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Nordspanien, südlich der
Pyrenäen
Wir stehen mit dem Wohnmobil nun schon
ein paar Tage in Loudenvielle. Neben 2 sehr schönen Radtouren, die wir hier
fahren, haben wir
allerdings nicht so gutes Wetter. Als wir am Morgen von lauten
Baggergeräuschen und von, auf dem Wohnmobil prasselnden Regentropfen geweckt
werden, reicht es uns. Astrid macht den Vorschlag nach Spanien, auf die
Südseite der Pyrenäen zu fahren. Ich bin sofort damit einverstanden, denn zur
Grenze sind es gerade einmal 45 Kilometer.
Wir fahren dazu das Neste-Tal in
südlicher Richtung. Die Auffahrt bis zum Eingang des Bielsa-Tunnels, er führt
unter dem Pyrenäenhauptkamm hindurch, ist auch mit dem Wohnmobil
atemberaubend. Kaum haben wir den Tunnel hinter uns, lacht die Sonne vom
Himmel. Kurz nach dem Örtchen Biels kommen wir in das Tal des Rio Cinca. '
Trotz vieler Sucherei auf den Landkarten nach guten Radtouren-Gegenden werden
wir auf der spanischen Seite des Gebirges nicht so richtig fündig. Alle
Straßen enden irgendwo an der Grenze. So fahren wir die Nationalstraße nach Süden
und machen den ersten Halt am Embalse de Mediano.
Für die Nacht ist schnell
ein Standplatz am See gefunden. Für unsere erste Tour in Spanien stehen wir
hier zu einsam und fahren bis zum nächsten riesigen Stausee dem Embalse el Grado. In der nähe des Staudammes stellen wir das Wohnmobil ab und machen
unsere erste Tour unter spanischer Sonne. Da ich unsere Touren mit Mapsource
plane und immer relativ kleine Straßen auswähle, finden wir auf unserer
Radtour sehr schlechte Straßenbeläge vor. Das war aber reiner Zufall, denn bei
unseren anderen Touren in Spanien erleben nur wir gut gepflegte Straßen. Der
Höhepunkt der ersten Radtour ist der Alto de Pino. Der Pass liegt 400 Meter über dem
Stausee.
Als Standplatz ist uns der Parkplatz an der Staumauer zu belebt. Auf der anderen
Seite des Sees haben wir die ultra moderne Wallfahrtskirche Torreciudad
entdeckt. Leider werden wir nach einer Besichtigung von dem leeren Parkplatz
vertrieben, aber ganz in der Nähe finden wir einen Picknickplatz der uns zum
Übernachten dient.

Standplatz: N42 09.092 E0 14.523
Wir starten am nächsten Tag zum Embalse de Barasona. Er wurde
in unserem Reiseführer angepriesen, doch für unsere Zwecke ist er wenig
geeignet. So suchen wir uns als nächstes Ziel die alte Stadt Alquézar aus.
In dieser mittelalterlichen Stadt wird in unserem Reiseführer ein Standplatz ausgewiesen.
Auf dem Weg dorthin kommen wir, am Rio Esra, durch die imposante Schlucht. Genau wie am
Stausee stellt sich der Standplatz in Alquèsar als zu schräg für uns heraus.
Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wasserfallkletterer. Wir fahren
nach einer Stadtbesichtigung aber weiter und in dem kleinen Örtchen Radiquero entdecken wir endlich das was wir suchen. Einen Standplatz für die
Nacht und einen guten Ausgangspunkt für eine Radtour.
Standplatz: N42 10.329 W0 00.344
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
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Radiquero |
62 |
1130 |
Auf der Radtour haben wir einen Parkplatz im Nationalpark
Parque de Sierra Y Canones de Guara gesehen, so brechen wir sofort nach der
Tour dorthin auf. Von einer Radtour sehen wir hier ab und machen eine
herrliche Wanderung. Noch am späten Nachmittag setzen wir unsere Fahrt nach
Westen fort. Nach dem Studium der Landkarte haben wir westlich von Huesca den
riesigen Stausee Embalse de Sotonera entdeckt. In Tormos am E-Werk finden wir
einen Picknickplatz der uns 3 Tage zum Nächtigen dient. Nur eine Tour fahren
wir von hier mit dem Rennrad. Sie führt uns hinauf zum Point de Major auf 900 Meter. Es
gibt hier am Stausee viel zu entdecken und so verbringen wir die anderen Tage
mit Wanderungen und Touren mit dem Treckingrad.
