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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station in Abruzzen Radtour 08/031

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour 08 031, im Nationalpark della Majella auf einer größeren Karte anzeigen
Radtour in Abruzzen zum Passo Lanciano

Region/Provinz:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Abruzzen - Chieti

Palombaro

Hin-und Rückstrecke

72 km

1310 m

2450 hm


Beschreibung:

11.04.08 Palombaro

Wir befinden uns am Rande des Parco Nazionale Della Majella in dem kleinen Ort Palombaro. Die Nacht war herrlich ruhig. Kein Meeresrauschen, keine Autos, rein gar nichts. Am Morgen ist der Himmel Wolken verhangen und wir zweifeln, ob es Zweck hat, den Passo Lanciano zu fahren. Erst lange nach dem Frühstück ringen wir uns zu der Fahrt durch. Ein klein wenig Bammel spielt bestimmt auch mit.

Der Passo Lanciano ist ca. 36 km von unserem Standplatz in Palombaro entfernt. Da wir nicht wissen wie schwer die Hinfahrt bis zum Passanstieg ist, werden wir auf der gleichen Strecke zurück fahren. Die Straßen sind kaum befahren und auf den ersten Kilometern verlieren wir 100 hm. Dann zieht sich die Straße hoch bis nach Pennapiedimonte. Der Ort ist eng am Berghang gebaut und liegt auf 700 Meter über NN.

Den tiefsten Punkt der Tour erreichen wir unweit vor Pretoro mit 396 Meter über NN. Bis nach Pretoro sind es noch 2,5 km und bis dorthin steigt die Straße um 125 Meter.

Weitere 1,5 km weiter zweigt eine Straße zum Passo Lanciano links ab und hier beginnt die eigentliche Passauffahrt. Die Höhe beträgt am Straßenabzweig 590 Meter und die Passhöhe ist auf 1310 Meter über NN. Das macht einen Höhenunterschied von 720 Meter. Das heißt, vor uns liegen 10 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,2 %. Die höchste Steigungsrate beträgt im Ausgang einer der vielen Kehren 10 %.

Direkt nach dem Abzweig liegen 3 schöne 180° Kurven vor uns. Zu beiden Straßenseiten ist dichter Wald und wir werden vorerst nicht weiter vom Radeln abgelenkt. Das ändert sich aber schon bald und zur Talseite haben wir herrliche Ausblicke bis zur Adria.

Nach fast 2 km zweigt links noch einmal eine kleine Straße nach Pretoro ab. Wir lassen sie im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und auf den nächsten 1,7 km schlängelt sich die Straße relativ steil den Berghang hoch. Nun liegt ein schönes Kurvengewirr vor uns.

Die Ausblicke werden auf den nächsten 4 km immer grandioser. Schneebedeckte Apenninengipfel wechseln sich mit der Adria und den vorgelagerten Hügeln ab.

Nach 7,5 km beginnt das Finale der Auffahrt. Es wird eingeläutet von 2 einen Kilometer langen Geraden. Die Steigung liegt auf diesem Teil bei 8,5%. Der Wald verhindert hier weitere Ausblicke und so können wir hin und wieder nur die schneebedeckten Höhen des 1995 Meter hohen la Majeletta vor uns sehen.

Haben wir diese geraden Teilstücke geschafft sind es noch 700 Meter bis zur Passhöhe. Die ersten Gastronomiebetriebe liegen zu unserer Linke. Die Steigung ist zurückgegangen und locker können wir bei 6-7% die letzten Meter dieser Passauffahrt genießen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir nicht, dass wir noch bis zum Passo Tattone hätten fahren können. Die Straße verläuft dorthin in einer Linkskurve um das Lokal auf der Passhöhe des Passo Lanciano herum.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Sie ist herrlich zu fahren und wir wundern uns, wie steil es an einigen Stellen doch ist. Die Ausblicke zur Adria sind einfach grandios auch wenn sie ein wenig im Dunst liegt. Viel zu schnell haben wir die kurvenreiche Abfahrt hinter uns gebracht.

Aber auch die Rückfahrt nach Palombaro ist nicht ohne, liegt doch noch ein Anstieg mit 300 Höhenmetern vor uns. Er ist nicht sehr steil und so heißt es für uns, bei dem wenigen Verkehr auf den Straßen, genießen, genießen und nochmals genießen.

Herrlich sehen wir rechts hoch über uns, den kleinen Ort Pennapiedimonte an den Berghang gebaut. Die Häuser scheinen sich alle zu berühren, so eng sind sie zusammen. Kurvenreich geht es nun hinab zu einer kleinen Brücke. Kaum liegt sie hinter uns beginnt der Schlussanstieg nach Palombaro. Er ist mit 5% nicht allzu steil. Erst mit dem Erreichen des Ortes wird die Anfahrt zum Sportplatz, dort steht ja das Wohnmobil, mit 17% richtig steil.

 

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