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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station am Golf von Policastro Radtour 08/021

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


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Radtour am Golf von Policastro Policastro

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Campanien-Salerno

Policastro-Bussentino

Rundstrecke

70 km

520 m

1400 hm


Beschreibung:

Golf von Policastro, 18. März 2008

Wir sind mit dem Wohnmobil, gestern Abend, am Hafen von Policastro gelandet.  Die Nacht war ruhig und ungestört. Am Morgen ist der Himmel Wolken verhangen. Darum warten wir, mit unserer Radtour, noch bis fast zum Mittag ehe wir los fahren.

Astrid möchte nicht über die Hauptstraße fahren und so geht es über Schleichwege aus dem Ort hinaus. Ab Ortsausgang  biegen wir auf die SS18 ab und es geht in die Berge. Sie sind zum Teil noch mit Wolken umgeben doch es ist trocken. Sehr stark sind die Straßen nicht befahren und sogar die Fahrbahndecken sind sehr gut. In Torre Osaia, wir sind schon 250 Meter hoch, biegen wir hinter dem Friedhof links ab in die Sp19.

Die Straße steigt weiter an und am Abzweig nach Roccaglariosa ist mit 372 Meter der erste Höhenzug bezwungen. Auf der Straße ist es noch ruhiger geworden, doch leider macht sich, wenn auch nicht stark, mein Schmerz in der Nierengegend wieder bemerkbar. Beim Radeln behindert es aber nicht.

Nun schlängelt sich die Straße parallel zu der ausgebauten neuen SS18. Sie liegt noch um einiges höher und wir hören nur hin und wieder die Autos. Der Flusslauf des Mingardo bildet die tiefste Stelle aber auch den ersten Höhepunkt unserer Tour. Steil fallen die Berghänge zum Fluss hin ab und oben erblicken wir die Reste einer alten Festung. Auch die Hauptstrecke der Westküsten-Eisenbahnstrecke verläuft hier.

Noch etwas anderes lässt mein Herz höher schlagen. Auf dem Garmin sehe ich wie unsere Route (SP66) über eine Reihe Serpentinen (Tornante) das Tal nach links verlässt. Das ist eigentlich nicht weiter erwähnenswert, doch zur linken Seite gibt es nur eine steile Bergwand. Dann geht’s links ab. Hoch oben sehe ich die gemauerten Kurven.

Runter schalten, tief durch atmen und einen der schönsten Anstiege, auch nicht zu schwer, mit super Ausblicken beginnt. Die Straße ist kaum befahren und durch das Freudegefühl verfliegen die Schmerzen, ich hatte sie eben noch gespürt, wie von selbst.

Astrid ist mit dem Treckingrad unterwegs, es ist viel schwerer und sie fällt schnell zurück. So erlebt jeder für sich die Ausblicke in das immer tiefer liegende Flusstal und auf die schluchtartig herabstürzenden Berghänge. Erst nach der 6 Kehre verschwindet die auf diesen 6 km um 5% ansteigende Straße in einem, na was wohl, Olivenwald. Es ist wohl bald Erntezeit den überall sieht man schon die Fallnetze für die Früchte.

Die Straße verläuft nun auf den nächsten 1,5 km fast gradlinig auf den Bergkamm zu. Die größte Höhe ist hier 400 Meter über NN. Wo es hinauf geht, geht’s auch wieder runter und so verläuft die etwas steilere Abfahrt durch Camerota hindurch bis zum Meer wo die Straße in Marina dell Camerota an der SS562 endet.

Der Hafen liegt da wie in einem Bilderbuch. Auch können wir hier rege Aktivitäten feststellen, ganz im Gegensatz zu den Orten an der Adriaküste. Wir schauen uns ein wenig um und schon haben wir den letzten und vielleicht noch schöneren Anstieg vor uns.

In 12, aber wesentlich anders angelegten Kehren führt die Ss 562 nun bergan. Die Aussichten sind aber genauso grandios. Das immer tiefer unter uns liegende Mittelmeer und der nahe gegenüber liegende Berghang sind schon ein Erlebnis. Es ist auch der längste Anstieg unserer Tour und er findet, nach einer kurzen Gegenabfahrt mit 522 Metern seine größte Höhe.

Seltsamer Weise gibt es in San Giovanni de Piro eine Ortsdurchfahrt die mit 2,4 Meter Breite und 3,20 Meter Höhe sehr eng ist. Das Ganze natürlich ohne Vorankündigung, erst vor der Engstelle sehen wir die Schilder. Gut das wir nicht mit dem WOMO hierher fahren.

Nun führt die Strecke nur noch bergab und rasend schnell haben wir wieder das Meer erreicht. Kurz vor Policastro stoßen wir wieder auf die Hin-Strecke.

 

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