RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Dudenhofen
 

Tourname: RTF Dudenhofen
Startort: Dudenhofen
Verein: RV Dudenhofen
Tourlänge: 41, 71, 111 km
Höhenmeter: 900 hm

 

 
RTF Dudenhofen auf einer größeren Karte anzeigen

 

Dudenhofen 2008,


Die 114-km-RTF von Dudenhofen ist mein Ausweichtermin für den ausgebuchten Griesheimer Marathon. Wie schon am Vortag fahre ich mit dem Rad an und es wird fast halb neun, bis ich auf die Strecke gehe.
Gleich an der ersten Kreuzung hängt kein RTF-Schild, Volksradfahren geradeaus ... aus alter Gewohnheit entscheide ich mich für halb rechts, Richtung Harthausen, obwohl ich weiß, dass der Anfang der Strecke geändert wurde. Und richtig, nach einem Kilometer geht es links ab, nach Berghausen.

In Schwegenheim geht es auf einem schmalen Sträßchen am Ortsrand entlang, so schmal, dass google maps mich dem Weg nicht folgen lässt. (ist von Hand markiert.) Dieses Strässchen ist so stark verschmutzt, daß ich bei Nässe dort nicht fahren möchte. Alternative für Ortskundige wäre die (mit Verbundsteinen gepflasterte) Ortsstraße. Der weitere Weg geht zunächst immer durch die Ebene Richtung Berge, die man im Westen langsam näher kommen sieht. Kurz vor Kleinfischlingen die erste Kontrolle (Bananen und Tee) und kurz danach der 40er-Abzweig.

Wir sind jetzt in den Weinbergen und im dem Pfälzerwald Vorgelagerten Hügelland. Deshalb gibt es jetzt ein Auf und Ab. In Essingen wendet sich die Strecke wieder westwärts und steigt tendenziell an. Kurz vor Frankweiler ist die alte Weintraße erreicht, die bereits hoch über der Ebene, kurz vor dem Wald in den Hügeln verläuft. Jetzt zweigt die 70er ab und die Abfahrt führt nach Siebeldingen ins Tal der Queich.

Der weitere Verlauf führt nach Süden und quert alle Täler, die aus dem Pfälzerwald kommen. Zunächst ist ein giftiger Anstieg zu erklettern, wonach es immer wieder auf und ab geht. Nach einer längeren Abfahrt muss kurz vor Klingenmünster ein Höhenrücken überquert werden. Wer früher Neustadt - Strasbourg - Neustadt gefahren ist, kennt diesen Streckenabschnitt. Bei Klingenmünster liegt die Pfalzklinik Landeck. Es ist, auf Deutsch gesagt, eine Klapsmühle, und ich bin nach jeder Vorbeifahrt froh, dass sie mich nicht dabehalten haben.

Es folgt der schönste Teil der Strecke. Immer im Klingbachtal aufwärts bis zum Wild- und Wanderpark Silz (Kontrolle) und dann seitwärts ansteigend aus dem Tal heraus. Kurze Rampen, aber ansonsten gut zu fahren. In Völkersweiler eine Baustelle, die örtlich umfahren wird (nicht in der Karte eingetragen) und nochmal ein kurzer Anstieg, ehe eine kilometerlange Abfahrt nach Annweiler führt.

Annweiler wird auf Seitenstraßen durchfahren, wobei sogar die Fußgängerzone in die Strecke eingebaut ist, dann geht es ein Stück weit auf der alten B 10 (jetzt L 490) durch Queichhambach hindurch. Danach sollte man der Versuchung widerstehen, den Radweg zu benutzen. Er ist zwar gut zu fahren, führt aber nach der Überquerung der neuen B 10 von der Straße weg. Diese biegt links ins Eußertal und danach wieder rechts ins Dernbachtal.

Nach zwei km kommt der gleichnamige Ort und weiter geht es nach Ramberg. Am Ortsausgang wird der Bach überquert und dann beginnt die "Musik": der Anstieg zu den drei Buchen (403 m). Die Abfahrt führt ins Modenbachtal, trifft die 70er-Strecke wieder und nach einer kleinen Gegensteigung ist die Kontrolle in Weyher erreicht und damit auch wieder das Land der Weinberge.

Bis zum Ortsausgang Edenkoben wird der Rest der Höhe in Geschwindigkeit umgesetzt. Allerdings sind die Ortsdurchfahrten stark mit Ausflugsverkehr verstopft, sowohl auf vier Rädern als auch zu Fuß. Dann ist die Rheinebene erreicht, und es geht zurück in östlicher Richtung. Bei der Dudenhofener RTF scheint immer Ostwind zu herrschen. Heute ist es allerdings eher ein Südwind, der von der Seite kommt. Nur der Schwegenheimer Wald bietet etwas Schutz, allerdings auch eine Richtungsänderung in den Wind, und eine Abwechslung für das Auge.

In Schwegenheim wird diesmal eine Wohnstraße befahren, und dann stehe ich an einer Kreuzung ohne Schild. Also zuversichtlich geradeaus gefahren, und an der nächsten Ecke wird man mit einem Schild belohnt. Über Harthausen geht es nun zurück ins Vereinsheim an der Radrennbahn, wo es noch Kuchen und Käsebrötchen gibt. Und sogar Kaffee mit Milch, ehe ich die 40-km-Heimfahrt angehe. Die hat heute hauptsächlich Rückenwind.


Manfred Kiesel

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de