RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Oppershofen
 

1-5 | 6-10

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Tourname: RTF Oppershofen
Startort: Oppershofen
Verein: RSV Frisch Auf Oppershofen
Tourlänge: 41, 71, 114, 151 210, 230 km
Höhenmeter:  hm

 

 

Radmarathon Oppershofen Abruch

Leider, leider,


wir sind direkt von Bimbach nach Oppershofen gefahren. Es liegt etwas nördlich von Frankfurt und wir kommen erst im Dunkeln dort an. Den Startort und einen passenden Standplatz fürs Wohnmobil finden wir sofort. Auf dem Parkplatz steht schon ein anderes Wohnmobil und einige Kombis, von denen die Fahrer wohl in ihren Fahrzeugen nächtigen.


Kaum hat der Wecker geschellt, hören wir schon wie es anfängt zu regnen. Von den am Abend gesichteten Fahrzeugen sind schon einige wieder verschwunden, ihnen war das Wetter wohl zu unangenehm. Wir machen uns missmutig fertig und verpassen den Start schon wieder um 30 Minuten. Es ist uns aber egal, denn wir hoffen, dass der Regen aufhören wird. Astrid meldet uns an und schon wieder werden die südlich der Lahn wohl schon üblichen 20 Euro Startgeld verlangt. Auf ihre Beschwerde hin, preist man die super Streckenverpflegung an.


Wir fahren im Regen los. Die Strecke steigt nur allmählich an, hat aber nach 10 Kilometern einen kleinen Anstieg mit max 8 %. In Rod am Berg zeigt unser HAC aber schon die 12% an. Dieser Anstieg ist 2 Kilometer lang und hat eine mittlere Steigung von 6,4%. Nach einer kurzen Abfahrt beginnt der eigentliche Anstieg zum Feldberg im Taunus.

Auf den nächsten 11 Kilometern müssen wir 480 Höhenmeter überwinden. Nach der Straße zu urteilen, ging hier wohl das Rennen "Rund um den Henniger Turm" her. Oben bei dem Aussichtspunkt ist die erste Kontrolle bei Kilometer 40 aufgebaut. Die HelferInnen sind freundlich, aber das Verpflegungsangebot nicht überzeugend. Es hat bisher nur leicht geregnet und ich habe mich schon daran gewöhnt. In der Abfahrt öffnet der Himmel aber alle Schleusen und im Nu sind wir durch nass. Zudem fallen die Temperaturen um einige Grade und ich friere erbärmlich. In mir reift der Gedanke, bei diesem Wetter das Handtuch zu werfen.

Bis zur 2. Kontrolle haben wir noch 2 kurze 12%er zu überwinden. RadfahrerInnen haben wir bisher so gut wie keine gesehen. Nur bei der Abfahrt zum Feldberg war die Strecke kurze Zeit gegenläufig und dabei kamen uns einige entgegen. Da es auch nach der 2. Kontrolle nicht aufhört zu regnen und wir nun fast am Ziel vorbei fahren, beschließe ich die Tour abzubrechen.

Mir ist kalt und nach den Anstrengungen in Rockenhausen und Bimbach fehlt mir auch die richtige Motivation, diese Tour unter den schlechten Bedingungen zu Ende zu fahren. Astrid lässt es sich aber nicht nehmen und setzt ihre Fahrt fort. Nach 2 Kilometern und gefahrenen 88 Kilometer komme ich frierend zur Donnersberghalle. Zum Glück sind die Duschen schön warm.

Kaum ist Hermann verschwunden, lacht die Sonne am Himmel. Mir geht es wesentlich besser als gestern und ich habe richtig Lust weiter zu fahren. Die Strecke ist ruhig und verkehrsarm und führt nun über das flache Land, meist im Zickzack durch Felder oder kleine Orte. Kurz nach unserer Trennung erscheint ein Schild "Oppershofen" 2km und ich befürchte schon, dass ich auf eine falsche Strecke geraten bin, aber es geht weiter. Ich habe das ein oder andere Problem mit den Pfeilen, die mir nicht eindeutig erscheinen.

Dann kommt die 3. Kontrolle. Hier kommen anscheinend alle Strecken durch. Außer mir ist aber niemand zu sehen. Ich scheine die letzte auf der Strecke zu sein.
Dann kommt die Streckenteilung. Ich fahre weiter. Ein Schild ist auf einem Überweg angebracht. Lange kommt kein weiteres Schild und ich denke ich habe mich verfahren und fahre wieder zurück. Hier stelle ich dann fest, dass ich wieder in der Nähe der 3. Kontrolle bin und versuche es noch einmal in die gleiche Richtung, da mir nichts besseres einfällt.

Nach langer Zeit entdecke ich wieder ein Schild. Ich habe immer wieder Probleme der Strecke zu folgen. Dann finde ich kein Schild, entdecke aber eins in der Querstraße und fahre danach weiter. Ich frage mich inzwischen, wie die VeranstalterInnen auf die vorgesehenen Höhenmeter kommen wollen, denn es geht immer weiter durch die Felder.

Unterwegs treffe ich einen Fahrer der die 110 gefahren ist. Wir fahren zusammen weiter. Ich frage mich manchmal, woher er weis, wo es langgeht, denn über die Beschilderung müsste ich immer wieder länger nachdenken, bevor ich mich dann für eine Richtung entscheiden könnte. Das Rätsel lässt sich leicht lösen. Er kommt hier aus der Gegend und kennt sich gut aus. Schon wieder ein Schild "Oppershofen" 1km. Ja, und dann dauert es auch nicht lange und ich bin im Ziel.

Mein Begleiter meinte, er hätte keine Probleme gehabt mit der Streckenfindung, obwohl auch seine Strecke schlecht ausgeschildert war, denn er kennt die Gegend. Schade, dass ich die Gegend nicht bzw. die Strecke nicht kannte, dann hätte ich gewusst, dass ich schon lange nicht mehr auf der Marathonstrecke war. Bestätigungen aufzuhängen, kostet eben Zeit und da ist es doch bequemer ein Schild in die Kurve zu hängen oder auch dahinter und schon ist man schnell fertig mit der Ausschilderung.

Ich erkundige mich wie ich wieder auf die Strecke kommen kann. Kein Problem, ich brauche nur die Strecke entgegengesetzt wieder zurückzufahren. Das erscheint mir nach dieser tollen Beschilderung aussichtslos. Es scheint so zu sein, dass ich auf die 40er Tour abgebogen bin nach ca. 100km. Schade, ich wäre den Rest der Strecke gerne noch gefahren. Das Wetter ist super.

Ja, was sollen wir sagen, der dritte Marathon, an einem Wochenende, wurde nicht geschafft. Ob so, oder so nicht. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr besser. Es kommen ja noch viele andere und in 2 Wochen sind wir wieder in dieser Gegend, dann versuchen wir es in Nieder-Weisel. Wahrscheinlich nehmen sie dort auch 20 Euro Startgeld, wir sparen schon einmal am Essen. Bilder gibt es wegen des Regens auch nicht viele.

Astrid und Hermann

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