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RTF Neu Isenburg
 

Tourname: RTF Neu Isenburg
Startort: Dietzenbach Steinberg
Verein:
Tourlänge: 41, 73, 111, 151 km
Höhenmeter:  hm

 

 

 
RTF Neu Isenburg 110 km auf einer größeren Karte anzeigen

Achtung! Karte zeigt die 119er Strecke

 

Neu Isenburg 2009,

Allgemeine Daten:
Gefahrene Strecke: 151 km
Alternativ: 119, 75, 41 km
Strecke: leicht
Autoverkehr: Gering
Landschaft: Sehr schön
Ausschilderung: Sehr Gut
Verpflegung unterwegs: Sehr gut
Verpflegung im Ziel: Gut
Gesamte Tour: Sehr gut

Eine schwere 111er im Saarland, oder eine einfache 150er in Hessen? Ich bin dieses Jahr noch keine 150er gefahren, also Wecker gestellt und früh im Dunkeln ab nach Neu-Isenburg. Die Startmodalitäten wurden zügig erledigt, und es konnte losgehen. Ich fuhr ich die ersten Kilometer noch alleine, bekam aber dann Anschluß an eine Gruppe, die im flachen ersten Teil zügig Tempo machte. Bereits hier fiel auf, daß trotz Ballungsgebiet Rhein-Main nur wenig Ampeln auf der Strecke die Fahrt behinderten. Zudem war der Teer auf der Straße in hervorragendem Zustand, daß es richtig schön rollte.

Kurz nach der ersten Kontrolle, nach insgesamt 35 km, war Schluß mit flach und flott. Die ersten Hügel stellten sich in den Weg, und ich fuhr alleine weiter. Die Strecke führte meist über kleinere Land- und Kreisstraßen, auf denen so gut wie kein Verkehr herrschte. Meist ging es durch Laubwald, gelegentlich aber auch durch landwirtschaftliches Gebiet. Nur wenige Ortsdurchfahrten unterbrachen die grüne Kulisse.

In Rimhorn war die zweite Kontrolle direkt an der Streckenteilung 119/151 km aufgebaut. Ich überlegte kurz, dachte dann an das Lied der Handballweltmeisterschaft "Wenn nicht jetzt, wann dann..." und bog ein auf die lange Tour. Inzwischen hatte ich die Regenjacke an, es tröpfelte. Nach fünf Minuten hörte es auf zu regnen, und ich bezwang in voller Montur ziemlich geschwitzt die höchste Stelle der Tour.

Hier oben zog ich die Regenjacke aus, und als die Tour oben auf dem Berg weiterführte, fing es natürlich wieder an zu regnen. Ich ließ mich von den paar Tropfen diesmal nicht verrückt machen, was sich als richtig erweisen sollte, denn auch jetzt dauerte das nasse Vergnügen nur 10 Minuten. Einer lang gezogenen Abfahrt folgte direkt ein Gegenanstieg. Oben war die dritte Kontrolle aufgebaut.

Hier bekam ich von den Helferinnen ein Lehrstück weibliche Logik geboten: " Jetzt kommt nur noch ein Anstieg, der ist aber nicht schwer, nur steil, da müssen Sie früh genug runterschalten." Nicht schwer, aber steil. O.k.. Lassen wir das mal so stehen.

Also wieder kurz über die Höhe, und dann zackig runter ins Tal. Der nicht schwere Anstieg fing flach an und wechselte dann tatsächlich ins Steile. Runterschalten, raus aus dem Sattel, und dann haben wir das auch geschafft. Noch eine Abfahrt, und dann fing die RTF für mich erst richtig an.

Als ich ins Flache kam, hatte ich 115 km hinter mir, und für mich war es die erste 150er Tour in diesem Jahr. Das Gelände war jetzt offen, so daß der Wind den Fahrern auf der Strecke entgegenblies. Dementsprechend schwer tat ich mich jetzt. Langsam, mit viel Kraft und Mühe quälte ich mich zur vierten Kontrolle. Hier kam ich wieder zu Kräften. Der tote Punkt war überwunden, und ich fuhr die RTF zügig zu Ende.

Fazit:

35 km flach zum Einfahren, dann vier kräftige Anstiege mit entsprechenden Abfahrten im Odenwald und 40 km flach zum Ausrollen ins Ziel. Die vier Berge und verschiedene kleinere Hügel im Mittelteil summierten sich dann doch noch auf 1300 hm. Die Tour empfand ich als einfach, weil es keine knackigen Anstiege, sondern sacht hochführende Straßen waren, über die die Tour führte. Die Verpflegung war sehr gut, die Landschaft abwechslungsreich und schön, der Verkehr auch in Zielnähe sehr gering, die Teerauflage der Straßen im idealen Zustand, und die Organsiation und die Beschilderung vorbildlich.
An dieser RTF war so ziemlich alles erste Sahne. Nächstes Jahr: Gerne wieder.

Christoph Stein

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