Astrid und Hermann on Tour

Die Pyrenäen mit Wohnmobil und Rennrad
Spanien, südlich der Pyrenäen

 

Übersicht:

Kapitel 1: Hinreise in aller Kürze
Kapitel 2: Pyrenäen im Osten
Kapitel 3: Spanien südl. der Pyrenäen    
Kapitel 4: Kurzaufenthalt im Westen    
Kapitel 5:
Spanien bis Bilbao  
Kapitel 6 Pyrenäen Total      
Kapitel 7: Heimreise in aller Kürze

 

 

     

 

Nordspanien, südlich der Pyrenäen 

Wir stehen mit dem Wohnmobil nun schon ein paar Tage in Loudenvielle. Neben 2 sehr schönen Radtouren, die wir hier fahren, haben wir allerdings nicht so gutes Wetter. Als wir am Morgen von lauten Baggergeräuschen und von, auf dem Wohnmobil prasselnden Regentropfen geweckt werden, reicht es uns. Astrid macht den Vorschlag nach Spanien, auf die Südseite der Pyrenäen zu fahren. Ich bin sofort damit einverstanden, denn zur Grenze sind es gerade einmal 45 Kilometer.

Wir fahren dazu das Neste-Tal in südlicher Richtung. Die Auffahrt bis zum Eingang des Bielsa-Tunnels, er führt unter dem Pyrenäenhauptkamm hindurch, ist auch mit dem Wohnmobil atemberaubend. Kaum haben wir den Tunnel hinter uns, lacht die Sonne vom Himmel. Kurz nach dem Örtchen Biels kommen wir in das Tal des Rio Cinca. '
Trotz vieler Sucherei auf den Landkarten nach guten Radtouren-Gegenden werden wir auf der spanischen Seite des Gebirges nicht so richtig fündig. Alle Straßen enden irgendwo an der Grenze. So fahren wir die Nationalstraße nach Süden und machen den ersten Halt am Embalse de Mediano.

Für die Nacht ist schnell ein Standplatz am See gefunden. Für unsere erste Tour in Spanien stehen wir hier zu einsam und fahren bis zum nächsten riesigen Stausee dem Embalse el Grado. In der nähe des Staudammes stellen wir das Wohnmobil ab und machen unsere erste Tour unter spanischer Sonne. Da ich unsere Touren mit Mapsource plane und immer relativ kleine Straßen auswähle, finden wir auf unserer Radtour sehr schlechte Straßenbeläge vor. Das war aber reiner Zufall, denn bei unseren anderen Touren in Spanien erleben nur wir gut gepflegte Straßen. Der Höhepunkt der ersten Radtour ist der Alto de Pino. Der Pass liegt 400 Meter über dem Stausee.
Als Standplatz ist uns der Parkplatz an der Staumauer zu belebt. Auf der anderen Seite des Sees haben wir die ultra moderne Wallfahrtskirche Torreciudad entdeckt. Leider werden wir nach einer Besichtigung von dem leeren Parkplatz vertrieben, aber ganz in der Nähe finden wir einen Picknickplatz der uns zum Übernachten dient.

 

Standplatz: N42 09.092 E0 14.523 

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Embalse de El Grado

53

1150

 


Wir starten am nächsten Tag zum Embalse de Barasona. Er wurde in unserem Reiseführer angepriesen, doch für unsere Zwecke ist er wenig geeignet. So suchen wir uns als nächstes Ziel die alte Stadt Alquézar aus. In dieser mittelalterlichen Stadt wird in unserem Reiseführer ein Standplatz ausgewiesen. Auf dem Weg dorthin kommen wir, am Rio Esra, durch die imposante Schlucht. Genau wie am Stausee stellt sich der Standplatz in Alquèsar als zu schräg für uns heraus. Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wasserfallkletterer. Wir fahren nach einer Stadtbesichtigung aber weiter und in dem kleinen Örtchen Radiquero entdecken wir endlich das was wir suchen. Einen Standplatz für die Nacht und einen guten Ausgangspunkt für eine Radtour.

 

Standplatz: N42 10.329 W0 00.344

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Radiquero

62

1130

 


Auf der Radtour haben wir einen Parkplatz im Nationalpark Parque de Sierra Y Canones de Guara gesehen, so brechen wir sofort nach der Tour dorthin auf. Von einer Radtour sehen wir hier ab und machen eine herrliche Wanderung. Noch am späten Nachmittag setzen wir unsere Fahrt nach Westen fort. Nach dem Studium der Landkarte haben wir westlich von Huesca den riesigen Stausee Embalse de Sotonera entdeckt. In Tormos am E-Werk finden wir einen Picknickplatz der uns 3 Tage zum Nächtigen dient. Nur eine Tour fahren wir von hier mit dem Rennrad. Sie führt uns hinauf zum Point de Major auf 900 Meter. Es gibt hier am Stausee viel zu entdecken und so verbringen wir die anderen Tage mit Wanderungen und Touren mit dem Treckingrad.

