RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station Sizilien, Provinz Syrakus, Radtour 08/009

1-5 | 6-10 | 11-13

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


Radtour auf Sizilien Italien 08/009 auf einer größeren Karte anzeigen
 Radtour auf Sizilien Marzememi

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Sizilien - Sirakus

Marzememi

Rundstrecke

78 km

97 m

580 hm


Beschreibung:

19.02.2008 Marzememi (zur Südspitze)

Wir sind nach Marzamemi gefahren und bekommen, kaum haben wir das Wohnmobil abgestellt, von 2 weiteren WOMOs Gesellschaft. Eine Radtour mit 78 km sitzt auch dran.  

Wir starten in Marzamemi bei herrlichem Wetter. Unsere Radtour soll uns zum südlichsten Punkt Siziliens führen: Isola delle Correnti.

Wir nehmen dazu die kleine, hier unten kaum befahrene Küstenstraße. Zur Linken haben wir das Meer und zur Rechten endlose Gemüsefelder. Nach 7 km des herrlichsten Radelns kommen wir zu der kleinen Hafenstadt Portopalo Di Capo Passero. Wir halten nicht an und fahren weiter auf der 2,5 km langen, schnurgeraden Via Maucini nach Südwesten. Am Ende der Geraden biegen wir links ab und fahren zwischen weiten Feldern hindurch auf Isola delle Correnti zu.

Kurz vor der Feriensiedlung Carratois halten wir uns links und es sind nur noch wenige Meter, dann  stehen wir an dem, für uns mit dem Rennrad erreichbaren, südlichsten Punkt Siziliens. Die Lookplatten verhindern eine weitere Erkundung dieses Fleckchens.

Die Weiterfahrt führt uns nach Westen. Habe ich dort doch zwei größere Seen auf den Straßenkarten entdeckt. Bei Pachino, es ist wohl der größte Ort hier im Südzipfel, stoßen wir auf die Sp 22. Wir halten uns links und sind froh diese viel befahrene Straße schon nach ein paar hundert Metern wieder verlassen zu können.  Die Landschaft ist hier stark wellig und wir fahren an uns endlos erscheinenden Folientunnel vorbei. Gemüseanbau ist neben der Touristik eine der wenigen Einnahmequellen.

Die beiden Seen befinden sich unter Naturschutz und der Wirtschaftsweg führt außer Sichtweite an deren Ufer vorbei. Wir sparen uns deshalb den zweiten See, wenn wir ihn sowieso nicht sehen können, brauchen wir ihn auch nicht zu umrunden. Am Strand erstreckt sich der Badeort Granelli, doch auch er ist zu dieser Jahreszeit ausgestorben.

Die Küstenstraße ist im Ort mit Sand überweht und wird wohl erst für die Saison geräumt. Dort entlang fahren können wir mit den Rennrädern nicht. Wir verlassen Garnelli in Richtung Norden und kommen nach 4,5 km etwas weiter westlich wieder auf die Sp 22. Auch diesmal sehen wir zu, dass wir sie schnell wieder verlassen. Das ist schon nach 1,5 km und sofort herrscht wieder Ruhe auf der Straße.

Nicht das auf der Sp 22 sich endlose Blechlawinen rollen, nein, gegenüber dem Ruhrgebiet ist die Straße fast leer, aber wie hier gefahren wird, das hat schon eine andere Qualität. Italien hat die besten Autofahrer der Welt. Sie sind in der Lage selbst bei einer Geschwindigkeit von über 80 km/h mit wenigen Zentimetern Abstand an uns vorbei zu fahren. Auch müssen sie ein besonders feines Gehör haben, auf das sie sich absolut verlassen können, denn die Überholvorgänge an Kuppen und in engen unübersichtlichen Kurven lassen nur diesen Schluss zu. Außerdem haben sie den Papst zwar vielleicht nicht in der Tasche, aber dafür im eigenen Land.

Auch im weiteren Verlauf der Radtour, begleitet uns der Anblick der unendlich weiten Gemüsefelder. Und immer wieder Folientunnel, Folientunnel. Das Radeln ist aber sehr abwechslungsreich, denn es sind immer wieder Bodenwellen zu bezwingen. Die Höhenunterschiede liegen dabei aber nur zwischen 20 und 40 Meter. Nach 46 km erreichen wir den höchsten Punkt unserer Radtour mit 100 Meter über NN. Leider begleiten uns auf allen Touren hier im Süden zugemüllte Straßenränder. Diese werden von verwilderten Hunden bevölkert. Da sie im Winter, von den ausbleibenden Touristen, nicht gefüttert werden, versuchen sie in den Müllhaufen Nahrung zu finden. Die, die dazu das Pech haben, von einem Auto überfahren zu werden, verwesen dann langsam am Straßenrand.

Wir befinden uns auf der Sp11 und fahren in Richtung Norden auf Rosolini zu. Erst kurz vor der Ortschaft ändern wir die Fahrtrichtung und halten uns nun östlich. An der im Bau befindlichen Autostrada Siracusa-Gelo verlassen wir die Sp 20 und biegen in einer fast 180° Kurve rechts auf die Sp 51 ab.

Auch sie führt uns weiter nach Osten auf den Lido di Noto zu. Bis zur Küstenstraße, noch ist es die E 45, wollen wir aber nicht, denn wir haben nicht weit davon entfernt auf unseren Karten eine kleine fast parallel führende Straße entdeckt. Es ist die Sp 56, deren Verlauf wir 6 km nach Süden hin folgen.

Hier brauchen wir nur die Küstenstraße zu kreuzen und kommen auf einsamster Straße nach 79 km wieder nach Marzamemi.  Da wir hier unten weit außerhalb der Saison sind, haben natürlich fast alle Campingplätze und Wohnmobilstandplätze geschlossen. Das führt zu einem ständigen Ent- und Versorgungsproblem des Wohnmobils. Erst in einem Gespräch mit einem italienischen Wohnmobilpärchen werden uns die Entsorgungsmöglichkeiten aufgezeigt. Auf unsere Frage wie sie die Entsorgung handhaben, stellen sie uns eine Gegenfrage: „Habt ihr denn nicht gesehen wie das hier aussieht? Müll und Müll und noch mal Müll, schüttet es doch dazu.“ 

 

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