RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Südtirol Radtour 08/048

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60 | 61-64

01_20080513_Alpen_Duran_Cibiana_Profil.jpg 2080513_Passo Duran_Cibiana_Duran_Cibiana_Radtour (02).jpg 2080513_Passo Duran_Cibiana_Duran_Cibiana_Radtour (03).jpg 2080513_Passo Duran_Cibiana_Duran_Cibiana_Radtour (04).jpg 2080513_Passo Duran_Cibiana_Duran_Cibiana_Radtour (05).jpg  

 

Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour 08 048 Dolomiten auf einer größeren Karte anzeigen
Radtour in Südtirol

Passo Duran-Cibiana Tour

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Südtirol

Agordo

Hin und Rückstrecke

91 km

1610 m

3300 hm


Beschreibung:

Alpen 13. Mai 2008 Agordo

Der Stellplatz fürs WOM ist 1A. Die Nacht war ruhig und der Platz bietet jeden Service.

Heute wollen wir die Pässe Duran und Cibiana fahren. Beide liegen auf der Südseite der Alpen in den Dolomiten. Wir fahren von unserem Standplatz nach Agordo, dazu müssen wir 1-2 km bergab.  

Der Passo Duran liegt an der SP 347, zwischen den Bergen Mte. Moiazza auf der Nordseite und Cima di San Sebastiano nach Süden hin. Die Straße ist an Werktagen nur sehr wenig befahren und der Fahrbahnbelag ist in einem ausgezeichneten Zustand. An den Wochenenden vermiesen, den Rennradlern, die vielen Motorradfahrer den Fahrspaß.

Wir verlassen Agordo nach Süden und haben nach 400 Metern den Straßenabzweig zum Passo Duran erreicht. Wir biegen links ab und die Straße steigt noch im Ort leicht an (3,3%). Das ist gut zum warm werden, denn schon 500 Meter hinter der Rechtskurve wird er mit über 9% viel steiler.

Die Häuser bleiben zurück und wir genießen die Ausblicke zu den schroffen Felsformationen der Berge um den  Mte. Tamer (2547 m) herum. Die Steigung geht vor dem Ort La Valle Agordo etwas zurück, um bei der Ortsdurchfahrt aber wieder auf über 8% anzusteigen.

Nach dem Ort folgt eine erschreckend lange 800 Meter Gerade mit über 9% Steigung. Ist sie geschafft wird die Auffahrt waldreicher und die Ausblicke dadurch weniger. Die nächsten 500 Meter nach der Kurve lassen bei 7% ein wenig Zeit zum Durchatmen. Das gibt Kraft für die vor uns liegenden 2,5 km. Sie führen durch einige Kurven mit über 10,5% bergan.

Erst in Kurve 4 wird es mit 8,5% etwas milder. Aber nur für einen Kilometer, denn auf dem 9. Kilometer warten Steigungen bis 13 % und da bleibt keine Zeit für die schöne Landschaft um uns herum. Zudem lassen nur selten, die dicht stehenden Bäume Ausblicke zu. Die Straße verläuft nun, nur durch leichte Kurven unterbrochen, fast gerade den Berg weiter hoch. Durch das Geschlängel haben wir sie immer vor Augen und die Steilheit erschreckt ein wenig.

Erst ab km 10 geht die Steigung deutlich zurück. Und werden die letzten beiden Kilometer bis zur Passhöhe bei Steigungen um die 5-6% eine Genußfahrt.. Die letzten 300 Meter wird es noch mal steiler, aber die 7,5% sollten kein Problem mehr sein.

Auf der Passhöhe 1608 Meter über NN befinden sich einige Gasthäuser die zur Einkehr laden. Wir erfreuen uns ein wenig an den schroffen Bergformationen des Mte. Moiazza und auf der anderen Seite des Cima di San Sebastiano.

Wir sind nass geschwitzt und ziehen für die Abfahrt die Regenjacken über. Schnell haben wir die 8,2 km, auf sehr guter Straße, bis Dont hinter uns gebracht und erschrecken uns ein wenig über den letzten steilen km zum Ort hinunter. Hier müssen wir auf unserer Rückfahrt wieder hoch, schluck!

Wir fahren rechts 4 km das Tal hinab und kurz nach dem Ort Forno di Zoldo folgen wir den Schildern zum Passo Cibiana nach links.

Der Passo Cibiana liegt an der verkehrsruhigen SP 347, südlich der stark befahrenen SS 51, die wiederum Venedig mit Cortina D’Ampezzo verbindet. Auch hier ist der Straßenbelag sehr gut. Die Fahrbahnbreite wechselt zwischen sehr schmal und überbreit. Auch hier sollten Werktage für die Passfahrt bevorzugt werden, da ist man fast alleine unterwegs (wenig Motorräder). Überragt wird die Passhöhe vom gleichnamigen Berg, dem Monte Sassolungo di Cibiana (2413 m).

Die Westauffahrt zum Passo Cibiana beginnt an dem Straßenabzweig der SP 251/SP 347.

Wir biegen in die SP 347 ein und folgen ihr bis zur Passhöhe. Die ersten 2 Kilometer steigt die Straße nur leicht an (2,5-5,5%). Vor dem Ort Fornesighe bauen sich aber 3 steile Kehren vor uns auf. Fast 10% steil geht es zum Ort hinauf.

Das bleibt auch bei der Ortsdurchfahrt so und lässt erst nach der 2. Kehrenkombination im Ort etwas nach. Die Straße verläuft nun fast gerade und nur leichte Kurven verhindern, dass wir sie für die nächsten 2 km einsehen können. Die Steigung liegt bei 7% und Ausblicke gibt es nach allen Seiten im Überfluss.