Standort: N42 06.227 W0 40.073

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Tormos

144

1417

 


Wir setzen unsere Reise fort und versuchen den Bergen wieder näher zu kommen. So fahren wir in Richtung Norden und kommen durch das Tal des Rio Gàllego. Am Talende, in Santa Maria, finden wir zwar eine Wasserstelle, das Wohnmobil muss aufgefüllt werden, jedoch keinen geeigneten Standplatz. Erst in La Peña Estación, an einem Bahnhof, werden wir fündig. Unsere Radtour, wir nehmen die Treckingräder, führt uns zu einer Schlucht. Leider endet der Weg im Dickicht und so kehren wir um. Ein verlassenes Dorf und der 1128 Meter hohe Collada da Barza ist nun unser Ziel. Nach unserer Rückkehr fällt uns ein penetranter Karbolineum-Geruch auf. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Imprägnierwerk. Und so beschließen wir, uns am nächsten Tag einen neuen Standplatz zu suchen.

Standplatz: N42 22.829 W0 41.726

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

La Peña Estación

60

1000

 

 

Nicht weit entfernt, in Anzánigo, gibt es ihn. Ein Standplatz der zwar auch direkt am Bahnhof liegt, dieser wird jedoch nur 2 Mal am Tag von den Zügen angefahren. Unsere Radtour führt uns über den Puerto de Oroel (1071 Meter) nach Jacca. Auch anschließend geht es noch einmal auf diese Höhe. Kurz nach Jacca sehe ich ein Schild am Straßenrand, dass auf eine kleine Ortschaft Namens „Ulle“ hinweist. Am Abend fahren wir in ein einsames Tal. Dort hatten wir auf unserer Tour einen schönen Standplatz entdeckt. Kaum sind wir aber vor Ort, tauchen zwei große Sattelzüge auf. Sie holen von einem Bauernhof Schlachtvieh ab. Astrid kann das Gebrülle der Tiere nicht ertragen und so suchen wir uns ein neues Ziel.

Standplatz: N42 24.213 W0 38.685

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Anzánigo

83

1274

 


Am Rio Aragòn werden wir fündig. Kurz vor dem Embalse de Yesa biegen wir in eine kleine Nebenstraße ein. Nachdem wir auf einer baufälligen Brücke den Fluss überquert haben, fahren wir auf einer Holperstrecke einen Kilometer am Fluss entlang. Hier kommt bestimmt kein Mensch mehr hin, denken wir. Das stimmt auch, dafür aber ein Abendgewitter wie wir es noch nicht erlebt haben. Die Wassermengen, die vom Himmel fallen, verhindern eine baldige Weiterfahrt. Der kleine Weg ist wegen Überschwemmung nun für uns nicht mehr passierbar. Mit dem Wohnmobil kommen wir nicht fort, mit dem Rad geht’s aber. So machen wir von diesem Standplatz aus 2 herrliche Radtouren. Die beiden Touren führen uns durch einsamste Gegenden. Auch hier haben wir wieder das Phänomen, dass einige Straßen nicht auf unseren Karten verzeichnet sind.

Standplatz: N42 35.434 W0 53.165

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Rio Aragòn

89

1380

Rio Aragòn

61

1123

 


Es zieht uns wieder in Richtung Frankreich. In Isaba, es liegt kurz unterhalb des Col Pierre de la Saint Martin, finden wir am Beginn der Passauffahrt einen Standplatz. Wir verbringen hier nur die Nacht und belassen es bei einem Stadtbummel in dieser baskischen Stadt. Es sieht hier anders aus als im übrigen Spanien. Alles ist fein rausgeputzt und die Häuser ähneln fast denen in Bayern.

Standplatz: N42 51.762 W0 55.332

 

Wir fahren weiter nach Ochagavia. Hier findet am nächsten Tag die Radrundfahrt Iraty-Extrem statt. 108 km und 3800 Höhenmeter soll die Tour haben. Bei der Anmeldung wird ein ärztliches Gutachten verlangt. Woher sollen wir es nehmen? Also Start = Fehlanzeige. Die Gegend ist hier herrlich und am Embalse de Yesa habe ich, hoch oben auf dem Berg, Sendeanlagen gesehen. Wo so etwas aufgebaut ist, muss auch eine Straße hinführen. Nach dem Studium der Landkarten entdecken wir die Stelle. Es handelt sich um den Pic de Arangoiti. Er ist 1355 Meter hoch und liegt ca. 800 Meter über dem Embalse de Yesa. Der Berghang fällt zum Stausee hin steil ab und ist ein beliebter Startplatz für Hanggleiter.

Standplatz: N42 54.346 W1 05.246

Startort Tourenbeschreibung

Tour km

Tour hm

Ochagavia

106

1580