RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

42. Station unserer Reise, in der Region Midi-Pyrènèes, Department Ariège, Surba bei Trasacon, Radtour 07/076

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60

Tour 07 076 Plateau de Beille Tour (02).jpg Tour 07 076 Plateau de Beille Tour (03).jpg Tour 07 076 Plateau de Beille Tour (04).jpg Tour 07 076 Plateau de Beille Tour (05).jpg Tour 07 076 Plateau de Beille Tour (06).jpg  

 
Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
Radtour 07/76 auf einer größeren Karte anzeigen
 Radtouren in den Pyrenäen  Surba bei Tarascon
 Region / Department: F- Midi-Pyrènèes
(Ariège)
Startort:  Surba
Ankunft:  Hin und Rückstrecke
Streckenlänge:  89 km
Höchster Punkt
 1780 m
Höhendifferenz:
 2650 hm
 Besonderheiten: Auffahrt über den Pas de Souloumbrie zum Plateau de Beille

 

 Beschreibung:

Wir stehen mit unserem Wohnmobil in der Nähe von Tarascon, in dem kleinen Örtchen Surba. Wir sind extra hierher gefahren, um in den letzten Tagen unseres Pyrenäenaufenthaltes noch einen legendären TdF-Anstieg zu fahren.

Plateau de Beille steht heute auf unserem Programm.

Um nicht über die Nationalstraße nach Les Cabannes zu fahren, biegen wir in Tarascon in die Gegenrichtung ab. Habe wir doch auf der Straßenkarte eine kleine weiße Straße entdeckt die allerdings über einen Höhenzug führt. Wir müssen durch das lebhafte Tarascon und landen auf einer Straße mit einem Radstreifen. Wir fahren bis nach Bompas und biegen dort eine Straße zu früh ab. Sie führt steil in den Ort hinein. Na ja, zum warm werden gerade richtig.

Dann zieht sich die Straße (D20) über 3 km an einigen Gärtnereien das Tal hoch. Die Steigung ist gering und so rollt es ganz gut. Ein wenig Wehmut hab ich im Bauch, ist es doch ein kleiner Abschied von den Anstiegen der Pyrenäen. Bei km 10 beginnt ein solcher. Für die nächsten 4 km liegt die Steigung bei 8,3%. Dann finden wir uns auf einer Hochebene wieder. Der Pass de Souloumbrie hat eine markante Felsformation aufzuweisen. Ein steil nach oben ragender Felsdorn.

2 km weiter verlassen wir die Route de Cornichon und biegen rechts auf die Straße D 120 nach Les Cabannes ein. Es folgt eine kleine, mit engen Serpentinen gespickte Abfahrt hinab nach Les Cabannes. Den Ort beachten wir gar nicht so richtig und befinden uns sofort in einem Anstieg, wir meinen der nach Plateau de Beille, wieder. Die Straße ist sehr klein und schmal, steil und mit Granulat versehen.

Eine Sackgasse macht dem Spuk ein Ende. Ein hilfreicher Anwohner weist uns den richtigen Weg. So verpassen wir die ersten 3 original Kehren. Das macht aber nichts, denn 16 km Anstieg liegen ja noch vor uns. Die Straße ist bepinselt mit den Namen der TdF-Stars. Am meisten lesen wir den Namen Contador, aber auch Vogt und Klöden sehen wir mehrfach.

Die Steigung liegt bei 8% und ich lasse das Rad einfach rollen. Meine Herzfrequenz pendelt sich zwischen 140 und 150 ein und ich genieße einfach diese Auffahrt. Leider versperrt wieder dichter Baumbestand die Ausblicke ins Tal. Nur ab und zu können wir einen Blick in die Tiefe erhaschen. Die Straße ist auf den ersten 4 km frisch geteert und so rollt das Rad ohne großen französischen Grobkornwiderstand. Da die Straße zudem sehr breit ist unterschätzt man die Steigung ein wenig. So muss ich feststellen, dass die gemessene Steigung höher ist, als die gefühlte.

Trotzdem zieht sich der Anstieg ganz schön hin. Die Kehren sorgen mit einigen steilen Passagen für ein wenig Abwechslung. Nach 12 km finden wir uns auf eine Hochebene wieder. Das Flachstück (5%) ist schön zum Genießen. Aber es hat schnell ein Ende und 2 Serpentinen läuten das Finale ein.

Rechts und links haben wir nun schöne Ausblicke auf einige Bergmassive und tiefe Täler. Das Steilstück liegt als bald hinter uns und es geht geradeaus auf das Hochplateau zu. Der letzte km ist mir fast zu schnell zu Ende. Das weite Rund der riesigen Parkfläche liegt nun vor uns und unser vermeintlich letzter TdF-Anstieg in 2007 ist Geschichte.

Nach einer sehr ausgiebigen Pause, Astrid erkundet noch das Plateau, nehmen wir die Abfahrt in Angriff. Die Straße ist so breit, dass es in den Kehren mit den wenigen Autos, keine Probleme gibt.

Zwischendurch halten wir ein paar Mal zum Fotografieren an. Fast am Ende der Abfahrt entdeckt Astrid noch ein halb verfallenes kleines Schlösschen. Sie ist tief betrübt, dass man hier solche Kleinode einfach sich selbst überlässt. Wir durchfahren wieder Les Cabannes und kommen durch Verdun zum Anstieg mit den engen Serpentinen.

Die Vorfreude darauf ist groß. Ich möchte sie nur genießen und fahre ohne Druck dort hoch. Astrid ist mir schnell enteilt. Sie wartet aber in einigen Kehren wiederholt auf mich, um ein paar Fotos zu schießen. Oben angekommen folgen wir den Schildern zum Col de Marmare, ohne allerdings zu wissen wo und wie weit er entfernt ist.

Zu weit für uns, müssen wir schließlich feststellen und kehren nach 10 km um. Trotzdem genießen wir die Fahrt über diese Hochebene, verläuft die Straße doch fast immer auf 900 Meter über NN. Nach 85 km nähern wir uns schließlich wieder Tarascon.

Der Straßenverkehr ist hier genauso wie schon auf unserer Hinfahrt, einfach nervig. Trotzdem ist der Ort schnell passiert und nach 3 Kreisverkehren haben wir Sorba, dort steht ja das Wohnmobil, erreicht.

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de