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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Abruzzen Radtour 08/041

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour 08 041 Campo Imperatore Tour auf einer größeren Karte anzeigen
Radtour in Abruzzen

Fasso di Paganica Tour

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Abruzzen - L'Aquila

Santo Stefano

Hin- und Rückstrecke

68 km

1760 m

1530 hm


Beschreibung:

Unsere Tour am 30.04.08

Wir starten in Santo Stefano und fahren ohne warm zu sein den Anstieg hoch zum Campo Imperatore. Dazu geht es erst einmal in Serpentinen am Mte. Capelone vorbei zur Passhöhe des Mte. Cecco d’Antonio (1760m).

Die Überfahrt liegt auf 1640 m und wir haben von hier unwahrscheinlich schöne Aussichten auf den Corno Grande. Dieser, meist in Wolken gehüllte höchste Berg des Apennin, zeigt sich bei blauem Himmel von seiner schönsten Seite. Eine kurze Abfahrt bringt uns auf die imposante Hochebene Campo Imperatore.

Die Berge (Mte. Camica, Mte. Prena, Mte. Brancastello und Mte. Corno Grande wirken wie ein Bilderrahmen. Die Hochebene ist an dieser Stelle ca. 3 km breit und, es ist Werktag heute, menschenleer. Auf der Querstraße biegen wir links ab und fahren auf den Mte. Scinderella (2233 m) zu.

Die Straße zu den Schneefeldern des Corno Grande (Refugio Duca degli Abruzzo) ist leider nicht passierbar und so geht es weiter um den Mte. Cristo herum durch eine einmalige, noch vom Winter geprägte Landschaft. Meterhoch säumt der Schnee die Straßenränder.

Nach einigen Kurven ist der höchste Punkt bei Fasso di Paganico mit 1770 Metern erreicht. Die Abfahrt nach Fonte Cerretto ist atemberaubend, Ausblicke in alle Richtungen und wir können uns nicht satt sehen. Erst im unteren Teil taucht die Straße in ein Waldgebiet ein. Dann ist die untere Station der Seilbahn zum Campo Imperatore erreicht.

Da die Straße noch abwärts führt, fahren wir bis zur Querstraße bei Assergi weiter. Hier sind wir auf 1000 Meter über NN und wählen diese Stelle zum Startort unserer Passauffahrt nach Fasso di Paganica.

Die Rückstrecke starten wir an der Straßengablung und die Straße steigt sofort mit 8% an. Sie ist hier sehr breit und bis Fonte Cerreto, hier gibt es eine Seilbahn zum Campo Imperatore, bleibt die Steigung so. Waren bis zum Ort noch einige Autos unterwegs, können wir sie nun während unserer Auffahrt an einer Hand abzählen.

Nach dem Örtchen lässt die Steigung etwas nach und am Straßenrand tauchen einige Bäume auf. Bei km 3 werden die paar Bäume zum Wald und Ausblicke gibt es nur zur linken Seite in Richtung der Schneefelder des Gran Sasso. Die Steigung ist stark zurückgegangen und liegt in diesem Abschnitt nur bei 4%. Die Straße schlängelt sich nun bis km 6,5 durch den Wald und es wird ab km 6 auch wieder steiler.

Eine Rampe läutet eine 2 km lange Passage mit 8% Steigung ein. Nachdem die Bäume an der Straßenseite verschwunden sind, werden wir von einem imposanten Bergpanorama empfangen. Man weiß gar nicht wo man überall hinschauen soll, das tiefe Tal von L'Aquila unter uns, die schneebedeckten Berge Parco Sirente Velino am Horizont oder hoch über uns die Berge des Gran Sasso Massivs. Wir fahren auf einen von ihnen zu, den Mto. Cristo. Bei km 9 werden wir von  herrlichen Serpentinen empfangen. Mit bis zu 10% steigt die Straße auf diesem Teilstück. Auch hier sind die Ausblicke phänomenal. Wir haben die 1500 Meter Grenze überschritten und es wird empfindlich kälter.

Die Schneereste an den Straßenseiten nehmen zu. Wir haben Ende April und der Winter ist in diesen Höhen noch nicht ganz verschwunden. Die Steigungen schwanken nun stark, mal sind es 9% und dann gehen sie wieder für wenige Meter auf 2%  zurück.

So ist es ein schönes Radeln, denn die (fast) Flachpassagen geben immer wieder neue Kraft. Auch hier im oberen Teil der Auffahrt kann man sich an der schönen Landschaft nicht satt sehen. Einen km vor der Passhöhe absolvieren wir sogar noch eine kurze Abfahrt (10 Höhenmeter), dann setzt der letzte km mit 9% Steigung den Höhepunkt dieser Passauffahrt. Mit 1774 Meter über NN ist Fasso di Paganico auch die höchste asphaltierte Straße auf der Hochebene des Campo Imperatore.

Auch nach Erreichen der Passhöhe genießen wir noch einmal die Fahrt über das Traumgebiet des Campo Imperatore. Leider müssen wir am Abzweig nach Santo Stefano die Hochebene verlassen. Zählt sie doch für uns zu einer der Schönsten unserer Italienreise. Aber auch die Abfahrt nach Santo Stefano ist noch einmal ein reiner Genuss. Zu schön eigentlich um dieses Gebiet zu verlassen, aber morgen wollen wir uns weiter gen Norden orientieren und vielleicht noch schöne Touren genießen.

 

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