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Frankreich, Pyrenäen total
Es ist Mitte Juli und wir fahren auf dem
schnellsten Weg nach Frankreich zurück. In Saint Ètienne de Biagorry, es liegt
Luftlinie 35 km südöstlich von Bayonne, machen wir halt. Die Stadt ist voll
mit parkenden Autos und doch finden wir direkt hinter dem Rathaus völlig neu
angelegte Parkflächen. Wir stehen hier ganz alleine und starten von hier zu
einer Tour nach, ja genau, nach Spanien. Haben wir doch auf der Landkarte den
Pic de Gorremakil gefunden. Er ist 1070 Meter über NN. Um dorthin zu kommen,
stellt sich noch der Col d'Ispegy in den Weg. Er hat zwar nur eine Höhe von
672 Meter, die Auffahrt dort hoch entpuppt sich aber zu einem wunderbaren
Erlebnis. Die zweite Radtour führt uns über 3 Pässe. Den Puerto de Urkakia,
Puerto de Artesiaga und die Westauffahrt zum Col d'Ispegy. Letztendlich
machen wir noch eine Tour ins vermeintlich flache Pyrenäenvorland. Der Col de
Palombières mit nur 330 Meter über NN, hat es aber in sich. 18% auf
feinkörniger, regennasser Straße müssen erst einmal gefahren werden. Ach ja,
auf dem Parkplatz waren wir nur eine Nacht. Wurde doch am nächsten Tag
tatsächlich eine 2 Meter Höhenbeschränkung angebracht. Im Nachbardorf Anhaux
finden wir am Pelotaplatz eine schöne Stellmöglichkeit.
Standplatz: N43 10.113 W1 17.490 (Anhaux)
Wir fahren weiter zur Tour de France. Leider kommt der
Tourtross vom Osten her in die Pyrenäen und so ist viel Fahrerei angesagt,
denn wir sind ja im äußersten Westen. Viele Ecken kennen
wir hier nun schon und so fahren wir über den Col d’Aspin zum Col de
Peyresourde. Dort ist der Schlussanstieg der ersten Pyrenäenetappe. Wir stellen
das Wohnmobil hoch oben im Skizentrum Peyragudes ab. Auf den
letzten Kehren des Col de Peyresourde erleben wir, wie Winokurow den Pass
„hochfliegt“. Die Zeit danach ist knapp, denn schon 2 Tage später wollen wir
die Radstars am Col de la Pierre Saint Martin erleben. Dazu müssen wir durch das
Gebirge wieder ganz in den Westen. Der Campingplatz in Tardets, hier waren wir
ja schon einmal, ist voll. Wir fahren einige Kilometer in Richtung Larrau und
stellen das Wohnmobil an einer Brücke ab. Hier geht die TdF am nächsten Tag
nach Larrau den Pass hoch. Wir wollen die Radler und Tourkarawane aber oben am
Col Piere de la Saint Martin erleben. Dazu starten wir schon sehr früh mit dem
Rad und fahren auf der gesperrten Straße dem Pass entgegen. Auf 22 km sind
hier 1350 Höhenmeter zu überwinden. Wobei die ersten 8 km, fast als flach zu
bezeichnen sind. Leider wird Astrid nach der Tour krank. So verbringen wir
einige Tage auf dem inzwischen fast leeren Campingplatz. In der Nähe haben wir
einen guten Standplatz entdeckt. Wollen wir doch hier noch ein paar Tage
länger verweilen. Zu viele schöne Auffahrten gibt es noch zu fahren. In Montory, an einem kleinen Feriendorf liegt der Standplatz und ist für uns
ideal. Mit der Tour zum Col Pierre de la Saint Martin machen wir 5 schöne
Radtouren. Die Passnamen zergehen uns dabei auf der Zunge wie süßer Honig.
Col Pierre
de la Saint Martin, Col de Marie-Blanque, Col de Soudet, Col de Bargagui, Col d’Aphanize, Col de
Burdincurutcheta und so weiter und so weiter.
Standplatz : N43 05.655 W0
48.736
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
Pässe |
|
La Saison
Col de Pierre de la Saint Martin |
49 |
1500 |
Col de Souscusse, Col de Soudet, Col de la Pierre Saint
Martin |
|
Montory
Skizentrum Arrette de La Pierre Saint Martin |
75 |
1850 |
Col de la Hourcere, Col Souscousse, Col Soudet, Skistation Piere de la Saint Martin,
Col Labays |
|
Montory
Col de
Marie-Blanque |
101 |
1804 |
Col de Lie, Col d'Ichere, Col de Marie Blanque |
|
Montory
Erholung |
54 |
750 |
|
|
Montory
Col de Bargagui/d'Aphanize |
95 |
2480 |
Larrau, Col de Bargagui, Col de Burdincurucheta, Col d'Aphanize |
Wir fahren weiter Richtung Lourdes, ohne
aber der Stadt einen Besuch abzustatten. Bei Lestelle-Bétharram liegt das
Örtchen Montaut. Hier finden wir an einer Sporthalle einen ruhigen Standplatz.
