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RTF RRC Duisburg

Tourname: RTF Mattlerhof
Startort: Duisburg
Verein: RRC Duisburg
Tourlänge: 41, 71, 112 km
Höhenmeter: ? hm

 

 
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Duisburg 2009,

Allgemeine Daten:
Gefahrene Strecke: 57 km
Eigentlich ausgeschrieben: 112, 75, 44 km
Strecke: leicht, aber fürchterlich unübersichtlich
Autoverkehr: Gering
Landschaft: Sehr schön
Ausschilderung: Sehr gut und katastrophal zugleich
Verpflegung unterwegs: Sehr gut
Verpflegung im Ziel: Gut
Gesamte Tour: Schlecht

Ich habe lange überlegt, einen Bericht zu schreiben. Die RTF wird ehrenamtlich organisiert, die Helfer geben sich viel Mühe und opfern ihre Freizeit, und wenn deren Mühe verrissen wird, frustriert man die engagierten Vereinsmitglieder. Aber es nützt weder dem Veranstalter noch den Fahrern im kommenden Jahr, wenn man Probleme nicht offen anspricht.

Ich habe jetzt 36 Stunden Zeit gehabt , um über die Tour nachzudenken, warum ich falsch gefahren bin. Ein Licht ist mir erst dann aufgegangen, als ich auf einer Website einen Bericht vom letzten Jahr gesehen habe und auf einer weiteren einen Plan der Streckenführung über die 75er Strecke.

Denn die Strecke führte kreuz, quer und gegenläufig über kleinste Straßen und Wirtschaftswege. Nach einem Streckenteilungsschild, das unverständlich war, bei dem mich mein Gefühl aber auf die richtige Strecke lenkte, kam ich kurz nach der Streckenteilung 78/112 km an eine Stelle, die das Dilemma der Streckenführung klar machte. Das Schild zeigte nach rechts, mein Mitfahrer fuhr aber nach links, denn dort hing ein Bestätigungsschild.

Nach Beratschlagen fuhren wir beide nach links, verpaßten meiner Meinung nach eine Schleife der 75er Runde, die nach rechts und dann auf der identischen Straße gegenläufig später zurück führte . Kurz darauf kamen wir nämlich an die zweite Kontrolle, die erste habe ich nicht gefunden. Daß ich dann bei der Zickzack-Streckenführung aus eigener Schuld ein Schild übersah, kurz darauf auf Radler traf, die erst 8 km gefahren waren und dann noch eine Extrarunde fuhr, kam noch dazu. Ich bekam hier zum Glück Anschluß an eine Gruppe heimischer Fahrer, die sich auskannten, denn diese RTF war die erste, bei der ich Angst hatte, das Ziel nicht mehr wiederzufinden.

Fazit: Die Veranstalter haben sich bei der komplizierten Streckenführung keinen Gefallen getan. Schaute man nicht nur nach vorne, sondern auch mal nach links und rechts, dann sah man auf einmal Schilder einer anderen Streckenführung und kam total durcheinander. Grundsätzlich war sonst die Beschilderung genial: Alle Abzweige doppelt und bestätigt, vorbildlich. Aber ich behaupte, daß die Streckenführung dermaßen kompliziert war - die Strecken kreuzten sich, waren gegenläufig, so daß Radler entgegenkamen -, daß eine klare Beschilderung überhaupt nicht möglich ist.

Daß es mir nicht alleine so ging, zeigte die Reaktionen anderer Fahrer im Ziel, kaum einer, mit dem ich gesprochen habe, ist die richtige 75er oder 112er Strecke gefahren. Noch nie habe ich während einer RTF so viele Fahrer gefragt bzw bin von so vielen Fahrern gefragt worden, wie denn der Streckenverlauf wäre.

So leid es mir tut: Sollte der komplizierte Streckenverlauf vom Veranstalter beibehalten werden, ist von einer Teilnahme abzuraten.

Christoph Stein

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