Gargano, 01. Feb. 2008
Unsere Fahrt nach Sizilien unterbrechen wir im Norden der
Halbinsel Gargano. Wir haben unser Wohnmobil am Torre Mileto abgestellt. Es
soll hier zwar eine Entsorgungsmöglichkeit geben, doch so früh in der Saison
ist hier noch alles geschlossen.
Bei unserer ersten Radtour auf Gargano wollen wir die
Gegend um den Lago di Verano erkunden. Dazu umrunden wir den See gegen den
Uhrzeiger. Nachdem wir auf den ersten 5 km noch zur linken Seite wunderbare
Ausblicke auf die Adria haben, verlassen wir die Küstenstraße bei Capoiale und
fahren landeinwärts.
Zur linken haben wir nun freie Sicht auf den Lago di
Verano. Zur Rechten erhebt sich ein dicht bewaldeter Höhenzug. Ab km 15 steigt
die Straße bis nach Gargano Verano an. 5% beträgt die Steigung auf 6
Kilometer. Vor dem Ort verlassen wir die Hauptstraße, da sie vor uns unter der
Stadt in einem Tunnel verschwindet. Nach einigem Suchen finden wir die
richtige Strecke durch die Stadt.
Kaum haben wir die Stadt verlassen, sehen wir vor uns die
Straße in den Bergen von Gargano verschwinden. Das ist uns heute zuviel und
wir heben uns den Anstieg für später auf. Wir biegen links auf eine kleine
Straße ab und müssen über einen Hügel, die größte Steigung liegt hier bei 10%,
um zur Hauptstraße zu kommen. Dem Lauf der schnell befahrenen Straße folgen
wir für 5,5 km und verlassen diese an der Abfahrt nach Sapri.
Wir wollen ja um den Lago di Verano und fahren in
nördlicher Richtung auf ihn zu. Zu beiden Seiten der nun kleinen Straße liegen
weite Olivenhaine. Die Straßen scheinen nur zur Bewirtschaftung der
Olivenbäume zu dienen und sind bei unserer Fahrt autofrei.
In Lido del Sole stoßen wir wieder auf die Küstenstraße.
Wir halten uns links und kommen durch Foce di Verano. Die Fahrbahnoberfläche
wird gerade erneuert und es ist auf der aufgeschredderten Straße nicht so
schön zu fahren. Auch stehen die Gullys 10 cm hoch über der Fahrbahndecke.
Kaum liegt der Ort hinter uns beginnt eine 10 km lange Straße, die uns
schnurgeradeaus über die Landzunge des Lago di Verano bringt. Dieses Teilstück
ist schrecklich zu fahren, denn den Verlauf der Fahrbahn können wir bis zum
Horizont verfolgen.
Leider gibt es auf diesem Abschnitt auch keine Aussicht
auf die Adria und der Lago di Verano ist auch nur selten zu sehen. So sind wir
froh als die Landzunge endet. Nun wird die Straße auch etwas welliger und
Torre Mileto taucht nach 60 km wieder vor uns auf.
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