RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Dortmund Scharnhorst (Sommer RTF)
 

Tourname: RTF Do-Scharnhorst (Sommer RTF)
Startort: Do-Scharnhorst
Verein: TuS Scharnhorst
Tourlänge: 41, 71, 111, 151 km
Höhenmeter: 750 hm

 

 
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RTF-Berichte > 2004; > 2003

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Dortmund 2004;

Irgendwie ist es eigenartig, jedes Jahr, wenn die Scharnhorster ihre RTF ausrichten, gibt es nirgendwo für uns eine Alternative. Kein Marathon und auch sonst keine anspruchsvolle Strecke. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als nach Scharnhorst zu fahren.

Leider kommen wir sehr spät zum Start und gehen erst um 11:30 Uhr auf die Strecke. Wir sind natürlich alleine unterwegs. Über Kurl, Lanstrop und Kamen geht es relativ verkehrsarm aus dem Ruhrgebiet hinaus. Kurz nach Nordbrögge kommen wir nach 19 Kilometern zur ersten Kontrolle nach Altefeld.

Hier teilt sich die Tour und die 41 fahren nun schon wieder nach Hause. Für uns geht es weiter auf ruhigen Straßen um Hamm herum. Der Rückenwind ist heute unser ständiger Begleiter. Nur auf 2 andere Radler laufen wir auf und an der 70 er Teilung sind wir wieder alleine.

An der 2. Kontrolle treffen wir noch zwei RadlerInnen aus Waltrop. Zusammen fahren wir kurze Zeit bis es anfängt zu regnen.
Vor uns fahren 2 Radler, die aber geradeaus weiter fahren, während wir den Schildern nach rechts folgen. Nach einiger Zeit merken wir, dass irgendetwas nicht stimmen kann und vermuten, dass wir vielleicht auf der falschen Strecke sind. Da kommen die beiden Radler wieder an uns vorbei und wir erfahren, dass es 2 verschiedene Schilder gibt, die gelben und die weißen. Jetzt erfahren wir, dass wir den gelben Schildern folgen müssen, nicht den weißen.

Das stand irgendwo am Start. Ja, leider haben wir uns nicht alle Schilder durchgelesen, bevor wir losgefahren sind. Ich halte an und ziehe mir erst einmal die Regenjacke über.
Dadurch sind wir natürlich wieder alleine. In Mühlhausen kommen wir zum Abzweig der 150er Strecke. Wir haben schon gar nicht mehr damit gerechnet das die Streckenteilung noch da ist. Also machen wir uns auf zum Haarstrang. Hier führt uns nun die Tour hin.

Da die Strecke zum Teil gegenläufig ist, kommen uns einige RadlerInnen entgegen. Unter ihnen auch Werner von Kurbel Dortmund. Es geht nun auf und ab. Es ist mit Sicherheit der schönere Teil der Tour. An der dritten Kontrolle ist schon alles zusammen gepackt und die Helfer hoffen, dass wir die letzten sind. Sie sollen auch die Strecke abschildern, warten aber auf den Besenwagen. Kurz vor Fröndenberg, auf einen Wirtschaftsweg muss wohl ein Schild verdreht worden sein. Auf jeden Fall ist an der nächsten und übernächsten Straßenkreuzung kein Schild mehr zu sehen. In Ülzen, wir fahren schon die ganze Zeit nach der Startkarte, sind plötzlich wieder Schilder da. Nun kommen wir in Mühlhausen auf die 110er Strecke.

Unsere Freude über die wieder gefundene Strecke währt aber nur kurz. Auf einmal sind schon wieder keine Schilder da. Die Helfer der letzten Kontrolle, wir haben sie nicht mehr gesehen, haben wohl schon abgeschildert. In der Zeit wo fast jeder ein Handy hat, ist das schon ein wenig komisch. An der dritten Kontrolle wussten sie doch ganz genau, dass wir noch kommen. So geht das Suchen nach dem Weg zum Ziel erst richtig los. In jedem Ort wird sich erst einmal durchgefragt. In Do-Lanstrop kommen wir endlich auf uns bekannte Straßen und es geht jetzt reibungslos zum Ziel.

Lieber Veranstalter, auch Eure ach so rührselig vorgetragenen Sorgen um uns erklären nicht, warum nicht der Besenwagen hinter den letzten FahrerInnen herfährt. Auch die Kommunikation von Kontrolle zu Kontrolle solltet ihr einmal überdenken. Es ist doch ein einfaches, wenn jede Kontrolle der Nächsten, den letzten Fahrer meldet. So weiß der Helfer an der Kontrolle doch ganz genau, dass da noch jemand kommt.

Unsere Erkenntnis daraus: Da Eure Tour sowieso nur auf der großen Schleife unseren Interessen entgegenkommt (sie ist leicht hügelig) werden wir uns in Zukunft den Start bei Euch ersparen.

Hermann

 

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Dortmund 2003,

Heute, nach der Bronchitis, die erste Tour. Am Donnerstag sind die RSGler ihren Marathon nachgefahren, das traue ich mich noch nicht.  Wir haben zwar verabredet, dass wir die Tour ruhig angehen lassen wollen, aber der Vorsatz ist schnell vergessen. Ein Pulsdurchschnitt von 149 sagt entweder ich bin noch krank oder wir sind zu schnell. Die Tour geht im weiten Bogen über Kamen und Hamm nach Werl. Astrid will die 150er fahren, ich jedoch nur die 111er. An der Streckenteilung überlege ich es mir anders, denn in meiner Erinnerung, ich bin die Tour ja schon einmal gefahren, ist die 150er Schleife der schönste Teil der Strecke. 

Und so ist es auch, kaum haben wir das Schild zur 150er passiert, die Strecke war bisher flach wie ein Bügelbrett, kommen auch schon die ersten Hügel. Alle 660 Höhenmeter sind wohl auf diesen 40 Kilometern zu verzeichnen. So wird es uns nicht langweilig, denn die Hügel machen so richtig Spaß. Zwar fehlt mir nach der Zwangspause noch die Spritzigkeit, doch es läuft schon ganz gut. Zwischendurch laufen wir auf den kleinen Dortmunder Feuerwehrmann auf. Kaum sind wir an ihm vorbei, dreht er den Spieß um und fährt so an uns vorbei. Wir treffen ihn erst an der nächsten Kontrolle wieder. 

Hier lässt er sich aber sehr viel Zeit und wir fahren dann auch sofort wieder los. Steinen, Hemmerde und Lünern haben wir schon auf verschiedenen anderen RTF's durchfahren. Über Wiehagen, Frohnhausen und Neimen kommen wir nach Fröndenberg, genau auf die Strecke auf der Astrid vor zwei Jahren auch schon mal gelaufen war.

In Mühlhausen treffen wir dann wieder auf die 110er Strecke und von nun an ist die Landschaft wieder flach wie ein Brett. Heeren-Werve, Kamen, Südkamen sind die nächsten Orte auf der Strecke. Do-Lanstrop und Do-Kurl lassen dann schon das Ziel erahnen. Nach 147,8 Km und 5:38 Std. reine Fahrzeit erreichen wir das Ziel. Zwei Stückchen Kuchen können wir auch noch ergattern.

Hermann

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