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Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station Sizilien, Provinz  Catania / Enna, Radtour 08/013

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60 | 61-65 | 66

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


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 Radtouren auf Sizilien Setti Feudi

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Sizilien - Catania Enna

Setti Feudi

Rundstrecke

98 km

796 m

1800 hm


Beschreibung:

25.02.2008

Heute sind wir von Santo Pietro 40 km weiter gezogen. Nach Caltagirone geht es weiter nördlich. Hier haben wir auf den Straßenkarten ein Gebiet mit vielen kleineren Straßen gefunden. Setti Feudi ist ein kleines Anwesen hier. Wir stehen an einem verlassenen Haus mitten in der Wildnis an der SP109. Die Straßen sind hier sehr ruhig aber nicht so gut. Immer wieder sind tiefe Löcher oder ganze Abbrüche in der Fahrbahndecke. Wir haben sehr gutes Wetter aber ich keine Lust zu Radeln. So sind wir etwas spazieren gegangen und konnten die Geburt eines Lämmleins miterleben. Astrid ist am Nachmittag noch eine Runde gelaufen.

 

26.02.2008 Setti Feudi

Die Nacht war ruhig und für Heute wollen wir auf einer 100 km Runde diese Gegend erkunden. Von unserem Standplatz, wir stehen an einem einsamen verlassenem Haus, haben wir einen schönen Ausblick auf den Etna.

Aufgrund der Sperrung der SP111 (weiße Straße im Plan) habe ich nur gelbe Straßen eingeplant. Da aber auch auf der Hinfahrt, die Straße in einem desolaten Zustand war, habe ich kein gutes Gefühl bei unserem Start. Der ist um 9:30 Uhr.

Die Fahrt geht erst einmal bergab nach Setti Feudi. Der als Ort in der Karte eingezeichnet ist, entpuppt sich als ein größeres Gehöft. Natürlich werden wir bei der Vorbeifahrt von 2 Hunden belästigt. Das soll sich auf der Tour aber einige Male wiederholen.

Nun geht es einen Anstieg hoch der uns nach Mirabella bringt. Wir durchqueren den Ort und stehen vor einer Steilwand. Astrid gibt alles und erklimmt sie ohne abzusteigen. Die Straße (Strada Provinziale 210) entwickelt sich nach der Steigung zu einem sehr schlechten Feldweg. Immer wieder durchlaufen tiefe Furchen die Fahrbahn. Das endet erst, als wir nach fast 4 km auf eine andere Straße (Strada Provinziale 37) kommen.

Wir fahren sie bis links die Straße (SP 40) nach Aidione abzweigt. Auch diese Straße weißt auf den ersten Kilometer tiefe Löcher auf. Aidione liegt auf 800 Meter ist unser höchster Punkt. Die Straße, wir werden bescheiden, ist dann besser als wir dachten. Auch der Anstieg entwickelt sich zum Höhepunkt dieser Tour. Nach langen geraden Teilstücken kommen wir zu herrlichen Serpentinen. Auch hier heißt es aufpassen, denn immer wieder ist die Fahrbahndecke kaputt.

Als nächstes Ziel haben wir uns den Lagio de Ogliastro ausgesucht. Den Stausee konnten wir schon von unserem Standplatz sehen. Leider nehmen wir dazu nicht die SS288, sondern fahren die Auffahrt wieder zurück. Die kleine Straße auf der wir abbiegen ist schnell auch nur noch ein Feldweg ähnliches Gebilde, nur sind Feldwege bei uns in einem viel besseren Zustand.

Immer wieder müssen wir tiefe Wasserlöcher und Matschlöcher umgehen. Die neuen Schuhplatten sind hin und auch die Sohle löst sich vom Schuh. Irgendwann kommen wir auf eine, ein klein wenig bessere Straße. Da ich immer wieder die Platten säubern muss und auch meine Bremsen von dem dicken Schlamm befreie, ist Astrid einiges voraus gefahren. Sie hält an und wird von einem Bauern angesprochen, der vor 40 Jahren in Deutschland gearbeitet hat.

Nach vielen Kilometern, bescheidener Fahrt stoßen wir auf die SS 288. Ich bin richtig froh und die paar Autos stören auch nicht. Leider biegen wir am See von ihr ab und kommen auf eine viel versprechende breite Straße. Doch das Vergnügen ist auch wieder schnell zu Ende und zwar gründlich. Sie führt uns einige km in einem sehr schlechten Zustand weiter. Am Ende des Sees mündet sie in eine, mir fällt kein passendes Wort dafür ein, "Scheißpiste" (Strada Provinziale 73).

Spitze Steine stehen aus der Fahrbahn raus, eine Fahrbahndecke gibt es nicht und ansteigen tut sie auch noch. Also schieben. Nach mehreren Versuchen des Fahrens auf diesem Belag gebe ich auf. Zu umständlich ist es die Lookplatten abzudecken und wieder zu entfernen. So mache ich sie dran und für fast 3 km heißt es nun laufen. Irgendwie gelangen wir dann auf eine Querstraße (SP 182) und können endlich wieder fahren.

Die Uhrzeit ist weit fortgeschritten, denn mit den Laufeinlagen haben wir viel Zeit verloren. Ich befürchte schon, im hellen nicht mehr unser Auto zu erreichen. Zwei Lange Anstiege stehen noch bevor. Der erste führt uns an Borgo Pietro Lupo vorbei. Auch dies ist wieder erwarten kein Ort, sondern 2 Gehöfte. Natürlich werden wir auch wieder von Hunden angegriffen. In Oglaistro mit dem Castell Seravalle, wird der Höhenzug zum ersten Mal überquert.

Die Abfahrt beenden wir der SS417. Diese stark befahrene Straße nutzen wir bis zur nächsten Ausfahrt. Dann beginnt der längste Anstieg des Tages. Er führt über den sra. Pietraliscia,, auf 7 km sind 400 hm zu überwinden.

Es macht sich nun bemerkbar, dass wir nur eine halbvolle Trinkflasche dabei hatten. Der Anstieg wird uns unendlich lang und führt dazu auch noch zum Teil über eine gesperrte Straße. Was das heißt ist in Sizilien klar. Kaputt bis zum geht nicht mehr. Ich bin froh als wir auf den letzten 5 km wieder auf eine „gute“ Straße kommen. Aber auch diese km ziehen sich hin wie Kaugummi. Oben auf dem Kamm warte ich ein wenig und Astrid kommt schnell nach. Gemeinsam kommen wir nach 8 Stunden und 23 Minuten zum Wohnmobil.

In dieser Gegend möchte ich von weiteren Touren abstand nehmen und nach der Besichtigung einer Burg, morgen in ein anderes Gebiet fahren. 

 

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