Standort: N42 06.227 W0 40.073
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
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Tormos |
144 |
1417 |
Wir setzen unsere Reise fort und versuchen den Bergen wieder
näher zu kommen. So fahren wir in Richtung Norden und kommen durch das Tal des
Rio Gàllego. Am Talende, in Santa Maria, finden wir zwar eine Wasserstelle,
das Wohnmobil muss aufgefüllt werden, jedoch keinen geeigneten Standplatz.
Erst in La Peña Estación, an einem Bahnhof, werden wir fündig. Unsere Radtour,
wir nehmen die Treckingräder, führt uns zu einer Schlucht. Leider endet der
Weg im Dickicht und so kehren wir um. Ein verlassenes Dorf und der 1128 Meter
hohe Collada da Barza ist nun unser Ziel. Nach unserer Rückkehr fällt uns ein
penetranter Karbolineum-Geruch auf. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein
Imprägnierwerk. Und so beschließen wir, uns am nächsten Tag einen neuen
Standplatz zu suchen.
Standplatz: N42 22.829 W0 41.726
Nicht weit entfernt, in Anzánigo, gibt es
ihn. Ein Standplatz der zwar auch direkt am Bahnhof liegt, dieser wird jedoch
nur 2 Mal am Tag von den Zügen angefahren. Unsere Radtour führt uns über den
Puerto de Oroel (1071 Meter) nach Jacca. Auch anschließend geht es noch einmal
auf diese Höhe. Kurz nach Jacca sehe ich ein Schild am Straßenrand, dass auf
eine kleine Ortschaft Namens „Ulle“ hinweist. Am Abend fahren wir in ein
einsames Tal. Dort hatten wir auf unserer Tour einen schönen Standplatz
entdeckt. Kaum sind wir aber vor Ort, tauchen zwei große Sattelzüge auf. Sie
holen von einem Bauernhof Schlachtvieh ab. Astrid kann das Gebrülle der Tiere
nicht ertragen und so suchen wir uns ein neues Ziel.
Standplatz: N42 24.213 W0 38.685
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
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Anzánigo |
83 |
1274 |
Am Rio Aragòn werden wir fündig. Kurz vor dem Embalse de Yesa
biegen wir in eine kleine Nebenstraße ein. Nachdem wir auf einer baufälligen
Brücke den Fluss überquert haben, fahren wir auf einer Holperstrecke einen
Kilometer am Fluss entlang. Hier kommt bestimmt kein Mensch mehr hin, denken
wir. Das stimmt auch, dafür aber ein Abendgewitter wie wir es noch nicht
erlebt haben. Die Wassermengen, die vom Himmel fallen, verhindern eine baldige
Weiterfahrt. Der kleine Weg ist wegen Überschwemmung nun für uns nicht mehr
passierbar. Mit dem Wohnmobil kommen wir nicht fort, mit dem Rad geht’s aber. So
machen wir von diesem Standplatz aus 2 herrliche Radtouren. Die beiden Touren führen uns durch einsamste Gegenden.
Auch hier haben wir wieder das Phänomen, dass einige Straßen nicht auf unseren
Karten verzeichnet sind.
Standplatz: N42 35.434 W0 53.165
Es zieht uns wieder in Richtung Frankreich. In Isaba, es liegt
kurz unterhalb des Col Pierre de la Saint Martin, finden wir am Beginn der
Passauffahrt einen Standplatz. Wir verbringen hier nur die Nacht und belassen
es bei einem Stadtbummel in dieser baskischen Stadt. Es sieht hier anders aus
als im übrigen Spanien. Alles ist fein rausgeputzt und die Häuser ähneln fast
denen in Bayern.
Standplatz: N42 51.762 W0 55.332
Wir fahren weiter nach Ochagavia. Hier
findet am nächsten Tag die Radrundfahrt Iraty-Extrem statt. 108 km und 3800
Höhenmeter soll die Tour haben. Bei der Anmeldung wird ein ärztliches
Gutachten verlangt. Woher sollen wir es nehmen? Also Start = Fehlanzeige. Die
Gegend ist hier herrlich und am Embalse de Yesa habe ich, hoch oben auf dem
Berg, Sendeanlagen gesehen. Wo so etwas aufgebaut ist, muss auch eine Straße
hinführen. Nach dem Studium der Landkarten entdecken wir die Stelle. Es
handelt sich um den Pic de Arangoiti. Er ist 1355 Meter hoch und liegt ca. 800
Meter über dem Embalse de Yesa. Der Berghang fällt zum Stausee hin steil ab
und ist ein beliebter Startplatz für Hanggleiter.
Standplatz: N42 54.346 W1 05.246
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
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Ochagavia |
106 |
1580 |
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