Wir haben bei den Tour de France Pässen von der schönen Auffahrt zum Col
D’Aubisque über den Col de Soulor gelesen. Dorthin starten wir von diesem
Standort.
Standplatz: N43 07.550 W0 11.942
Wir haben den König der Pyrenäen Pässe,
den Col de Tourmalet, im Auge und wollen uns ihm mit dem Wohnmobil ein wenig
nähern. Soweit kommt es aber noch nicht und so muß der Col de Tourmalet noch
warten. Zu viele andere namenhafte Anstiege warten an unserem neuen Standplatz
Pierrefitte auf uns. Hautacam mit dem Col de Tramasel lockt uns aber nicht
alleine. Auch Luz Ardiden und Pont d’Espagne /Station de Lys sind von hier zu
erreichen. Und über den Col de Spandelles wollen wir noch einmal den Col de
Soulor in Angriff nehmen.
Standplatz: N42 57.866 W0 04.173
Entsorgung: N42 57.557 W0 04.594
Wir verlegen unseren Standplatz nach Payolle. Dieser Ferienort
liegt zwischen dem Col d’Aspin im Osten und dem Col de Tourmalet im Westen.
Wir waren schon bei unserer ersten Befahrung des Col d’Aspin hier vorbei
gekommen und haben den Ort mit seinen Bedingungen für das Wohnmobil, als
idealen Standplatz erkannt. Leider ist das Wetter nicht so wie es sein könnte.
Die Auffahrt zum Col de Tourmalet wollen wir aber bei schönem Wetter machen
und so überbrücken wir die Zeit mit anderen Touren und wenn es zu schlecht
wird, mit Wanderungen. Das Leben in Payolle erweist sich dabei als
Glücksgriff. Da Ferienzeit in Frankreich ist, stehen hier viele Wohnmobile in der Landschaft um den kleinen
Stausee verteilt. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit. Gehört man doch
irgendwie zusammen. Unsere erste Tour führt uns nach 2 Tagen regnerischem
Wetter nach Pla d’Adet. Das Skizentrum hoch über Saint Larry gelegen gehört
nach unseren Informationen mit zu den schwersten Anstiegen in den Pyrenäen.
Auf dem Weg dorthin müssen wir über den Col d’Aspin und zurück über Hourquette
d’Ancizan. Die zweite Tour sollte eigentlich zum Col de Beyrèrde führen, doch
die Straße ist nicht fürs Rennrad geeignet. So muss der Col de Cautom, hoch
über Campan herhalten. Tour 3 schließlich führt uns über Hourquette d’Ancizan,
diesmal von der anderen Seite, dem Col d’Azet und Col d’Aspin. Einen Versuch
starten wir bei der 3.Tour. Hatte ich doch am Vortag, auf einer Postkarte,
eine herrliche Serpentinen-Straße gesehen. Sie bildet den Anstieg zum
höchstgelegenen Stausee der Pyrenäen, dem Lac Cup de Long. Unserem Aufenthalt
in den Pyrenäen hätte ohne diesen Anstieg etwas gefehlt. Unbedingt
empfehlenswert. Quasi der Höhepunkt unserer Reise. Die Königsetappe bildet
allerdings die Kombination aus Ostauffahrt Col de Tourmalet, Luz Ardiden und
zurück über die Westauffahrt des Col de Tourmalet.
Standplatz: N42 56.257 E0 18.200
Nach dieser wunderschönen Zeit in Payolle fahren wir nach Saint
Beat. Dort beginnt der Westanstieg zum Col de Mentè. Die Abfahrt kennen wir ja
schon, nur die Auffahrt fehlt noch auf unserer Liste. Es ist unerträglich heiß
und so plane ich nur eine relativ kurze Runde über den Col de Mentè und die
Ostauffahrt zum Col d’Ares. Doch es kommt noch anders. Kaum verlassen wir
Saint Beat über die Brücke der La Garonne steigt die Straße mit 10% an. Die
Temperatur liegt bei 35° Celsius, also nicht gerade ideal um einen schweren
Pass zu fahren. Es kommt aber schlimmer. Auf der Straße sehen wir immer wieder
kleine Teerkrümmel. Sie bleiben am Reifen kleben und schrammen, bei jeder
Umdrehung am Rahmen. Kaum liegen die ersten Kurven hinter uns haben wir den
Salat, frisch verlegte Fahrbahndecke. Von ihr steigt zusätzliche Hitze auf.
40° Celsius zeichnet mein HAC auf. Die eigentlich grandiose Auffahrt
entwickelt sich zur Qual. Erschöpfte Radfahrer stehen am Straßenrand. Die Kehren
erscheinen endlos und es werden die längsten 10 km meines Lebens. Völlig
erschöpft, suche ich, auf der Passhöhe, im Schatten der Bäume, Erholung. Ich
vermute, dass wir mit weniger gutem Trainingsstand, diese Auffahrt abgebrochen
hätten. Aber unsere eigentliche Rundstrecke brechen wir ab. Wir fahren zwar
noch hoch zum Skizentrum Le Mortis, nehmen dann aber die Abfahrt in Angriff
und beenden im Tal diese Tour.
