RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

RTF Borchen

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20

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Tourname: RTF Borchen
Startort: Borchen
Verein: Radtreff Borchen
Tourlänge: 41, 71, 111, 151 km
Höhenmeter: 1500 hm

 
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Berichte von der RTF Bochen  > 2007, > 2005

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Borchen 2007,

Der Startort ist knapp 20 km von meinem Wohnort entfernt, da liegt es nahe, diese Tour mitzunehmen und auch mit dem Rad dort hinzufahren. So mache ich mich morgens gegen 7:40h auf den Weg. Nach knapp 5 km fällt mir dann irgendwie ein daß ich vielleicht auch Geld mitnehmen sollte. Also wieder zurück nach Hause, ein paar Devisen ins Trikot gestopft und zweiter Anlauf, jetzt im beschleunigten Verfahren. Gegen 8:45h komme ich am Startort an. 

Der Start für Trimmfahrer kostet 5 Euro plus 3 Euro Pfand für die Rückennummer. Hui, die Rückennummern scheinen denen echt heilig zu sein. Aber da es das Geld ja später wieder zurück gibt soll's letztlich egal sein. Die Anmeldung geht schnell. Vor dem Start sehe ich die ersten bekannten Gesichter vom RMC Schloß Neuhaus. Kurz vor dem offiziellen Start stehe ich dann auch mit meinem Rad im Pulk. 

Gestartet wird in mehreren Blöcken. Ein paar Helfer sorgen dafür, daß wir sicher auf die Durchgangsstraße kommen. Schon wenige Meter nach dem Start geht das Tempo auf 35-40 km/h. Was dazu führt daß es nach weniger als einem Kilometer vorn im Pulk auch schon zum ersten hektischen Bremsmanöver führt, denn hier muß nochmal nach links auf eine kleinere Straße abgebogen werden. 

Auf dem ersten Abschnitt nach Wewer zerbröselt die Gruppe ein wenig, ein paar ganz schnelle setzen sich nach vorn ab, ich bleibe erstmal für einige Kilometer in der zweiten Gruppe. Es geht zunächst in Richtung Bosenholz und Upsprunge bei Salzkotten. Nach ca. 8 km verläßt die Tour die Landstraßen und führt ab hier eine ganze Zeit fast vollständig über asphaltierte Feldwege, meist ca. 4 Meter breit und in gutem Zustand.

Richtung Ahden geht es nun seicht aufwärts, dabei zerlegt sich die Gruppe dann weitgehend und ich fahre nun ein Stück allein, bis ich wieder auf andere Fahrer aufschließe. Bei Ahden ist dann schon die erste Kontrolle erreicht, und zwar unten am Ortsrand und nicht oben am Flughafen, wo heute wohl eine Fahrrad-Sternfahrt hinfährt. Ich hatte ursprünglich schon befürchtet, daß die RTF in dieses Familienspektakel hineinführen würde, das hat man uns dankenswerterweise aber erspart. 

In Ahden hole ich mir nur den Stempel und fahre sofort weiter. Es geht nun auf der Landstraße durchs Almetal über Brenken und Büren bis Leiberg. Hier ist Samstag morgen nicht viel Verkehr, unterwegs bildet sich eine kleine Gruppe, wir fahren in leicht versetzter Einerreihe gegen den etwas nervigen Südwestwind und es klappt sogar mal mit geordneten Führungswechseln. 

In Leiberg wird das Almetal dann verlassen, es geht nun wieder auf guten Wirtschaftswegen weiter in Richtung Dalheim. Der Wind kommt jetzt von schräg hinten und es geht erstmal einige Zeit aufwärts, die Route schrammt an Fürstenberg vorbei und bleibt anschließend eine Zeit lang auf einem Höhenzug mit schönem Ausblick über die Paderborner Hochfläche.

Dieser Abschnitt ist touristisch definitiv wertvoll, dennoch brettern wir mit Geschwindigkeiten jenseits 40 km/h (ja, auch hier funktioniert das Gruppenfahren heute mal) ostwärts, um bei Elisenhof kurz auf eine Landstraße zu stoßen und dann schon bald wieder auf einen weiteren Wirtschaftsweg nach Dalheim abzubiegen. Auf diesem Abschnitt treffe ich auf Ulli aus Melle, der offenbar den ersten Teil der Runde ziemlich weit vorn gefahren ist und jetzt etwas rausgenommen hat. Er will wohl die große Runde fahren. 

