RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Erden
 

Tourname: RTF Erden
Startort: Erden
Verein:
Tourlänge: 41, 71, 111 km
Höhenmeter: 700 hm

 

 
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Erden 2008,

Allgemeine Daten:
Gefahrene Strecke: 115 km
Alternativ: 42, 76, 155 km
Strecke: leicht, 440 hm
Autoverkehr: Gering
Landschaft: Sehr schön
Ausschilderung: Verbesserungsfähig
Verpflegung unterwegs: Durchschnittlich
Verpflegung im Ziel: Gut
Gesamte Tour: Sehr Gut

Erden ist nicht nur eine RTF, Erden ist etwas für die Entspannung, für ein schönes Wochenende, etwas zum Seele auftanken und die Gemeinschaft jedes teilnehmenden Radsportvereins.
Die RTF fängt für die Teilnehmer nicht erst am Sonntag morgen an, bereits am Freitag Abend ist Nudelparty angesagt, und wer sich warm fahren will, kann am Samstag schon mal eine Permanente des RSC Erden fahren. Samstag Abend lockt dann das Weinstraßenfest im Nachbarort Rachtig. Die touristische Attraktivität des Weinortes Erden sorgt deshalb dafür, dass zahlreiche Vereine ihren jährlichen Vereinsausflug an die Mittelmosel machen, gekrönt von einer landschaftlich sehr schönen RTF.

Ich reise am Sonntag morgen an und begebe mich in den Wintergarten des Vereinsvorsitzenden, denn da ist die Anmeldung. Die Tour führt erst mal 30 km an der Mosel entlang, vorbei an zahlreichen bekannten Weinorten und Weinlagen. In Lösnich geht es auf die andere Moselseite, dann passieren wir viele kleine Moselorte, als größere Orte wären Kröv mit seiner Weinlage "Nackarsch" zu nennen sowie Traben-Trarbach. In Reil queren wir wieder die Mosel, lassen uns an der dortigen Kontrolle den Stempel geben und fahren weiter nach Zell und Alf.

Dort geht es dann weg von den Weinbergen in die Eifel. Wer meint, jetzt kämen die Höhenmeter, der irrt. Denn das Höllental hat nur eine geringe und moderate Steigung. Hier bin ich ganz froh, dass ich die Strecke kenne, denn die Beschilderung (vorher war die Mosel genug Leitlinie) ist doch nur spärlich. Viele vermissten hier Bestätigungschilder, dass sie noch auf der richtigen Tour sind. Und die wären bei Ortsdurchfahrten auch angebracht.

Mich kümmert es wenig, ich biege in Bengel links ab, weil die Tour vor zwei Jahren über den Radweg geführt wurde. Von dort sehe ich auf der Straße zahlreiche Rtfler fahren, was mir zu erkennen gibt, dass die Tour leicht geändert wurde. Nach ein paar Kilometern bin ich wieder auf der Straße und fahre die ausgeschilderte Strecke.

Nach der zweiten Kontrolle wird die RTF auch etwas anders durch die Wittlicher Senke geführt als bei meiner letzten Teilnahme. Durch ein Gewirr von Wirtschaftswegen erreichen wir Osann-Monzel. Hier geht die 155er Schleife ab, für mich gut erkennbar, ich hörte später allerdings, dass zahlreiche Fahrer hier vorbeigefahren sind und so die lange Tour verpasst haben. Nach Monzel geht es rasant hinunter an die Mosel, nicht ohne Herausforderungen, denn die gut ausgebaute Straße verleitet dazu, das Rad mit 60 KM/h und schneller laufen zu lassen, was dann in Kesten mit seinem Kopfsteinpflaster hinter der ersten Kurve für hektische Bremsmanöver sorgt.

Es geht jetzt wieder an der Mosel weiter Richtung Minheim. Ich mag diesen Streckenabschnitt gar nicht, denn hier ist oft ein strammer Gegenwind (heute zu meiner Freude mal nicht) und ein sehr grober Teer, auf dem das Rad so gar nicht rollen will. Kurz vor der Minheimer Brücke ist der Abschnitt geschafft. Der Teer ist wieder einwandfrei, und auf der anderen Moselseite geht es zügig Richtung Erden zurück. Nicht ohne einen kurzen Schlenker von der Mosel weg nach Burgen mit der dritten Kontrolle und Veldenz. Aber auch hier gibt es nur eine kleine Steigung, das Streckenprofil bleibt flach.

Kurz vor Bernkastel als dem Haupttouriort wird der Verkehr für einen kurzen Moment recht stark, läßt nach dem Ortsende aber wieder nach, so dass der Weg nach Erden schnell geschafft ist.

Hier verweilt man sehr gerne im Ziel auf dem Rasen des Vereinsvorsitzenden. Denn das Kuchenbuffet ist vom Feinsten, die herrliche Aussicht auf die Weinberge und das gute Wetter heute sorgen dafür, daß man endlos sitzen bleiben will, am besten bei einem Kabinett oder einer Spätlese, um in Anwesenheit der Erdener Weinkönigin den Nachmittag ausklingen zu lassen.

Fazit:

Erden ist eine RTF zum Genießen, die Strecke mit 440 Höhenmeter ohne echte Herausforderungen. Dafür ist sie landschaftlich vom Feinsten. Wer die Mosel an ihren schönsten Stellen mit dem Rad genießen will, der ist hier richtig aufgehoben. Die RTF lebt vom Engagement des Vereinsvorsitzenden, und das Engagement ist enorm. Leider ist die Beschilderung doch recht spärlich. Vielleicht kann man im nächsten Jahr ein paar Schilder mehr (Bestätigungschilder!) aufhängen?

Christoph Stein

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