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Es geht weiter nach Frankreich. Wir
fahren auf kleinen Straßen zum Grenzübergang Hirschthal. Schon die Fahrt
dorthin ist wunderschön. Die Gegend wird immer einsamer und Autos sehen wir
irgendwann kaum noch. In Lembach, es ist der erste Ort hinter der Grenze
machen wir unsere erste Station in Frankreich. Am Sportplatz, er liegt am
Ortsausgang befinden sich große Parkflächen vor den Sportstätten. Wir fahren
bis zum Sportlerheim und befinden den Platz für eine Übernachtung und eine
Radtour nicht schlecht. Wie immer muss ich mich zu Beginn unserer Reisen immer
erst an das freie Stehen gewöhnen. Wir haben allerdings auf unseren
Langzeitreisen, noch nie Probleme gehabt.
Unsere 76 km Radtour hat 3 Höhepunkte,
einmal den Col du Pfaffenschlick, die erste Ölbohrstelle weltweit und das
herrliche Muhltal.
Unsere Rennradtour in Lembach:
Wir verlassen den Ort am Kreisverkehr in
östlicher Richtung auf der D 3. Aber schon in der ersten Linkskurve fahren wir
auf die kleine D65 weiter. Sie steigt sofort steil an und mit 10% Steigung
kommen wir zum Ortsausgang. Auch nach Pfaffenbronn geht es immer noch höher
und am Col du Pfaffenschlick haben wir den ersten Tourenhöhepunkt erreicht.
Der Col hat zwar nur eine Höhe von 375 Meter über NN, dafür sind in der
Auffahrt aber einige Steilstücke zu meistern. Im Ort biegen wir links auf die
51 ab und kommen über 2 Serpentinen hinab zu der Stelle, wo zum ersten Mal auf
der Welt eine Ölbohrung durchgeführt wurde.
Es geht weiter abwärts und in den nächsten
kleinen Orten, zeugen noch Ölpumpen von der vergangenen Zeit. In Lobsann
biegen wir rechts auf die kleine D 314 ab. Diese führt uns nach
Merkwiller-Pechelbronn. Wir überqueren die größere D 28 und finden uns auf die
D 114 wieder. Ihr folgen wir in südlicher Richtung bis zur auf die D 250
stoßen. Hier wechseln wir die Fahrtrichtung und es geht in Westrichtung
weiter. Viel Verkehr ist auf den kleinen Straßen nicht und doch werden wir das
eine und andere mal mit sehr wenig Seitenabstand überholt. Trotzdem immer
wieder Schilder auf ausreichenden Abstand zu Radfahrern hinweisen. In Gunstedt
kommen wir an einem Freizeitpark vorbei, der aber jetzt im Juni noch
geschlossen ist. Mit dem Überqueren der D 27 kommen wir an einen schönen
Anstieg. Es sind zwar nur 70 Höhenmeter zu überwinden, doch die haben es in
sich.
Die D 250 verlassen wir an der Straßenkreuzung mit der D 149
und lassen uns mit dem Garmin den schon etwas größeren Ort Gundershoffen
lotsen. Das funktioniert wie immer ohne Probleme. An der Ampel im Ort biegen
wir auf die D 242 nach links ab. Diese folgen wir bis Zinswiller. Wir
durchqueren den Ort und kommen auf die D 142. Sie führt uns zu dem schönsten
Streckenabschnitt dieser Tour, zur Fahrt durch das einsame Muhltal. Wir
verlassen es schweren Herzens nach 10 km reinstem Fahrgenuss in dem Örtchen
Baerenthal. Hier biegen wir rechts auf die D 36 ab. Sie führt uns relativ
steil aus dem Ort hinaus. Auch herrscht hier wieder etwas mehr Verkehr.
In Phillipsbourg überqueren wir die N 62 und die D 87 steigt
auf den ersten 500 Metern steil an. Dann geht es aber weiter flach, sehr
waldreich bis nach Neunhoffen. Wir biegen rechts ab und die kleine D 853
folgen wir, es ist wieder sehr einsam, bis nach Jaegerthal. Auch hier, wir
biegen links auf die D 121 ab, geht es steil aus dem Ort hinaus. Die Steigung
klingt aber schnell ab und herrlich geht es hinab in das Tal der Le Klamm.
Genauso geht’s wieder hoch.
Die anschließende Abfahrt, es geht hinunter nach
Langensoultzbach, lässt aber meinen Atem stocken. Sehe ich doch am Gegenhang
nach dem Ort, eine unheimlich steile Straße. Ja, und genau diese müssen wir
hoch. Es ist eigentlich ein Schleichweg, sie ist sehr schmal und versorgt wohl
nur ein paar Bauernhäuser. Dann sehen wir rechts unten den Sportplatz mit
unserem Wohnmobil. Ein Trampelfahrt führt von hier aus zum Sportgelände. Es
sind nur wenige Meter und so nehmen wir diese Unannehmlichkeit gerne in Kauf.
Nach 76 km und 800 hm haben wir in 2009 unsere erste Rennradrunde in
Frankreich hinter uns.
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