12. Mai 2008
Agordo
Auf unserer Rückreise machen wir noch am Südrand der Alpen halt. In
Agordo finden wir für unsere Touren einen guten Standplatz mit Ver- und
Entsorgungsmöglichkeiten für das Wohnmobil
Die Nacht war sehr
ruhig und nach dem Frühstück wollen wir die Pässe Cereda und Forcella
Aurine fahren. Es geht aber erst einmal alles schief. Mein Garmin hat
keine Karten geladen, also erst Karten laden. Dann ist mein Hinterrad
platt. Also Schlauch wechseln.
Wir fahren durch
Agordo in Richtung Süden und schon kurz nach der Ortsausfahrt die
Hauptstraße. Die kleine Straße war mir bei der Tourenplanung wegen ihrer
vielen Kurven aufgefallen. Diese führt uns über den Forcella Franche
(992 m) wieder zur Auffahrt nach Passo Cereda.
Passo
Cereda 1369 m, Ostauffahrt
Startort: Agordo
Streckenlänge: 21,8km
Passhöhe: 1369 m
Höhenmeter: 775 m
Durchschn. Steigung: 3,6%
Max. Steigung: 15%
Die Auffahrt
beginnt mit Verlassen des Ortes Agordo. Wir biegen in der ersten
Linkskurve auf die kleine SP 2 rechts ab und die Straße steigt sofort
an. Nachdem die ersten 6 Serpentinen hinter uns liegen, sind wir auch
schon 300 Meter höher. Die Steigung liegt etwas unter 10%.
Wir sind noch
frisch und so geht das ganz gut. Leider ist der Wald zur Straßenseite
sehr dicht, es ist aber schön, hoch oben die felsigen Bergspitzen zu
sehen. Ab km 6 lässt die Steigung stark nach und so rollern wir noch 3
km und haben den Forcella Franche auf 992 Meter über NN erreicht.
Die nächsten
Kilometer sind wellig und in Gosaldo kommen wir wieder auf die
Hauptstraße. Wir folgen den Schildern zum Passo Cereda nach links und
kurz vor Pognan haben wir eine Höhe von 1200 m erreicht.
100 Meter geht’s
nun bergab, bevor der Schlussanstieg zur Passhöhe beginnt. Das tut er
mit einem Paukenschlag. Auf der 15% Rampe sind wir im Nu hellwach. Es
bleibt aber weiter steil. Erst nach 1,6 km mit 10% Steigung wird es
etwas flacher und mit 7,5% fahren wir der Passhöhe entgegen.
Nachdem die
Auffahrt sehr waldreich war, geht es auf dem letzten km ein wenig
ausblickfreundlicher zu. Die Ausblicke in die faszinierende Bergwelt
begeistern uns immer wieder. Nach 21 km mit einer durchschnittlichen
Steigung von nur 3,6% haben wir den Passo Cereda auf 1369 Meter über NN
erreicht. Die geringe durchschnittliche Steigung täuscht ein wenig über
die Schwere des Anstiegs hinweg. Es gibt immer wieder lange relativ
flache Abschnitte, aber auch sausteile.
Die Abfahrt nach
Tonadico wirkt furchterregend steil. Es ist aber relativ wenig Verkehr
und die Ausblicke sind gigantisch. Viel zu schnell haben wir Tonadico
erreicht. Nach einer kleinen Pause machen wir uns an die Rückfahrt.
Passo Cereda
Westauffahrt
Startort: Ortsende Tonadico
Streckenlänge: 6,7 km
Höhenmeter: 633 m
Durchschn. Steigung: 9,4 %
Max. Steigung: 15%
Die
Westauffahrt des Passo Cereda beginnt am Ortsausgang von Tonadico. Auf
der linken Seite liegen noch einige Häuser und vor dem E-Werk haben wir
rechts einen Gebirgsbach der in Kaskaden den Berg hinabgeleitet wird.
Nach dem E-Werk,
es liegt auf der rechten Seite vor der Brücke, wird es steil und hört
bis zum Pass nicht auf. Die ersten 4 Kehren werden mit 10% Steigung
absolviert und so geht es weiter. Wir fahren auf Villa Welsperg zu,
haben aber nicht den Sinn danach, sie uns näher anzusehen.
Es gibt immer
wieder super Ausblicke, aber auch dafür lassen uns die Steigungen
eigentlich keine Zeit. So erhasche ich nur hin und wieder einen Blick
auf die Bergspitzen. Verstreut sieht man immer wieder einzelne Häuschen
an den Straßenseiten im Wald.
Nach 5 km lässt
die Steigung zu Beginn der letzten Kehren ein wenig nach. Wunderschön
liegen die 5 Kurven vor uns, auch gibt es nun endlich Ausblicke zu den
Seiten hin, aber auch nach vorne, wo wir die erschreckend steil
aussehende Schlussgerade sehen. Sie scheint im Himmel zu enden und wird
noch einmal von einer Doppelkurve unterbrochen.
Dann liegen fast 7
km mit 9,4% Steigung hinter uns. Auf der Passhöhe stehen einige
Gastronomiebetriebe und ein fotogenes kleines Kirchlein. Es ist recht
kühl und schnell verlassen wir die Höhe.
Für die Abfahrt
wählen wir nun die Hauptstraße. Sie führt uns noch über die Forcella
Aurine. Die 3 km mit 5% Steigung sind ein schöner Ausgang unserer
heutigen Kletterei, denn nun geht es bis zum WOMO nach Agordo nur noch
bergab. Die 7 km werden mit einem durchschnittlichen Gefälle von 6,3%
hinter uns gebracht.
Tourendaten 63
km, 1700 hm |