Das ändert sich ab km 4,5 und dichter Wald umschließt uns. Einige Häuschen stehen in dem Wald verteilt. Ab km 5,5 haben wir aber dafür kein Auge mehr übrig. Ein Kilometer mit 12,5% will nun bezwungen werden. Da heißt es, die Ruhe bewahren und seinen Rhythmus finden. Ist diese Hürde geschafft, geht es für die nächsten 2 Kilometer mit Steigungen zwischen 6,5 und 8% etwas gemächlicher zu. Auch das Kurvengeschlängel zwischen km 8 und 9 ersetzt ein wenig die fehlenden Aussichten. Allerdings wird es mit einer 500 Meter langen Rampe von 11% beendet.

Eine Skibrücke kündigt den nahen Pass an. Die letzten 700 Meter bis zur Passhöhe sind bei 7% Steigung schon fast ein Ausrollen.

Auf der Passhöhe befinden sich einige Wirtshäuser und ein Schild von einem Messner-Mountain-Museum, dass mit einem Shuttle von hier zu erreichen ist. Es hat aber nur von Juni bis Oktober geöffnet und wir haben andere Ziele vor Augen.

Eine 10 Kilometer lange kurvenreiche Abfahrt bringt uns bis kurz vor den Ort Venas di Cadore. Wir fahren aber nicht hinein, sondern beenden unsere Abfahrt auf der Brücke über dem tosenden Torrente Boite. Hier ist der Wendepunkt unserer Radtour und es geht nun die gleiche Strecke zurück.


Nun liegt die Ostauffahrt zum Passo Cibiana vor uns.  Zwar kündigt ein Schild eine 10% Steigung an, doch schon nach 500 Metern liegt sie über 13%. Es ist aber nur eine lange Rampe und langsam wird das Rauschen des tosenden Flusses unter uns leiser.

Die Steigung liegt nun bei 7,5% und wird immer niedriger. Nach einem großen Rechtsbogen  wird der Ort Cibiana di Cadore durchfahren. Nach dem Ortsausgang können wir uns bei 2,8% Steigung richtig ausruhen. Aber nur nicht übermütig werden, denn kurz vor den Kehren geht es richtig los. Auf einer Länge von 3 km wird die 11% Marke nur einmal kurz unterschritten, aber auch überschritten und hat mit 15% ihren Spitzenwert.

Der Wald ist dicht, Aussichten sind Fehlanzeige und nur die Felsen der schroffen Dolomitenberge kommen schon mal über uns ins Blickfeld. Die Straße führt weiter kurvenreich bergan und ist zum Teil sehr schmal. Der Fahrbahnbelag ist aber super und so lassen sich bei sehr wenig Autoverkehr sogar die Steilstücke ganz gut bewältigen. Auch zwischen km 7 und 8, hier liegt die Steigung zwischen 7,5 und 9%, gibt es immer wieder kurze 15% steile Rampen, die aber gut im Wiegetritt bewältigt werden können.

Der letzte km hat es noch einmal in sich. 500 Meter mit über 12% verlangen uns alles ab. Den nahen Pass vor Augen, ist auch dies kein Problem mehr und so kommt auf den letzten 500 Metern bei 7% Steigung schon Vorfreude auf die nun bevorstehende Abfahrt auf.

 Wie immer geht die Abfahrt viel zu schnell vorbei. Dann ist Forni di Zoldo erreicht und wir fahren nun gen Norden die 4 km bis Dont. Geradeaus geht es zum Passo Staulanza. Er ist aber nicht unser heutiges Ziel, denn wir müssen über Passo Duran zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour nach Agordo.

In Dont folgen den Schildern die uns zum Passo Duran nach links weisen. Die Straße führt kurz in den Ort hinein, aber schon vor uns sehen wir ein erschreckend steil aussehendes Straßenstück das uns aus Dont hinaus führt. 10,5 % Steigung sind schon recht heftig zum Beginn eines Anstieges. Liegt der erste Kilometer hinter uns, geht es geruhsamer mit 6% Steigung weiter.

Zur Linken haben wir nun fantastische Ausblicke auf die nun schon tief unter uns liegenden Orte. Die Kirchturmspitzen mit den Bergen im Hintergrund sehen aus wie auf einer Fototapete. Die Straße führt uns durch kleine Ortschaften hindurch (Cordelle, Gavaz und den etwas größeren Ort Molin).

In Molin bietet sich die Gelegenheit noch einmal die Trinkflaschen zu füllen. Die Steigung wechselte bis hierher stark und lag zwischen 5 und 9%. Also immer wieder gibt es eine kleine Gelegenheit durchzuatmen.

Damit ist es nach Molin zu Ende. 500 Meter nach dem Ort beginnt das fast 4 km lange Finale bis zur Passhöhe. Kurvenreich zieht sich die Straße durch den Wald, mit Steigungen von bis zu 12%, den Berg hinauf. Nur nach obenhin können wir einige Berge sehen. Wir sind aber zu sehr mit uns beschäftigt, denn nun heißt es, sich die Kräfte bis zur Passhöhe gut einzuteilen.

Nur für Augenblicke fällt die Steigung mal aus dem 2-stelligen Bereich. Aber auch die letzten 300 Meter zur Passhöhe hinauf haben es mit 12,5% noch mal in sich.

Auf der Abfahrt sind wir schon zu sehr geschafft um die wunderschöne Bergwelt zu genießen. So erleben wir sie hochkonzentriert wie in einem Rausch. Viel zu schnell kommen wir Agordo näher und nach 93 km und 3350 hm sind wir wieder am Wohnmobil.

 

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de