RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Dülmen
 

Tourname: RTF Dülmen
Startort: Dülmen
Verein: Dülmen
Tourlänge: 41, 71, 111, 151, 205 km
Höhenmeter: ? hm

 

 
RTF Dülmen 150 km auf einer größeren Karte anzeigen

 

Dülmen 2007,

Allgemeine Daten:
Strecke: Leicht
Verkehr: Keine Autos gesehen
Landschaft: Sehr schön
Ausschilderung: Hervorragend
Verpflegung unterwegs: Sehr gut
Verpflegung im Ziel: Gut
Duschen: Gut
Organisation: Sehr gut
Tour insgesamt: Sehr gut 

Am Abend vorher: Marathon oder die 152 km? Am Morgen: Wecker eine Stunde falsch gestellt, das war die Entscheidung für die 152 km. Auch etwas: meine längste RTF war bisher bei 120 km.

Bei strömenden Regen ins Auto und ab nach Dülmen. Dort angekommen: Es regnet weiter. Regenjacke an, Fahrrad fertig machen, anmelden: Es hört auf zu regnen, wie bestellt. 8 Uhr Abfahrt, und los geht es.

Auf geteerten Wirtschaftswegen und kleinen Landstraßen geht es ab durch das schöne Münsterland. Autoverkehr: Fehlanzeige. Den genauen Tourenverlauf hat Hermann ja bei seinem Bericht 2006 ausführlich beschrieben. Nach der ersten Kontrolle nach 27 km geht es das erste mal auf eine größere Straße. Allerdings nur kurz, denn die Streckenführung über Wirtschaftswege und autolose kleine Straßen setzt sich fort. So habe ich Zeit, den Bauernhöfen links und rechts einen Blick zuzuwerfen. Einmal kann ich zu meiner großen Überraschung auch Emus in einem eingezäunten Gelände erkennen.

Nach 50 km kommen die Herausforderungen: Die Baumberge. Hier ist am höchsten Punkt auch die 2. Kontrolle aufgebaut. Danach die Streckenteilung. 

Mut. Und die 152 km in Angriff genommen. Junge, die schaffst Du heute. 

Die Routenführung geht jetzt nicht mehr über Wirtschaftswege, sondern mehr über Landstraßen, auf denen auch nur wenig Autoverkehr herrscht. Allerdings merke ich jetzt die Auswirkungen des Wetters, abzulesen an meinen Instrumenten: 

Geschwindigkeit hoch, Pulsmesser niedrig: Rückenwind.

Geschwindigkeit niedrig, Pulsmesser hoch: Gegenwind.

Geschwindigkeitsregelung à la Münsterland.

Und der Pulsmesser ist immer öfter hoch. 

Nach 90 km die nächste Kontrolle. Auch die Fahrer der 152 km - Strecke werden mit Marathonverpflegung beköstigt. Denn das unwirtliche Wetter hat für niedrige Beteiligung gesorgt. Eingerichtet war man auf 150 Marathonfahrer, gekommen waren nur knapp über 50. Im Ziel erfahre ich, daß sich nur 260 Teilnehmer insgesamt auf die Strecken verteilt haben, im Vorjahr waren es um die 800. Schade!
Während ich von den gutgelaunten Helfern verpflegt werde, fängt es jetzt doch an zu regnen. Mit Regenjacke fahre ich weiter, aber was nervt, ist nicht die Nässe von oben, sondern der böige Gegenwind. Fast nur noch offene und langgezogene Landstraßen, auf denen man dem Wind ohne Schutz ausgeliefert ist, machen die nächsten 30 km bis zur nächsten Kontrolle zu einer echten Willensanstrengung.

Nach der letzten Kontrolle geht es dann aber besser. Die Tour geht wieder über Wirtschaftswege, die häufig von Bäumen geschützt sind. Hier rollt es wieder besser, die letzten 15 km gibt es sogar meistens Rückenwind. Kurz vor Dülmen muß ich mit meiner nassen Brille ein Schild übersehen haben. Ich komme ins Zentrum von Dülmen und frage mich ins Ziel durch. Geschafft. Meine erste 4-Punkte Tour. Und zwei sollen dieses Jahr noch folgen. Nur wahrscheinlich mit mehr Höhenmetern. 

Fazit:

Eine tolle RTF, die unter dem Wetter litt und wesentlich mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte. Hervorzuheben sind die Organisation, die Beschilderung mit Extrahinweisen vor gefährlichen Stellen und die vielen freundlichen Helfer.

Christoph Stein

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