Wir verbringen in Le Mortis eine stürmische Nacht. Mitten in
der Nacht müssen wir das Wohnmobil in den Schutz eines Hauses stellen. Wir
dachten schon der Sturm schmeißst das Wohnmobil um. Am Morgen fahren wir
weiter in Richtung Saint Girons. Dort stehen auch noch ein paar Passauffahrten
auf unserer Liste. Col d’Agnes und Port de Lers. Wir nehmen Saint Girons aber
nicht als Ausgangspunkt, sondern fahren in das Tal der La Saison bis zu einem
kleinen Ort Namens Salau. Es ist der letzte Ort im Tal und wir wundern uns
über die, für diese Gegend untypischen, großen Mietskasernen. Sie sind aber nur
zum teil bewohnt und so ist es auch hier herrlich ruhig.
Standplatz: N42 45.323 E1 11.318
Zwei Radtouren starten wir von Salau aus.
Die 1. führt uns über die frisch mit Split versehene Nordauffahrt zum Col de
Latrape, weiter über die herrliche Nordauffahrt des Col d’Agnes zum Port de
Lers. Und wieder über den Col d’Agnes zurück. Die nächste Tour fahren wir über
die Westauffahrt zum Col de Saraillè über die Nordostauffahrt zum Col d’Agnes/Port
de Lers. Weil es so gut läuft, fahren wir noch hinab nach Vicdessos um den
Anstieg zum Port de Lers/Col d’Agnes von dieser Seite zu fahren.
Astrid möchte am Sonntag einen
Marathonlauf mitmachen. Die fehlende ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung
verhindert einen offiziellen Start. Wir fahren dazu nach Aulus les Bains.
Dieser kleine Kurort liegt unterhalb des Col de Latrape. Während Astrid am
Marathonlauf teilnimmt, besuche ich mit dem Rad Col de Latrape, Guzet-Neige
und fahre noch einmal den herrlichen Anstieg zum Col d’Agnes.
Standplatz: N42 47.384 E1 20.064 (
Entsorgungsstation am Ortsausgang)
Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Massat. Warten hier doch
noch einige Pässe darauf gefahren zu werden. Der Ort gefällt uns nicht so gut
und das Wetter lässt auch zu wünschen übrig. Im Norden von Massat lauern so
gefährlich steile Anstiege wie der zum Col de Crouzette und Col de Pèguère.
Unsere geplante Runde müssen wir allerdings, wegen schlechten Wetters,
unterwegs umplanen.
Standplatz: N42 53.301 E1 20.741
Der Standplatz ist unruhig und Plateau de Beille steht noch auf
unserer Wunschliste. Dazu fahren wir zu einem kleinen Ort in der Nähe von Tarrascon. In Sourba finden wir auch sofort einen Standplatz. Für die Radtour
zum Plateau de Beille nehmen wir nicht die Nationalstraße nach Les Cabannes,
sondern fahren eine kleine Nebenstraße. Sie führt uns über den Pas de
Soulumbrie. Die Abfahrt nach Les Cabannes ist so herrlich, dass ich mich schon
auf die Rückfahrt freue. Die Auffahrt zum Plateau de Beille sollte man bei
einem Pyrenäenaufenthalt nicht verpassen.
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
Pässe |
|
Sorba
Plateau de Beille |
89 |
2590 |
Col de Soloumbrie, Plateau de Beille |
Der letzte Ausgangspunkt für Rennradtouren in den Pyrenäen ist
Ax-les-Therms. Der alte mondäne Kurort ist auch die letzte Station auf die
Strecke nach Andorra. Die Nationalstraße dorthin ist allerdings so stark
befahren, dass wir von einer Radtour nach Andorra absehen. Dafür stehen uns
noch 2 berauschende Radtouren bevor. Die Erste führt uns über den Col du Pradel, (sollte man auf keinem Fall versäumen), zur Ostauffahrt des Col de
Pailheres. Die 2.Tour ist eine besondere Sache. Hat Astrid auf der Landkarte
doch eine rot markierte Straße gefunden. So etwas ist für sie ein absolutes
Muss. Ich gebe zu bedenken, dass es sich dabei um eine Industrieauffahrt
handeln könnte. Sie führt hinauf zu einem Talkum-Abbaugebiet. Zum Glück machen
wir diese Tour an einem Sonntag und sind auf dieser Auffahrt ungestört. Die
Straße ist zudem in einem tadellosen Zustand. Weiter führt die Runde über den
Col de Marmares, Col de Tel und Col de Chioula.
Standplatz: N42 42.886 E1 50.479
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Startort Tourenbeschreibung |
Tour
km |
Tour
hm |
Pässe |
|
Ax-Les-Thermes |
92 |
2640 |
Col du Pradel, Col de Pailheres |
|
Ax-Les-Thermes |
96 |
2340 |
Col de Talc, Col de Marmares, Col de Tell, Col de Chioula |
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