aus die Stadt heraus und sind fast alleine auf den
Straßen. Die Tour führt uns durch ein welliges Gebiet und soll an 3 Seen
vorbei führen. Über Molpre kommen wir nach Mignovillar. Hier werden wir auf
der Rückfahrt noch einmal vorbei kommen. Wir biegen rechts ab und es beginnt
der Anstieg zum Col de Lasiers. Er ist 1070 Meter hoch und die Strecke führt
durch dichten Wald. Die Ausgangshöhe betrug in Mignovillar schon 865 Meter und
so sind bis zum Col nur 200 Höhenmeter zurück zu legen. Die Fahrbahndecke ist
in dieser Gegend in keinem guten Zustand und erinnert etwas an die
Straßenzustände auf Sizilien. Also ist immer höchste Vorsicht geboten.
Die Passhöhe ziert ein Wirtshaus und verleitet zum Rasten. Wir
fahren aber weiter und kommen nach einer relativ guten Abfahrt zum Lac de
Remoray. Im Hintergrund liegt der höchste Berg der Gegend der 1463 Meter hohe
Mont d'Or. Die Schweizer Grenze ist nur, Luftlinie 9 km von hier entfernt. Ihr
wollen wir morgen einen Besuch abstatten. Kurz nach der wir die
Eisenbahnbrücke unterquert haben ist die Straßenkreuzung D 9 / D 46 erreicht.
Das Lokal 2 Lacs lockt hier die Gäste. Kurz darauf beginnt zu unserer rechten
Seite der 6,5 km lange Lac de Saint Point.
Totz einiger Lokale an seinen Ufern ist die Straße relativ
ruhig. Wir verlassen den See in Les Grangettes und haben, auf kleinster
Straße, wir fragen uns ob sie überhaupt durchgängig asphaltiert ist, einen
schönen Anstieg zu meistern. Eine kurze Abfahrt führt uns nach Malpas. Hier
bestaunen wir einige Pferdewagen, von denen uns zwei schon zuvor auf den
Straßen aufgefallen waren. Sie sind zu Wohnwagen umgebaut und praktisch
Wohnmobil mit Pferd. Wie das in der Praxis vor sich geht können wir nicht
erkunden. Vielleicht gibt es ja Stationen zu denen man Abends hin muss. Die
Straße führt uns nun weiter zum Col de la Republique. Er ist nur ist 1010
Meter hoch. Aber auch hier lag die Starthöhe schon bei 910 Meter. Dafür
verlieren wir auf der Abfahrt 200 Höhenmeter und kommen, nach dem überqueren
der D 47 nach Bannas.
Im Ort biegen wir links auf die sehr kleine D 24 ein.
Seltsamerweise fahren hier doch einige Autos und das dazu sehr schnell. Da
muss ein Mofafahrer schon einmal durch die Wiese fahren um den Autofahrer
freie Fahrt zu bescheren. Wir kommen durch La Riverie-Drugenon und die Strecke
bleibt bis kurz vor Schluss fast flach. Als einen der Höhepunkte dieser Tour
würde ich aber das nun folgende Teilstück, es führt an den Ufern des Lac
L'Entonnair bezeichnen. Auch das kleine Kirchlein liegt idyllisch an seinem
Ufer.
Der Rest der Rennradtour schlängelt sich weiter durch kleine
Dörfer die teilweise sehr alt und marode aussehen und dann wieder gibt es
Häuser dazwischen die fein herausgeputzt das Straßenbild verschönern. Es wird
zum Schluss wieder etwas welliger und nach 73 km und 780 hm ist Nozeroy wieder
erreicht. Fazit: Es ist hie zwar eine ruhige Radgegend, aber eine extra
Anreise in das französische Jura lohnt nicht.
21.06.2009 Nozeroy
Der Standplatz ist zu schön um ihn
schon zu verlassen, so beschließen wir noch einen Tag in Nozeroy zu verweilen.
Tourenbeschreibung:
Heute verläuft unsere Radtour über
kleinste Straßen von Nozeroy aus in die Schweiz hinein. Schon zu Beginn geht
es ständig bergauf. Die erste, namenlose Höhe überqueren wir nach 15
Kilometer. Hier erreichen wir eine Höhe von 1180 Meter über NN. Die Straßen
sind total leer und die Gegend ist sehr waldreich. Es gibt allerdings immer
wieder tiefe Schlaglöcher in der Fahrbahn. Schon der 2. Anstieg führt uns über
den Höhenzug der von uns aus vor der Schweizer Grenze liegt. Der Col de
Landoz-Neuve mit einer Höhe von 1260 Meter ist der höchste Punkt für heute. Er
wird allerdings auf der Rückfahrt noch einmal überquert. Am Lac de Joux, in
der Schweiz, machen wir eine ausgiebige Pause.
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