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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Abruzzen Radtour 08/038

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour 08 038 über den Campo Imperatore auf einer größeren Karte anzeigen
Radtour in Abruzzen

Compo Imperatore Tour

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Abruzzen - L'Aquila

Ofena

Rundstrecke

79 km

1680 m

1650 hm


Beschreibung:

Apennin 25. April 2008 Ofena

Nachdem Astrid einen mittleren Anfall wegen des Wetters hatte und wir heute eigentlich Heimfahren wollten, ist am morgen der Himmel strahlend blau. Aller Ärger ist verflogen und an eine Rückreise ist nicht zu denken. Schnell wird ausgemacht zum Campo Imperatore zu fahren. Das ist ein Refugio unterhalb des höchsten Berges der Apenninen. Es gibt aber auch noch einen Pass auf dem Weg dorthin, den Valico di Capo la Serra. Er hat eine Höhe von 1600 Meter über NN.

Zur Passauffahrt zum Valico di Capo la Serra starten wir an der Brücke in Ofena. Wir fahren die SR 602 in Richtung Forca di Penne. Die Straße steigt mit 4 % an und nach 3,2 km biegen wir links ab und folgen den Schildern nach Villa Santa Lucia. Es ist die SR 17 BIS deren Verlauf wir bis zum Pass folgen.

Waren die Ausblicke ins sonnenüberflutete Tal  herrlich, hat sich nun die Landschaft ein wenig geändert. Das Seitental wird von hohen Bergen begrenzt und unsere Ausblicke auch. Das frische Grün an den Bäumen und Sträuchern zeigt uns, der Frühling hat sich durchgesetzt.

Nach einer weit verlaufenden Rechtskurve geht es auf der Gegengeraden auf Villa Santa Lucia zu. Der Ort hat wohl mehrere Kirchen aus dem Mittelalter und weist mit einigen Schildern darauf hin. Vier Serpentinen bringen uns um einige Meter höher. Hier beträgt die Steigung um die 8% und die Ausblicke werden wieder mehr.

Es folgen weitere 2 mal 4 Serpentinen, die aber durch eine lange Gerade verbunden sind. Nach der Umrundung eines Berghanges taucht die 1350 Meter hoch gelegene Stadt Castel de Monte vor uns auf. Hoch über dem Ort sehen wir schon den nun aufregender werdenden Straßenverlauf. Kaum liegt der Ort hinter uns wird auch die Vegetation anders.

Begleiteten uns zu beiden Straßenseiten bisher Büsche, Bäume und andere niedrige Gewächse, so wird es um uns herum nun baum- und buschlos. Geröll, wohin wir auch sehen, aber auch die weißen Bergspitzen kommen immer näher. Eindrucksvoll erhebt sich vor uns der 1900 Meter hohe Monte Bolza. Zweimal fahren wir genau auf die schneelose Bergspitze zu. Dann ist sie erreicht die Passhöhe Valico di Capo la Serra.

Da für uns die Passüberfahrt nur eine Durchgangsstation ist, erleben wir auf der Weiterfahrt nach Campo Imperatore, die Überquerung einer einmaligen Hochebene. Nach Norden hin eingegrenzt durch die schneebedeckten Höhen des Monte Camica (2570 m), Monte Prene (2561 m) und Monte Brancastello (2385 m) haben wir vor uns den Ausblick auf den höchsten Berg des Apennin den Corno Grande (2912 m) und nach Süden hin eingegrenzt durch eine nicht ganz so hohe Bergkette uns unbekannter Berge.

Auf 14 km bis zum Straßenabzweig nach Campo Imperiale, steigt die Straße nur um 200 Metern an. Wir genießen die Fahrt durch das Hochtal und können von den schönen Ausblicken nicht genug bekommen. Leider ist die Straße zum Fuße des Corno Grande noch wegen Schnee gesperrt und so können wir unser eigentliches Ziel das 2130 Meter hoch gelegene Refugio nicht anfahren.

Wir machen bei herrlichstem Sonnenschein eine ausgiebige Pause und treten dann über eine nicht nummerierte Straße den Heimweg an. Auch hier ist der Straßenverlauf atemberaubend. Trotz des Feiertags ist die Straße kaum befahren und ein noch namenloser 1630 Meter hoher Pass wird überwunden.

Die Straße verliert nur langsam an Höhe und erst kurz vor Santo Stefano stürzt sie sich atemberaubend ins Tal. Auf der Weiterfahrt nach Calascio haben wir wunderbare Aussichten auf die Burgruinen von Rocca Calascio. Ist Calascio erreicht haben wir nur 3 Höhenmeter verloren. Wir durchfahren den Ort und erleben eine der schönsten Abfahrten die wir kennen. Autofrei stürzt sich die Straße über 14 Serpentinen ins Tal. Nicht umsonst bin ich schon 2-mal den Anstieg hier hochgefahren. Er ist einmalig.

Morgen wollen wir erst einmal richtig einkaufen, denn unsere Vorräte sind fast erschöpft und dann gibt es noch einen Standplatzwechsel. Der Standplatz in Ofena war überragend. 

 

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