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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Südtirol Radtour 08/049

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


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Radtour in Südtirol

Passo Falzarego-Giau Tour

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Südtirol


Rundstrecke

54 km

1610 m

2220 hm


Beschreibung:

Alpen 15. Mai 2008 Caprile

Am gestrigen Ruhetag sind wir weiter nach Caprile gefahren. Wir wollen heute eine Runde über den Passo Fazarego und Passo Giau machen. Die Ostauffahrt zum Falzarego und die Westauffahrt zum Passo Giau sind wir ja schon 2003 einmal gefahren und so sollen es heute die Gegenanstiege sein.

Ich habe eigentlich nicht so eine Lust darauf. Vielleicht brauche ich nach der schweren Radtour von Vorgestern noch etwas Ruhe.

Wir starten zur Passauffahrt am Straßenabzweig in Caprile. Auf den ersten 3,5 km beginnt die Tour mit herrlichen Serpentinen. Schnell gewinnen wir an Höhe und haben super Aussichten ins Tal. Die Steigung klettert dabei kurz auf 12%. Aber wirklich nur kurz, denn im Mittel liegt sie um 8%.

Die Straße verschwindet im Wald, aber es bieten sich immer wieder Waldlücken in denen wir die großartige Berglandschaft bewundern können. Es ist viel flacher geworden (6%) und nach 5 km ist der Straßenabzweig nach Colle Santa Lucia erreicht.

Wir bleiben aber auf der Passtrasse und fahren weiter geradeaus. Auf den nächsten 5 km schlängelt sich die Straße, ohne große Höhepunkte, den Berghang entlang, bietet dabei aber immer wieder grandiose Aussichten ins Salesei-Tal mit den kleinen Örtchen an den Hängen.

Bei km 10 haben wir die große Dolomitenstraße erreicht. Wir biegen nach der Brücke rechts ab und fahren weiter dem Falzarego entgegen. Die Straße wird nun durch die vielen Kurven und Kehren interessanter. Seltsamerweise sind heute so gut wie keine Autos und Motorräder zu sehen. Das haben wir von unserem Aufenthalt im Jahre 2003 ganz anders in Erinnerung. Wir freuen uns darüber und können so die Auffahrt viel besser genießen.

7 Kehren sind auf den nächsten 4 km zu überwinden, die Steigung liegt dabei aber in einem Bereich (5-7%) der nicht weh tut. Schön sehen wir vor der 7. Kehre zur rechten Seite Castelle (Schloss Buchenstein) unten im Tal.

Auf den nächsten 1,5 km, die fast gerade verlaufen, haben wir immer wieder Ausblicke auf die 9 Schlusskehren der Passauffahrt. Aber auch auf diesen letzten 4 km geht die Steigungsrate nicht über 7% hinaus. So kommen wir nach 18,5 km ohne große Anstrengungen zur  Passhöhe.

Wunderschön anzusehen ist hier oben das kleine Kirchlein an dem Straßenabzweig zum Valparola Pass, aber auch die Seilbahn, die eine Höhe von 600 Metern ohne weitere Stützen überbrückt. Im Gegensatz zu unserem Besuch 2003, auch er fand damals im Mai statt, ist dieses Mal noch hoher Schnee an den Straßenseiten.

Wir verweilen nicht lange hier oben, denn wir wollen ja noch weiter zum Passo Giau.

Die Abfahrt in Richtung Cortina d’Ampezzo ist nur am Anfang kurvenreich und hat dann sehr lange Geraden. Schnell ist Pocol und damit der Abzweig zum Passo Giau erreicht.  

Wir folgen in Pocol, nach rechts, den Schildern zum Passo Giau. Die Straße geht einen Kilometer noch leicht abwärts und steigt auf den nächsten 500 Metern nur etwas an. Dann beginnt die erste ernstzunehmende Steigung.

Eine  Kehrengruppe erwartet uns und mit durchschnittlich 10% wird der 3. km überwunden. Es geht noch viel durch den Wald und so können wir uns auf das Fahren konzentrieren. Liegen die Kehren hinter uns wartet ein unangenehmes 900 Meter langes, fast gerades, Teilstück auf uns.

Immer noch ist es sehr waldreich und nur nach vorne und seitlich nach oben sehen wir schroffe Bergformationen. Zugleich sehen wir vor uns und noch hoch über uns riesige Schneefelder. Anscheinend genau dorthin verläuft die Straße.

Bei km 4 haben wir eine weitere Kehrengruppe vor uns und was für eine. Auf den nächsten 2 km beträgt die Steigung durchgängig über 10%. Teilweise wird für ein paar hundert Meter auch die 12% Marke überschritten. Zeit um die Landschaft anzuschauen, bleibt da keine.

Auch auf der 500 Meter langen Geraden bis zur nächsten Serpentinengruppe bleibt es erschreckend steil. In diesen 8 Kurven fällt die Steigung nirgends unter 10%. Bei km 6,5 ist aber das Schwerste geschafft. Nun steigt, bei Steigungen von 8-9,5%, auch wieder das Interesse an der grandiosen Bergwelt.

An den Straßenseiten wird der Schnee immer mehr, zum Glück ist die Straße frei. Nach 8 weiteren Kehren fahren wir, von Meter hohen Schneewänden begleitet, weiter dem Pass entgegen. Die Steigung liegt bei nur noch 8% und die Passhöhe im Blickfeld sind die letzten 2 Kilometer Fahrgenuss pur.

2003 noch überfüllt mit hunderten Motorrädern ist die Passhöhe heute fast Menschen leer. Wir genießen für ein paar Minuten die herrliche Landschaft auf der Passhöhe, es ist empfindlich kalt hier oben (2243 Meter über NN) und machen uns auf die kurvenreiche Nordabfahrt (29 Kehren).

Die Abfahrt ist gigantisch und die Ausblicke dazu auch. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass die Nordauffahrt so steil war.

Eigentlich wollten wir über Colle Santa Lucia zurück fahren, aber die Straße ist gesperrt und uns entgegenkommende Motorradfahrer zeigen uns an, dass dort kein Durchkommen ist. So nehmen wir die kleine Nebenstraße nach Caprile.

 

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