RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Marl
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-18

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Tourname: RTF Marl
Startort: Marl
Verein: Staubwolke Marl
Tourlänge: 41, 71, 111 km
Höhenmeter: 550 hm

 

 

 
RTF Marl 110 km auf einer größeren Karte anzeigen

 

Marl 2005,

Marl liegt nur 20 Kilometer von Herne entfernt und so nehmen wir die Gelegenheit wahr zum RTF-Start mit dem Rad zu fahren. Leider ist der erste Starttermin schon um 8:30 Uhr und um diese Uhrzeit wird es gerade hell. Wir ärgern uns ein wenig über diese frühe Startzeit. Bei den Radmarathons ist das ja noch verständlich, doch bei einer 110er Strecke nicht und längere Touren werden heute nicht angeboten.

Wir fahren nicht im Dunkeln los, sondern warten erst einmal bis es hell wird. So kommen wir um 8:30 Uhr am Startort an. Die meisten RTFlerInnen sind natürlich schon unterwegs. Nur wenige RadlerInnen sehen wir auf der Strecke. Eine zeitlang wird ein Radler von TimeBandit unser Begleiter. Die RTF führt uns durch Lippramsdorf  weiter in Richtung Haltern.

Vor dem Ort geht es links ab und wir kommen zur B 58. Der kleine Wirtschaftsweg, auf der anderen Bundesstraßenseite, schlängelt sich bis zur Straße zum Granat. Hier geht es hoch bis zum Abzweig nach Holtwick. Wir sind nun in unserem Wintertrainingsgebiet. Die Straße führt uns an Holtwick vorbei nach Haltern. Die Straßen sind fast autofrei und in einem hervorragenden Zustand.

In Haltern biegt die Strecke links ab und es geht über den kleinen Hügel nach Laversum. Im Ort kommen wir zur ersten Verpflegungsstation. Hier treffen wir auch auf einige RadlerInnen. Es scheinen doch sehr viele StarterInnen unterwegs zu sein, denn auch bei unserer Weiterfahrt laufen wir immer wieder auf kleinere Gruppen auf oder werden von solchen überholt.

Die Tour geht weiter nach Merfeld, zu meinem Leidwesen über eine von mir ungeliebten, 3 Kilometer, geradeaus führende Straße. In diese Richtung fällt sie zum Glück leicht ab und in einer kleinen Gruppe rollt es sich ganz gut. Ab Merfeld geht die Tour weiter in Richtung Rorup. Auch hier sind wir fast ohne Autos auf der Straße. Dirk von der RSG Herne ist inzwischen unser Begleiter.

Er möchte eigentlich nur die 70er Strecke fahren, doch an der Streckenteilung überrede ich ihn weiter mit uns zu kommen. So fahren wir an Rorup vorbei und in Darup hat der Veranstalter sogar den steilsten Anstieg dieser Gegend eingebaut. Mit Dirk gehe ich die Sache geruhsam an und Astrid macht sich auf die Verfolgung eines vor uns fahrenden Radlers.

Oben schließen wir wieder auf. Kurz darauf kommen wir zur zweiten Kontrolle. Wir benötigen bei den kurzen Strecken keine Verpflegung, bekommen aber mit wie sich einige darüber aufregen, dass nichts mehr da ist. An der Kontrolle treffen wir viele bekannte Gesichter, außer Vera und Axel, sie berichten uns von ihrer Italienfahrt, ist auch Jack aus Darmstadt hier.

Bei unserer Weiterfahrt treffen die Düsseldorfer Peter und Stefan ein. Sie sind schneller unterwegs und werden uns gleich einholen. Die Tour führt uns nun am Kloster Gerleve vorbei und anschließend über uns vorher unbekannte kleine Wirtschaftswege. Kaum steigt die Strecke an, fallen Dirk und Astrid zurück, dafür kommen nun Peter und Stefan.

