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Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

51. Station unserer Reise, in der Region Elsass, Department Haut-Rhin, Grand Ballon,  Radtour 07/087

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Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
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 Radtouren in Frankreich  Grand Ballon
 Region / Department: F- Elsass
(Haut-Rhin)
Startort:  Grand Ballon
Ankunft:  Hin und Rückstrecke
Streckenlänge:  80 km
Höchster Punkt
 1341 m
Höhendifferenz:
 2000 hm
 Besonderheiten: tolle Auffahrten zum Grand Ballon

 

 Beschreibung:

Der Urlaub geht zu Ende und die heutige Radtour wird die letzte auf unserer Frankreichreise.

Wir stehen schon sehr früh auf und fahren mit dem Wohnmobil hoch zum Grand Ballon. Von dort starten wir zum Süd- und Ostanstieg. Die Abfahrten nach Uffholtz und Soultz nehmen wir natürlich gerne mit. 

Der Vorteil oder auch Nachteil unseres Startortes ist, dass wir zuerst eine lange Abfahrt vor uns haben. Es ist noch recht frisch und wir frieren ein wenig. Nachdem wir den Col Amic hinter uns haben, geht es zum Glück ein wenig bergauf. In der Abfahrt nach Uffholtz halten wir an dem Soldatenfriedhof (Hartmannwillerskopf) an. Nach der anschließenden Abfahrt, die Straße verläuft im dichten Wald, ist Uffholtz unser Wendepunkt.

Der Südanstieg verläuft  auf den ersten 2 km gerade aus Uffholtz hinaus und ca. 80 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen. Der Wald beginnt und herrliche 5 Serpentinen bringen uns um weitere 200  hm bis zur Straßeneinmündung der D 5. Der Serpentinen nicht genug geht es in 7 Kehren weiter und wir haben die 800 Meter Marke hinter uns. Der Wald ist dicht und lässt keine großen Ausblicke zu. Nach weiteren 100 Höhenmetern kommen wir wieder zum Hartmannwillerkopf.

Aber auch der Col de Silberloch wird hier passiert. Noch ein wenig bergauf und mit 913 Metern über NN geht es in einer engen Kehre hinab zum Col Amic. Hier in der kurzen Abfahrt können wir die schönen Ausblicke in die Täler rechts und links genießen.

Am Col Amic können wir keinerlei Hinweis auf den Ort Soultz entdecken. Wir haben aber im Vorfeld die Karten gut studiert und nehmen die in östlicher Richtung abzweigende kleine Straße.

Sie ist auf den ersten 4 km frisch geteert und so gleitet es sich herrlich ins Tal. Der Wald ist auch hier sehr dicht und lässt keine Blicke in die Umgebung zu. Kaum hört der frische Straßenbelag auf ist höchste Vorsicht geboten. Immer wieder weist das Sträßchen tiefe Schlaglöcher auf.

Das hört erst auf nachdem die engen Kehren hinter uns liegen und wir einen Campingplatz passiert haben. So langsam lichtet sich auch der Wald und links von uns liegen einige Weinberge. Mit Erreichen der Ortsausläufer von Soultz beginnen genauso irre angelegte Radwege wie sie oft auch bei uns vorkommen.

Wir nutzen weiter die Straße, denn es fahren hier kaum Autos. Nach einer Pause, beim Konditor, machen wir uns an die Auffahrt. Wieder vermeiden wir die ungeeigneten und fehlgeplanten Radwege. Die ersten 5 km verläuft die Straße parallel zum Wühnheimerbach und steigt um 170 Meter an. Das geht locker und wir sind froh, dass nun die ersten Kehren beginnen.

Die kleine Straße schlängelt sich in 16 Kehren den Berghang empor. Mal sind sie sehr eng und dann wieder weit geschwungen. Autos begegnen wir auf der gesamten Auffahrt nicht. So macht das Radeln Spaß und es ist kein Vergleich zum Vortag, als wir von Auto- und Motorradhorden terrorisiert wurden. Das ändert sich auch kaum, nachdem wir den Col Amic passieren.

Die Straße wird nun viel steiler und der Wind hat gehörig aufgefrischt. Auf diesem Teilstück gibt es aber immer wieder Lichtungen im Wald die uns wunderbare Aussichten bescheren. Nachdem wir 2, mit Kopfsteinen, gepflasterte Kurven hinter uns gelassen haben, weicht der Wald ganz zurück und es geht nun, gegen den heftigen Wind ankämpfend, mit 9% Steigung in das Finale.

Die Kugel und das Denkmal des Grand Ballons haben wir nun fast ständig vor Augen. Es geht auf einer Straße,  deren Verlauf anscheinend in den Himmel führt. Nach der letzten Kurve liegt noch ein 1 km gerades Teilstück vor uns. Der Wind bläst uns, nun von hinten kommend, förmlich den Berg hoch.

Nach fast 70 km sind auch der Süd- und der Ostanstieg des Grand Ballons Geschichte für uns.

Den schwersten Anstieg, wir entdecken das aber erst auf unserer Heimfahrt im Wohnmobil, dürfte die Auffahrt der D 430 von Guebwiller aus sein. Sie werden wir bestimmt, falls wir noch einmal in dieser Gegend sind, nachholen.

Am Abend schauen wir uns die Bergspitze und die Radarstation des Grand Ballons an. Das ist bei Sturm gar nicht so einfach. Da uns der Wind zu heftig geworden ist, verlassen wir die Bergspitze und fahren hinab nach Lautenbachzell. Hier finden wir einen schönen Standplatz für die Übernachtung.

Ein wenig wehmütig sitzen wir abends im Wohnmobil, denn uns wird klar, dass wir morgen, nach 160 wunderschönen Tagen in Frankreich und Nordspanien, wieder nach Deutschland kommen.

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