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RTF Neustadt / Hessen

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20

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Tourname: RTF Neustadt Hessen
Startort: Neustadt
Verein: Radfahrverein 1898 Neustadt
Tourlänge: 41, 71, 110 km
Höhenmeter: 750 hm

 

 
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Neustadt Hessen 2004,

Nachdem wir am Ostersonntag nach der Tour in Köln noch mit ein paar Freunden aus der RTF-Szene zusammen gehockt und über die eine und andere Tour geplaudert haben, Peter erzählt über seine Flandernrundfahrt, fahren wir weiter ins hessische Neustadt. Die Fahrt verläuft reibungslos und um 18:00 Uhr kommen wir an der Waldschule in Neustadt an. Wir stellen unser Wohnmobil direkt an der Schule ab und machen einen ausgiebigen Spaziergang durch die Randlage von Neustadt.

Es ist sehr kalt und der Wetterbericht hat für die Nacht Frost bis -4 ° Grad Celsius vorher gesagt. In der Nacht ist an schlafen nicht zu denken. Der Parkplatz der Schule ist, da sehr abgelegen vom Ort, ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen. Abwechselnd werden wir von, die Bahnstrecke Kassel-Frankfurt verläuft in unmittelbarer Nähe, durchfahrenden Zügen, grölenden Jugendlichen und mit durchdrehenden Rädern startenden Autos geweckt. Mein letzter Blick zur Uhr ist um 3:30 Uhr, dann schlafe ich übermüde doch noch ein.

Der Start in Neustadt ist schon um 7:00 Uhr. Beim Ausladen des Dreirades findet sich auch Jürgen aus Alsfeld ein. Er klagt über Kniebeschwerden und will schon so früh es geht losfahren. Astrid fährt schon, um in der Zeit zu bleiben, zur ersten Startzeit mit ihrem Dreirad los. Mir ist es aber noch viel zu kalt (-2°). Ich frühstücke erst einmal ausgiebig und gehe dann um 8:25 Uhr auf die Strecke.

Die Tour führt uns, die ersten Kilometer, über eine breite Militärstraße leicht ansteigend nach Stadtallendorf. Ich habe 3 Begleiter gefunden und zusammen fahren wir Amöneburg entgegen. Der Ort sieht aus wie der Hohenstaufen bei Ottenbach, den wir ja vom Alb-Extrem kennen. Die Straßen sind zu dieser frühen Stunde noch fast autofrei und in einem sehr guten Zustand.

Weiter geht es in südlicher Richtung. In dem kleinen Ort Erfurtshausen ist die erste Kontrolle aufgebaut. Nun ändert sich die Fahrtrichtung und die Strecke führt uns auf Marburg zu. Zur rechten habe ich immer Amöneburg im Blick. Kurz vor Marburg, ich bin inzwischen wieder alleine, biege ich rechts ab und komme nach Groß-Seelheim.

5 Kilometer vor der 2. Kontrolle führt die Strecke an einigen Baggerseen vorbei. Auf den gegenüber liegenden Ackerflächen haben sich ca. 50-80 Schwäne eingefunden. Sie sind aus ihren Winterquartieren zurück und warten bestimmt wie wir auch, auf angenehmere Temperaturen. Weiter geht es immer relativ flach bis zur Kontrolle nach Stausebach. Kurz vorher werde ich von 3 Radlern überholt. Sie fahren mir aber zu schnell und ich lasse sie ziehen.

An der Kontrolle ist auch der Abzweig der 71er Strecke. Hatte der Veranstalter auf bergige Passagen bisher verzichtet, so hält er für die 111er Fahrer nun einige Leckerbissen bereit.  Es geht hoch nach Himmelberg und nach einer kurzen Abfahrt weiter hoch nach Rauschenberg. Ich finde der Veranstalter hat eine wunderbare Strecke ausgesucht und ich freue mich auf den weiteren Verlauf. Über Schönstadt geht es nun nach Bracht. Ab hier folgt wieder ein wunderbarer Anstieg durch den Burgwald.

Leider habe ich schon lange keine anderen Radfahrer mehr gesehen, trotzdem steigt meine Freude ans fahren mit jedem Höhenmeter und jedem Grad Temperaturanstieg. Oben am höchsten Punkt ist die dritte Kontrolle aufgebaut. Kurz zuvor taucht Astrid vor mir auf und ich sehe wie sie sich den Berg hinauf arbeitet. An der Kontrolle treffe ich auch Jürgen wieder, er hat Astrid in langsamer Fahrt begleitet.

Zusammen nehmen wir das letzte Teilstück in Angriff. Das Streckenprofil verspricht leider nur noch einige kleine Wellen. Jürgen ist mit den bisherigen Anstiegen wohl schon bedient und fährt lieber mit Astrid die Tour zu Ende. Da an der Kontrolle eine Gruppe mit ca. 10 Fahrern ankommt und sie sehen „schnell“ aus, versuche ich mich auf den letzten 30 Kilometern nicht einholen zu lassen. Ziele muss man ja haben. Es läuft gut bei mir.

Die von den Helfern an der Kontrolle versprochenen Wellen, stellen kein Problem dar. Und so geht es in rasanter Fahrt, durch die Orte Ernsthausen, Wolferode und Hatzbach dem Ziel entgegen. Das kleine Stück schlechte Wegstrecke zwischen Halsdorf und Ernsthausen ist bestimmt auch noch veränderbar.

Fazit:

Die Ausschilderung ist auf der gesamten Strecke perfekt. Vorankündigungen, 2 bis 3 Schilder an den Richtungswechseln und immer eine Bestätigung nach den Kurven. Herzlichen Glückwunsch dem Radfahrverein 1898 Neustadt, ihr habt mit der Strecke und der Organisation uns Radsportlern eine perfekte und schöne Veranstaltung beschert.

Hermann

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