RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Italienreisereise 2008

Italien
 

Station Sizilien, Provinz Syrakus, Radtour 08/008

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-27

01_20080218_SIZ_Lido_di_Noto_Profil.jpg 20080218 Sizilien Lido di Noto Tour (02).jpg 20080218 Sizilien Lido di Noto Tour (03).jpg 20080218 Sizilien Lido di Noto Tour (04).jpg 20080218 Sizilien Lido di Noto Tour (05).jpg  

 

Rennradtouren auf unseren Reisen

Italien 2008


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 Radtour auf Sizilien Lido di Noto

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Sizilien - Sirakus

Lido di Noto

Rundstrecke

79 km

600 m

1100 hm


Beschreibung:

18.02.2008 Lido di Noto (die ersten Berge)

Die Nacht in Lido di Noto ist total ruhig, denn der Ort ist bis auf wenige bewohnte Häuser fast ausgestorben. Um nicht ganz einsam zu stehen, stellen wir uns in eine kleine Sackgasse in der vor den Häusern ein paar Autos stehen.

Unsere Tour führt uns heute landeinwärts. Wir fahren über kleinste Straßen nach Avolo. Auch hier bin ich wieder froh als wir den lebhaften Ort verlassen. Noch haben wir uns nicht auf das hektische Sizilienleben eingestellt. Und so bedeuten Ortsdurchfahrten Stress für uns.

Nur mit Mühe finden wir die Ausfallstraße in die nahe Bergwelt. Nachdem wir die E 45 überquert haben, herrscht schlagartig Ruhe auf der Straße. Zu beiden Straßenseiten erstrecken sich Orangen und Zitronenplantagen. Alle sind allerdings eingezäunt und die Möglichkeit einer Kostprobe besteht nicht.

2 km stadtauswärts kündigt eine große 180 ° Kurve eine wunderbare Serpentinenstraße an. Über 11 Kehren schlängelt sich die Straße, so gut wie autofrei, den Berg hoch. Auf 7 km sind hier 400 Höhenmeter zu überwinden. Es kommen uns auch einige Radler entgegen.

In der Auffahrt tun sich uns überwältigende Ausblicke auf Avolo und das dahinter liegende Mittelmeer auf. Auch in Antica Avolo geht es noch in Kehren bergan. Dann ist das Hochplateau erreicht.

Zur Rechten haben wir nun den riesigen Canyon A Gorgeous Gorge. Aber auch zur Linken hin gibt es tiefe Einschnitte in die Bergformation. Wir fahren weiter auf den Cava Grande del Cassibile zu. Es ist ein grandioser Canyon und gehört zum Weltkulturerbe.

Weiter geht es über eine Hochebene und hier erreichen wir den höchsten Punkt unserer Radtour mit 600 Meter in dem kleinen Dorf San Isidro. Die Straßen werden nun eigenartigerweise immer schlechter. Das mag wohl daran liegen, dass wir besonders kleine Straßen ausgesucht haben. Ein wenig ärgert es uns auch, dass wir keine Gelegenheit haben, einmal eine Orange zu pflücken und zu genießen.

In San Isidro biegen wir links auf die Sp 24 ab. Ihr folgen wir, es geht dabei immer leicht bergab, für 4 km. Dann biegen wir rechts in die kleine Sp 98 ein. Sie führt uns kehrenreich über 5 km wieder in die Ebene. Orangenhaine soweit das Auge reicht und da es gerade Haupterntezeit ist, sehen wir viele überladene Kleinlaster, die Stapelkörbe darauf abenteuerlich verzurrt.

Nach der Abfahrt sind wir froh, dass wir wieder auf eine etwas größere Straße (Sp 18) kommen. Hier ist der Fahrbahnbelag etwas besser und Autos sehen wir sehr wenige. Über 13 km folgen wir dem Verlauf der Straße. Sie weist dabei durchgängig ein geringes Gefälle auf. Das ist gut zu fahren und so kommen wir dem Mittelmeer schnell näher.

1,5 km nach dem Überqueren der E 45 biegen wir noch einmal rechts ab, in der Hoffnung eine noch ruhigere Verbindung zu unserem Standplatz zu finden. Das gelingt aber nur ungenügend und wir landen schnell wieder auf der Sp 21. Sie mündet auf der viel befahrenen Küstenstraße.

Wir biegen links ab und haben ein kurzes steiles Rämpelchen vor uns. Das ist eigentlich nicht weiter tragisch, jedoch kommen uns ein paar LKW-Reifen, die sich relativ schnell drehen, bedrohlich nah.

Wir atmen auf als der Straßenabzweig nach Lido di Noto in Sicht kommt. Nun ist es nicht mehr weit, jedoch haben wir auch hier, zum wiederholten Mal, eine Hundeattacke zu überstehen.

Nach 79 km sind wir, mal abgesehen von dem wunderschönen Anstieg nach Antica Avolo, nicht ganz von der Rennradtauglichkeit Siziliens überzeugt. Noch zu frisch sind die Erinnerungen an das Rennradlerparadies Pyrenäen. 

 

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