An der Kontrolle in Dalheim nutze ich das Verpflegungsangebot und futtere erstmal ein paar Schnittchen. Das kann ich jetzt gut brauchen, da das Frühstück sehr mager ausgefallen war. Anschließend geht's dann aus Dalheim raus und zunächst mit konstanter, aber nicht sonderlich starker Steigung mal wieder gegen den Wind hoch nach Meerhof. Für diesen etwas zäh laufenden Abschnitt werden wir in einer langen Abfahrt entschädigt, mit mäßigem Gefälle und nur wenigen Gegensteigungen geht es über Blankenrode und Holtheim in Richtung Lichtenau.

In Lichtenau muß der Ortskern und die B68 gequert werden, was zwar kurze Standzeit bringt aber unproblematisch ist. Anschließend geht es für einige Zeit wieder aufwärts in Richtung Windpark und dort über Hakenberg (höchster Punkt) und Asseln nach Herbram, wo schon die nächste Kontrolle ist. Auch hier schiebe ich noch ein paar Schnittchen nach, heute bin ich irgendwie verfressen. Da die anderen, mit denen ich zuletzt unterwegs waren, hier kürzer pausiert haben fahre ich allein weiter, bis zur Rückkehr nach Kirchborchen werde ich auch keine Gruppe mehr finden der ich mich anschließen kann. 

Aus Herbram heraus geht es zunächst auf der Landstraße Richtung Urenberg. Anstatt die Serpentinenabfahrt dort zu nehmen und direkt nach Dahl zu fahren wurde noch ein Schlenker über Schwaney eingebaut. Hier haben die Borchener tatsächlich einen Weg eingebaut, den ich noch nicht kannte. 

Leider beginnt es bei der Abfahrt nach Schwaney nun zu regnen. Zunächst kleine feine Tropfen, dann ein wenig Pladder, es wird kurzzeitig mal ziemlich kühl. Auf dem Weg nach Dahl kommt der Wind frontal von vorn, ich befürchte schon schlimmstes denn am Himmel sieht es gar nicht gut aus und ich bin in kurz/kurz unterwegs und habe auch keine Regenjacke bei. Kurz vor Dahl ist es dann aber wieder quasi trocken und auch schon wieder etwas wärmer. 

Der Abschnitt von Dahl nach Kirchborchen führt unter Nutzung von Wirtschaftswegen und übersichtlichen Kleinststraßen über den Haxterberg. Hier gibt es die letzten 150 Höhenmeter und einmal unterwegs auch eine ziemlich fiese kurze Rampe mit ca. 15 % Steigung. Vom Haxterberg aus geht es dann quasi nur noch abwärts zunächst nach Nordborchen. In der Abfahrt setzt dann nochmal richtiger Regen ein. Dichter Pladder frontal

von vorn, es dauert nur wenige Sekunden bis ich klatschnaß bin. Ich muß das Abfahrtempo deutlich reduzieren, weil ich wegen Brille einfach nichts mehr sehe. Bei einer Scheune am Ortseingang Nordborchen stehen ein paar Fahrer, die dort wohl vor dem Regenguß in Deckung gegangen sind. Ob das 3 Kilometer vor Tourende sinnvoll ist? Egal, ich fahre weiter und bin wenige Minuten später wieder am Schulzentrum in Kirchborchen, wo der Start-/Zielort ist. 

Für die Runde zeigt der Tacho effektiv einen Schnitt von 26.7 km/h, wobei ich eigentlich heute gar nicht auf Bolzerei aus war. Einige Abschnitte waren aber mit sehr ordentlicher Geschwindigkeit zu fahren und es gab einige Abschnitte mit funktionierender Gruppenfahrt. So kam dann trotz (oder wegen?) des Windes doch ein brauchbares Tempo dabei raus. 

Bei zwei leckeren Stücken Kuchen und einer Tasse Kaffee sinniere ich darüber, wann und wie ich nun am besten wieder nach Bad Lippspringe zurückfahren kann. Da kommt aber auch schon die Sonne wieder raus, nach ein paar Minuten Sonnenschein auf die nassen Klamotten sind diese auch schon weitgehend wieder trocken, ich warte mit regelmäßigem Blick in den Himmel noch einen strategisch günstigen Moment ab und mache mich dann auf die Heimfahrt, die dann auch trocken verläuft. Wieder daheim angekommen zeigt der Tacho in Summe knapp 160 gefahrene Kilometer, und kurz darauf gibt's dann auch den nächsten Regenguß... 

Insgesamt eine sehr schöne Tour. Die Strecke war hervorragend gewählt, die roten Wegweiser waren zwar nicht sonderlich groß, aber gut sichtbar und es wurde mit Schildern nicht gegeizt. Vor für Ortsfremde nicht absehbaren Gefahrenstellen waren Warntafeln angebracht. 

