Tropea 12. Feb. . 2008
Briatico liegt am Golf Di Sant’Eufemia. Wir haben im
Hafen genächtigt oder wie man es sonst nennen will. Ständig fahren Autos an
und ab und bis spät in der Nacht hören wir italienische Diskussionen zu uns
herüber schallen. Eine Tour gibt es bei sehr schönem Wetter aber auch und
sogar Gas können wir auftreiben.
Unsere Radtour führt uns bei herrlichem Wetter ins
Hinterland. Das Land steigt hier vom Meer her steil an. Die größte Höhe auf
dieser Halbinsel beträgt 700 Meter. Schon vom Hafen aus steigt die Straße an.
Wir verlassen den Ort in südlicher Richtung und kurz nach
dem Ortsausgang fahren wir von der Küstenstraße nach links und folgen den
Schildern nach San Costatina. Die kleine Straße (Sp85) steigt sofort an. Nach
einer schönen Kehre verläuft die Straße am Berghang fast parallel zur Küste
hoch. Die Ausblicke sind fantastisch.
Vor der Küste erhebt sich imposant anzusehen der
Stromboli aus dem Meer. Nach der Kehre ist es flacher geworden. Leider sehen
wir sehr oft überfahrene tote Hunde am Straßenrand. Nicht so angenehm der
Anblick. Wir folgen dem Verlauf der Sp85 bis nach Potenzoni. Im Ort biegen wir
links auf die Sp 84 ab. Die Straße steigt weiter an und schon haben wir eine
Höhe von 300 Metern über dem Meer erreicht.
Wir fahren auf eine Kehrengruppe zu. Hoch über der Straße
sehen wie die Häuser von San Cono.18% beträgt die größte Steigung in den
Kurven. Die Straße ist so gut wie autofrei und so genießen wir die Ruhe hier.
1,5 km nach San Cono biegen wir links in eine sehr kleine
Straße ein. Sie führt uns steil bergab in ein enges Tal. Das geht sehr schnell
und schon haben wir 90 Höhenmeter verloren. Aber auch die Talsohle ist
erreicht. In 6 super engen Kehren geht es steil wieder bergan. 21% ist die
größte Steigung in diesem Teil. Liegen die Kurven hinter uns lässt die
Steigung ein wenig nach.
Bis Cessaniti fallen sie aber selten unter 10 % und das
sind immerhin 2,5 km. Im Ort gibt es noch einmal eine 15 % Rampe und mit
Erreichen des Ortsausgangs wird es deutlich flacher. Mit 2% Steigung geht es
bis zur Sp17 weiter.
Wir biegen links ab und fahren die 3,5 km bis nach
Mesiano auf fast flacher Straße. In Mesiano haben wir eine Höhe von 610 Meter
über dem Meer erreicht. Im Ort folgen wir den Schildern nach Papaglionti und
befinden uns unversehens auf einem sehr kleinen Sträßchen wieder. Es geht
hinab in das kleine Tal, in dem wir schon vor 1 ½ Stunden schon mal waren.
Die steilen Rampen erwecken sofort unangenehme
Erinnerungen in mir. Auf den 5 km bis zur Talsohle haben wir 300 Höhenmeter
verloren und richtig, mit 21% geht’s wieder in die Höhe. Die Straße ist sehr
schmal und zum Glück kommt uns kein Auto entgegen. Ich benötige die ganze
Straßenbreite und schaffe es irgendwie die Doppelkehre hinter mich zu bringen.
Leider gibt es hier unten in Italien jede Menge Unrat an
den Straßenseiten und immer wieder mal ein halb verwester Hund am Straßenrand.
Wir lenken uns mit den Ausblicken in den imposanten Geländeformationen ab. Die
kleine Straße mündet auf die uns schon bekannte Sp 85.
Wir biegen links ab und fahren weiter bergan auf Zungri
zu. Die Straße steigt weiter, teilweise mit 12% an und vor Zungri gibt es noch
eine schöne Doppelkehre. An der Straßengabelung Sp 19 / Sp 85 ist der höchste
Punkt der Radtour geschafft. Wir biegen links auf die Sp 17 ein und es beginnt
eine lange Abfahrt zur Küste. Ist das Gefälle mit 1-2 % noch gemäßigt, wird es
mit dem Erreichen der ersten Kehrengruppe, kurz vor Zaccanopoli, erheblich
steiler.
Auch im Ort ist es mit 8% relativ steil. Dann liegen
herrliche Serpentinen vor uns. Immer ist der Blick frei auf das noch tief
unten liegende Mittelmeer. Wir erreichen das Örtchen Fitili und hier ist die
Fahrtrichtung nicht eindeutig. Ich lande auf einer nicht vollendeten
Umgehungsstraße und Astrid fährt irgendwie durch das Örtchen.
Kaum liegt Fitili hinter uns, haben wir die schönsten 6
Kehren der Radtour vor uns. Wir können uns gar nicht satt sehen, so toll sind
die Ausblicke aufs Meer und Parghelia mit dem Hafen von Tropea im Hintergrund.
Die Kurven rauschen nur so an uns vorbei und schon ist Parghelia erreicht. An
der Küstenstraße angekommen, biegen wir rechts ab und befahren die Ss 522 bis
nach Briatico.
Auf 10 km bis dorthin, in Briatico steht ja das
Wohnmobil, genießen wir die Ausblicke aufs Mittelmeer. Leider wird auf der
Küstenstraße sehr schnell, quasie italienisch, gefahren, das heißt: mit viel
zu wenig Seitenabstand an uns vorbei und überholt wird auch wenn gar kein
Platz ist. Trotzdem kommen wir nach 65 km wieder gesund am WOMO an und sind
gemeinsam der Ansicht, es war eine schöne Radtour.
1380 hm
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