RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Abruzzen Radtour 08/035

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-44

01_20080420_Apennin_Passo_Leonardo_Nord_Profil.jpg 20080420_Grand Sasso Passo Leonardo Tour (02).jpg 20080420_Grand Sasso Passo Leonardo Tour (03).jpg 20080420_Grand Sasso Passo Leonardo Tour (04).jpg 20080420_Grand Sasso Passo Leonardo Tour (05).jpg  

 

Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour 08 035 im Nationalpark della Majella auf einer größeren Karte anzeigen
Radtour in Abruzzen

Passo Leonardo Tour

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Abruzzen - Pescara

Pescosansonesco Nuevo

Hin- und Rücktrecke

95 km

1315 m

2150 hm


Beschreibung:

Apennin 20. April 2008 Pescosansonesco

Wir stehen schon die 4.Nacht in Pescosansonesco. Der Standplatz ist der Beste den wir bisher hatten, völlig ungestört und in der letzten Nacht hatten wir auch keinen Sturm. Am Morgen ist herrlichstes Wetter und so wollen wir heuten zum Passo Leonardo fahren. Der Pass liegt im Nationalpark de Maiella

Wir starten schon um 9:15 Uhr, denn die Strecke ist 100 km lang.

Wir durchfahren das alte Pescosansonesco und mit argwöhnischen Augen begutachte ich die steile Ortsdurchfahrt. Nun führt sie bergab, doch am Ende unserer Tour wird sie das Finale bilden. Die letzten 100 Meter lange Rampe hat eine Steigung von über 18%.

Die Strecke führt uns bis zur Autobahn A 25 und hat auf der Flussbrücke der Pescara die tiefste Stelle mit 199 Metern.

Unmittelbar nach der Brücke stoßen wir auf die zu so früher Stunde noch nicht so stark befahrene SS 55. Der Anstieg zum Passo Leonardo beginnt mit dem Verlassen dieser Straße. Und das machen wir schon nach 250 Metern.

Wir biegen links ab nach Tocco da Casauria und befinden uns damit auch schon in dem fast 40 km langen Anstieg zum Pass. Die ersten 20 km davon werden in 4 Stufen überwunden. Bei jeder davon sind 100 bis 160 Höhenmeter zu erklimmen und jedes Mal wartet anschließend eine kurze Abfahrt auf uns.

Nachdem Ort Salle erwartet uns nach der 3. Welle allerdings ein Höhepunkt der Auffahrt. Bei km 13,7 wird auf einer hohen Brücke der Fluss Orta überquert und es gibt überwältigende Ausblicke in die tief unten liegende Schlucht. Nach 20 km haben wir gerade einmal 300 Höhenmeter zur Passhöhe bewältigt. Dann ist Carámanico Terme erreicht.

Es besteht die Möglichkeit durch 3 neue beleuchtete Tunnels weiter dem Pass zu zufahren, denn Fahrradverbotsschilder können wir nicht entdecken. Wir verzichten aber und nehmen den Weg durch den Kurort. 4 steile Serpentinen führen uns in die Höhe und 3 bringen uns zwischen dem 2. und 3.Tunnel zurück zur Hauptstraße hinunter.

Das war die letzte Ruhephase in diesem Anstieg. Auch den 3. Tunnel umfahren wir auf einer total verkehrsruhigen Nebenstraße. Die Steigung ist sehr moderat und mit 4-5% geht es weiter auf die Passhöhe zu. Waren die Ausblicke im unteren Teil der Strecke schon herrlich, so gibt es nun noch eine Steigerung, rechts und links sind es nun Postkartenimpressionen bis zur Passhöhe.

Zur Linken das schneebedeckte Massiv des Montagna della Majella mit dem höchsten Gipfel des 2795 Meter hohen Monte Amaro, zur Rechten  das Massiv des Montagne del Morone und in den Gegengeraden die schneebedeckten Berge des Gran Sasso D’Italia vor Augen. Bei dem der Corno Grande mit seinen fast 3000 Metern alles überragt.

Nachdem wir hinter dem 3. Tunnel wieder auf der SS 487 weiter fahren, haben wir 4 herrliche Serpentinen zu überwinden. Hier wird es auch schon  mal ein wenig steiler. Die 8% Marke wird aber nie überschritten. Liegen die Kurven hinter (unter) uns fahren wir auf Santa Eufemia zu. Das alte Dorf liegt auf einer Höhe von 870 Meter über NN.

400 Höhenmeter warten also noch auf uns und jeder davon ist Radgenuss pur, denn fast autofrei geht es durch diese Bilderbuchlandschaft weiter. Der Straßenabzweig zur Rechten, er führt in das mittelalterliche Roccacarámanico, läutet eine weitere nun aber weit ausladende Kurvenkombination ein bei der wir die 1000 Meter Marke überschreiten.

6 km sind es noch bis zum nun vor uns sichtbaren Pass und 300 Höhenmeter gilt es dabei zu überwinden. Das macht nach Adamriese durchschnittlich 5%  Steigung. Das ist nicht viel und so können wir uns auf die Landschaft konzentrieren von der wir gar nicht genug bekommen können. 2,5 km vor der Passhöhe gibt es noch eine schöne, etwas steilere Doppelkurve zu durchfahren, dann geht es fast gerade auf den Pass zu. Mit 1280 Meter über NN ist die Nordauffahrt des  Passo Leonardo bestimmt nicht eine der höchsten, jedoch für uns eine der schönsten Passauffahrten.

Passdaten: Start am Straßenabzweig SS 55 / nach Tocca da Casauria ( SP71)

Ortsdurchfahrten: Tocca da Casauria, Mausellaro, Salle, San Tammaso, Caramanico Terme, Sant Eufemia, Passo Leonado.

Streckenlänge der Nordauffahrt: 39 km, 1429 hm bergauf, 364 hm bergab,  31,5 km bergauf, 7,5 km bergab

Durchschnl. Steigung: 3,8 %, max. Steigung: 12%

 Die Rückfahrt ist genauso eindrucksvoll wie die Auffahrt. Rad laufen lassen und genießen. Einzig der Schlussanstieg durch Pescosansonesco macht mir ein wenig Sorgen, denn wir sind schon sehr lange unterwegs und diese Streckenlängen nicht mehr gewöhnt.

Die Abfahrt bis zur Autobahn liegt schnell hinter uns, nun gilt es aber wieder 450 Höhenmeter zu überwinden. Die letzten 80 davon bleiben ein unvergessliches Erlebnis. Zieht sich die Straße zuerst langsam aus dem Flusstal der Pescara hoch, kommt uns nun Pescosansonesco immer näher.

Erst mit dem Erreichen der Ortseinfahrt zieht die Steigung an. In engen Serpentinen, steil dazu, findet das Ganze seinen Höhepunkt nach der letzten Kurve. 18 % beträgt die Steigung. Zum Glück ist dies der letzte Anstieg und zudem nicht allzu lang (150 m).

 

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de