Als Verpflegung gab es an den Kontrollstellen zwei Sorten Schnittchen, Joghurt (unüblich, wurde aber offenbar gern angenommen), einmal glaube ich auch Bananen gesehen zu haben, als Getränke Tee und Wasser. An der Kontrolle in Herbram waren die Rosinenschnittchen zusätzlich mit Marmelade statt nur mit Margarine bestrichen. Lecker!

Im Ziel gab es ein reichhaltiges Kuchenbuffet, die obligaten Würstchen, diverse Kaltgetränke und vermutlich noch mehr was ich nicht alles gesehen habe. Da parallel zur RTF auch ein "Volksradfahren", ein Einrad-Wettbewerb usw. stattfanden und das ganze als "Fahrrad-Fest" organisiert war hat man sich insgesamt enorm Mühe gemacht, auch für das leibliche Wohl zu sorgen. 

Erwähnenswert ist noch, daß an Start/Ziel sowie bei der Kontrolle in Ahden, wo wohl auch die "Familientour" herführte, zusätzlich Rettungskräfte von den Maltesern stationiert waren. 

An der RTF und dem "Volksradfahren" haben insgesamt ca. 470 Fahrer teilgenommen, lt. kurzem Gespräch mit Veranstalter ungefähr hälftig Wertungskarte und Trimmfahrer. Eigentlich hätte die RTF mehr Teilnehmer verdient, aber möglicherweise hat die unsichere Wetterlage den ein oder anderen im Vorfeld abgeschreckt. 

Fazit:

eine sehr empfehlenswerte Tour in jeder Hinsicht. Keine Kritikpunkte, die Borchener haben da eine wirklich hervorragende RTF auf die Beine gestellt.

Daniel Rödding

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Borchen 2005;

Astrid fährt heute in Wachtendonk den 600er Brevet. Mein Programm besteht an diesen Wochenende aus der RTF in Borchen und dem Radmarathon in Herzebrock. Pünktlich um 7:oo Uhr bin ich auf der Autobahn. Die Wettervorhersage für das Wochenende ist fantastisch. Blauer Himmel und Temperaturen um die 28° soll es geben. Aber leider ist mir das Pech hold. In Dortmund gerate ich in einen Verkehrsstau und ohne eine Chance abzufahren, verliere ich hier 1 1/2 Stunden.

Schließlich bin ich erst um 10:30 Uhr in Borchen. Der Ort liegt etwas südlich von Paderborn. Am Start fällt mir siedendheiß ein, dass im Garmin keine Karten geladen sind. Auch das noch, also Laptop angeschmissen und die passenden Karten geladen. Das alles hält auf und so bin ich erst um 10:45 Uhr am Start. Sicherheitshalber frage ich an der Einschreibung nach, ob die 150er Tour überhaupt noch gefahren werden kann. Bei vielen Veranstaltungen gibt es ja dafür nur ein Zeitfenster von einer Stunde. Aber hier ist alles o.k. und ich mache mich auf die Strecke.

Die Tour führt auf ruhigen Strassen aus dem Ort. Natürlich sind nicht mehr viele RadlerInnen zu sehen, denn um diese Zeit haben die meisten schon etliche Kilometer geschafft.  So überhole ich nur RadlerInnen, die wohl irgendwann auf die kürzeren Strecken abzweigen. Auf jeden fall lassen sie sich viel Zeit. Ich fahre an Wewer vorbei nach Bosenholz. Salzkotten wird südlich passiert und ich komme an den Paderborner Flughafen. Das Gelände wird auf Wirtschaftswegen umfahren. Und auf der anderen Seite habe ich einen wunderbaren Ausblick auf die Wewelsburg.

Ich sehe kaum ein Auto auf den Strassen.  In Ahden ist die erste Kontrolle. 200 Höhenmeter zeigt mein HAC bisher an. Einige RadlerInnen lassen sich an der Kontrolle viel Zeit. Ich stemple nur die Startkarte ab und fahre weiter. Es geht durch das Almetal nach Büren. Hier führt die Tour auch an dem dortigen Startort vorbei.

Das Streckenprofil wird nun anspruchsvoller, bis nach Keddinghausen steigt die Straße nur gemächlich an. Ich bin im Aftetal. Der nächste Ort auf der Strecke ist Hegensdorf. Dieser wird aber links liegen gelassen und es geht weiter auf Wünneberg zu. In Leiberg  weist ein Streckenschild nach links in einem Wirtschaftsweg. Dieser steigt bis auf 340 Meter über NN an und nach einer kurzen Abfahrt komme ich, nach 58 Kilometern zur zweiten Kontrolle nach Dalheim. Ich fülle meine Flaschen und fahre schnell weiter, schon kurz darauf ist die Streckenteilung.