Peter mit den Worten: “So, nun haben wir Hermann von seiner Truppe isoliert“. Wir plaudern ein wenig und sie ziehen davon und ich lasse meine beiden BegleiterInnen wieder heran kommen. Leider sind hier nicht alle Wirtschaftswege asphaltiert und ich handele mir den zweiten Plattfuß an diesem Wochenende ein.

Auch heute hält der erste Ersatzschlauch die Luft nicht und das Schlauchwechseln muss wiederholt werden. Einige Radler bleiben stehen und bieten uns ihre Hilfe an. Auch Ewald aus Solingen gehört zu ihnen. Von dieser Stelle noch einmal vielen Dank.

Die kleinsten Nebenstraßen schlängeln sich bis kurz vor Reken durch die leicht hügelige Landschaft. Erst hier kommen wir wieder auf eine Landstraße. Nachdem auch die 70er Strecke wieder dabei ist, gelangen wir an einem Bauernhof  zur dritten Kontrolle.

Auch hier ist die Verpflegung ausgegangen und einige Radler beschimpfen lauthals die Helfer. Mir gefällt das nicht und sie tun mir Leid, denn sie können daran nichts ändern. Hoffe aber, dass sie den Zorn der Radler weitergeben.

Reken ist der nächste Ort auf der Strecke. Die Tour biegt hier ab und wir kommen über Bahnhof-Reken und Klein-Reken zur Straße die uns zum Granat führt. Ich fahre sie ungern, denn  die drei Wellen werden von vielen unterschätzt und die ersten beiden zu schnell gefahren und für die Dritte fehlt dann die Kraft.

Bis zum Schluss hoffe ich noch, dass die Strecke rechts abzweigt, doch der Veranstalter tut mir den Gefallen nicht. An der letzten Welle sehe ich Dirk vor uns, er war bei meinem Plattfuß weitergefahren und bestimmt froh sein Tempo fahren zu können. Zusammen geht es den Granatberg nun abwärts.

Ein kleines Stück müssen wir über die B 58 und nun kommen wir nach Lippramsdorf. Diesen Teil der Strecke, er ist völlig flach, sind wir schon am morgen gefahren. Die letzten Kilometer führen uns, aufgrund des verkaufsoffenen Sonntags, nun über stark befahrene Stadtstraßen zum Ziel.

Fazit:

Die Marler Tour ist sehr schön, viele Teilstücke, besonders das nach dem Kloster waren uns bisher unbekannt. Dazu die leicht hügelige Landschaft rundet das Bild einer guten RTF-Strecke ab.

Leider war die Beschilderung der Tour sehr spärlich, an einigen Stellen hätte ich mir schon das eine oder andere Schild mehr vorstellen können. Mit einigen kleinen Änderungen würde man sogar den Stadtverkehr in Marl ausweichen können. Dazu brauchte man nur die ersten 5 mit den letzten 5 Kilometern tauschen.

Das heißt auf großen Straßen morgens aus der Stadt hinaus und über kleinere wieder hinein. Aber vielleicht war es ja auch Absicht des Veranstalters, um auf den verkaufsoffenen Sonntag aufmerksam zu machen.

Leider ist an den letzten beiden Kontrollen die Verpflegung ausgegangen. Was ein wenig verwundert. Wenn es schon dem Veranstalter gelingt an einem Sonntag der einzige RTF-Ausrichter in NRW zu sein und die Wettervorhersage schon die ganze Woche  über gutes Radlerwetter verspricht, dann kann man mit einer hohen Beteiligung rechnen und für ausreichende Verpflegung vorsorgen. Komisch ist dabei, dass die kostenpflichtigen Würsten und Getränke im Zielbereich nicht ausgegangen waren. 

Hermann

Streckenverlauf:

Lippramsdorf
Freiheit
Holtwick
Haltern

K 1 Laversum

Merfeld
Welte
Holstenbrink
Rorup
Darup
Billerbeck

K 2 Altstätte

Gerleve
Lette
Letter Bruch
Maria Veen

K 3

Reken
Hülsten
Bahnhof-Reken
Klein-Reken
Granatberg
Lippramsdorf

Marl

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