RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station Sizilien, Provinz Ragusa, Radtour 08/010

1-5 | 6-10 | 11-14

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


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 Radtour auf Sizilien Cava d'Aliga

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Sizilien - Ragusa

Cava d'Aliga

Rundstrecke

47 km

235 m

630 hm


Beschreibung:

20.02.2008 Cava d'Aliga (an der Südküste)

Wir sind nach Cava d’Aliga weiter gefahren. Auf dem großen Parkplatz, unterhalb der Tankstelle sehen wir schon 2 Wohnmobile stehen. Nur wie dorthin kommen? Der Ort besteht nur aus Einbahnstraßen und wenn wir fast in der Nähe des Parkplatzes sind, werden wir wieder weggeleitet. Na ja, irgendwie klappt es dann doch.

Das Wetter ist herrlich und von hier aus starten wir zu einer Tour mit 50 km Länge.

 Wir verlassen  Cava d’Agila in westlicher Richtung, aber noch im Ort biegen wir rechts ab und folgen den Schildern die uns nach Scicli weisen. Die Straße ist kaum befahren, jedoch in einem sehr schlechten Zustand. Das beobachten wir aber auf der gesamten Insel, sobald wir die Küste verlassen, werden die Straßen schlechter. Ausnahmen gibt es natürlich auch, aber das sind nur wenige.

Nach 3 km kommen wir auf eine vorfahrtsberechtigte Straße und biegen links auf ihr ein. Wir haben bisher 120 Höhenmeter hinter uns gebracht und nun bis kurz vor Scicli steigt die Straße um weitere 80 hm an. Je weiter wir landeinwärts kommen desto weniger Folientunnel sehen wir. Auch scheint hier keine Landwirtschaft mehr betrieben zu werden. Olivenhaine bestimmen nun unsere Ausblicke.

Dann führen 6 schöne Serpentinen hinunter in die Stadt. Auch hier herrscht noch Winterschlaf nur ein paar 3 räderige Kleinlaster rattern durch die Straßen. Im Ort halten wir uns links und durchfahren das lang gestreckte, zwischen Hügeln eingebettete Scicli. Schnell liegen die letzen Häuser hinter uns und da wir wieder auf die Küste zufahren, sehen wir vor uns Plastikfoliengewächshäuser so weit das Auge reicht.

Kurz vor Donnalucate biegen wir links in ein Industriegebiet ein, denn zur Küste wollen wir nicht. So müssen wir allerdings für einen Kilometer die vielen LKWs ertragen. Am Kreisverkehr biegen wir rechts ab und es wird sofort wieder ruhiger. Die Straße steigt nun unaufhörlich an, ohne dabei steil zu werden. Nach 2 km kommen wir zur Sp 119. Auf ihr biegen wir rechts ab und die Folientunnel verschwinden aus unserem Blickfeld.

Wir folgen dem Straßenverlauf bis dieser auf die Sp 37 mündet. Hier, wir sind etwas nördlich von Scicli, erreichen wir den höchsten Punkt dieser Radtour mit 235 Meter über NN. Wir fahren nicht rechts in den Ort, dort waren wir ja schon im Verlaufe dieser Tour, sondern wählen die linke Möglichkeit.

Die Sp 37 führt nun bergab ins Tal des Irminio. Es scheint eine Kiesgrube in der Nähe zu sein, denn immer wieder werden wir von Kieslastern überholt. Sie sind aber nicht lästig und halten respektvollen Abstand.  Die Straße führt steil ins Flusstal hinab und wir freuen uns schon auf den Gegenanstieg. Es ist nicht so steil wie es aussieht, von einer kleinen Rampe einmal abgesehen, denn nach 3 km haben wir an dem Straßenabzweig zur Sp 78 135 Höhenmeter bewältigt.

Es sind nicht die verwilderten Hunde die uns hier zu schaffen machen, es sind die Hunde der Kleinbauern, die ständig meinen, das Besitztum verteidigen zu müssen. Das verfolgt uns nun aber schon in ganz Süditalien. Wir biegen hier links ab und die Straße führt uns hinunter zur Küste. Kaum haben wir sie in Sichtweite ist auch alles wieder mit Plastik zugepflastert. Haben wir auf der Hinfahrt Donnalucuta noch umfahren, geht es nun mitten hindurch. Im Ort halten wir uns rechts und folgen der küstennahen Straße. Sie macht einige Wellen und nach 50 km ist Cava d’Agila erreicht.

Irgendwie ist Sizilien noch nicht in unseren Köpfen angekommen. Zu sehr stechen die Missstände ins Auge. Teils wegen der frühen Jahreszeit gibt es keine ordentliche Entsorgung, teils wegen der allgegenwärtigen toten oder wenn sie noch leben, angriffslustigen Hunde, aber auch wegen der desolaten Straßenverhältnisse im Hinterland. 

 

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