Die 70er Tour zweigt hier ab. Keine 4 Kilometer weiter ist auch die Teilung der 110er Strecke. Bisher habe ich ja ab und zu immer noch einige RadlerInnen überholt, aber nun bin ich ganz alleine auf der Strecke. Nach einer kurzen Abfahrt steigt die RTF jetzt an und weit vor mir sehe ich auf einmal doch noch einen anderen Radler. Ich komme schnell näher und mir sticht sein weit leuchtend orangefarbenes Lenkerband in die Augen.

Auf einmal fällt es mir wie Schuppen von den selbigen, es ist Dirk aus unserem Verein. Ich komme schnell näher und freue mich richtig endlich einen Mitstreiter gefunden zu haben. Allerdings ist Dirk sehr langsam unterwegs, aber trotzdem bleibe ich bei ihm, denn alleine fahren ist doch echt öde. Kurz nach Blankenrode ist auch mit 421 Metern über NN der höchste Punkt der RTF erreicht. Nach der Abfahrt fahren wir für kurze Zeit auf der B 68. Sie bringt uns nach Scherfede. Hier verlassen wir die Bundesstraße wieder und es geht hügelig weiter nach Bonenburg.

Nach 91 Kilometern kommen wir zur 3. Kontrolle nach Peckelsheim. Es geht weiter auf und ab und über Fölsen und Gehrden kommen wir nach Schmechten. Die Anstiege fallen Dirk sichtlich schwer und ich beschließe nun hinter ihm zu bleiben. Immer gelingt das aber nicht, denn in Dringenberg muß ich ein Schild falsch gedeutet haben oder es war verdreht, denn ich biege links nach Siebenstern ab.

Erst an der dortigen Landstrasse 954 bemerken wir den Fehler. Aber es ging schön hoch und es war bestimmt ein gutes Training. Dieser Umweg hat uns aber ein wenig Zeit gekostet und an der letzten Kontrolle, sie wäre in Hebram, rächt es sich. Dort ist keiner mehr zu sehen, das Schild zeigt zwar eine Kontrolle an, aber sonst ist nichts mehr da. Es ist sehr heiß und die Flaschen sind nun leer, aber was nützt uns das, weiter geht es. Dirk flucht nun bei jeder kleinen Bodenwelle. Aber dem Veranstalter gelingt es immer wieder schöne, wenig befahrene Nebenstrecken zu finden und sie recht gut auszuschildern.

Die Tour führt uns nun wieder bergan in Richtung Schwaney. Im Ort biegen wir links ab und es geht abwärts nach Dahl. Hier biegen wir in einen abgelegenen Radweg ein und bis auf den Haxterberg sind noch einmal 40 Höhenmeter zu überwinden. Leider sind in der Abfahrt auf dem schmalen Wirtschaftsweg, die Richtungsschilder zum ersten Mal auf der gesamten Strecke, ungünstig angebracht.

Das erste Schild zeigt jeweils geradeaus und 20 Meter weiter in der Kurve zeigt ein weiteres nach links. Wir rasen natürlich 2 mal vorbei. Dies waren aber die einzigen beiden schlecht angebrachten Schilder. Nur noch wenige Meter trennen uns noch vom Ziel und nach 152 Kilometern ist es erreicht.

Fazit:
Die Borchener Veranstalter haben, wie ich im Ziel erfahre, ihre erste RTF ausgerichtet. Wie ich meine mit vollem Erfolg. Über 600 StarterInnen haben hier eine verkehrsarme und gut ausgeschilderte RTF erlebt. Sogar das Wetter hat mitgespielt, was in diesem Jahr, ja nicht so selbstverständlich ist.

Das die 4. Kontrolle schon abgebaut war, ist auch ein wenig meine Schuld, wenn man so spät startet und dann auch noch Umwege fährt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kontrolle abgebaut ist. Trotzdem sollte die Kontrolle auf der 150er Schleife schon alle LangstreckenfahrerInnen versorgen. Im Ziel war dem Veranstalter sichtlich daran gelegen uns zufrieden zu stellen. Getränke und Kuchen wurden uns kostenlos angeboten.

Hermann

Streckenplan

Wewer
Bosenholz
Salzkotten

Ahden K1

Brenken
Büren
Keddinghausen
Hegensdorf
Leiberg
Eilern
Elisenhof

Dalheim K2

Blankenrode
Scherfede
Bonenburg
Ikenhausen
Löwen

Peckelsheim K3

Fölsen
Gehrden
Schmechten
Dringenberg
Neuenheerse
Hebram-Wald
Asseln

Hebram K4

Schwaney
Dahl
Borchen

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