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Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

39. Station unserer Reise, in der Region Midi-Pyrènèes, Department Ariège, Salau, Radtour 07/073

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Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
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 Radtouren in den Pyrenäen  Salau
 Region / Department: F- Midi-Pyrènèes
(Ariège)
Startort:  Salau
Ankunft:  Rundstrecke
Streckenlänge:  127 km
Höchster Punkt
 1560 m
Höhendifferenz:
 2800 hm
 Besonderheiten: Westauffahrt zum Col de Saraille, Col d'Agnes, Port de Lers,

 

 Beschreibung:

Heute ist der Himmel wieder blau und die Gegend um den Col d'Agnes wollen wir ein wenig intensiver erforschen. Zur Passhöhe Col d'Agnes und Port de Lers gibt es 3 Auffahrten. Nachdem wir gestern ja schon die von Aulus les Bains aus kennen gelernt haben, stehen heute die beiden Anderen auf dem Programm.

Wir starten in Salou und es geht erst einmal am Fluss Salat entlang bergab. Nach den Orte Seix und Oust kommen wir an den ersten Anstieg. Es geht auf einer kleinen Nebenstraße zum Col de Saraille hinauf. Es ist wie im Mittelgebirge. Die Steigung ist gut zu fahren, wenige Autos sind unterwegs und das Wetter ist sonnig, dazu die wunderschönen kleinen Häuschen und Örtchen an der Straße. Was will man mehr?

Ab einer kleinen bergab Passage geht es ausschließlich durch den Wald. Oben dauert es relativ lange bis wir nach einem langen Flachstück das Schild von der Passhöhe sehen. Die Abfahrt ist schön übersichtlich und verläuft auch lange Zeit durch den Wald.

Dann ist Massat, ein kleiner Ort im Tal, erreicht. Die Kirche ist gerade offen und wir schauen uns das Dömchen an. Die Auffahrt zum Port de Lers ist sehr gut ausgeschildert. Dieser Anstieg ist schon eine Nummer schärfer. Auch hier geht es erst lange durch waldreiches Gebiet.

Sehr schön wird es aber als die Bergspitzen zu sehen sind. Die Steigung ist gut zu fahren und hoch über uns schweben die Paragleiter. In dieser Bergkulisse ein herrlicher Anblick. Dann ist der Abzweig zum Col d'Agnes/Port de Lers erreicht. Unser Weg führt uns zuerst nach links zum Port de Lers.

Auf dem letzten Teilstück zur Passhöhe kommen wir an den Startplatz der Hanggleiter vorbei. Wir machen von dem bunten Treiben ein paar Fotos. Zum Pass ist es noch ein Stück. Die Steigung beträgt aber nur 6% und so liegt das auch schnell hinter uns.

Oben angekommen, beschließen wir auf der anderen Seite ein Stück ins Tal zu fahren. Ja, wenn schon dann richtig und so kommt es auch. Nach einer uns sehr steil erscheinenden Abfahrt sind wir in Vicdessos. Der Ort liegt ganz unten im Tal. Astrid schaut schnell ins Touristenbüro rein und wir füllen unsere Flaschen auf.

Etwas mulmig in der Magengegend machen wir uns an den Aufstieg. Es sah aber schlimmer aus als es ist und so bereitet die Auffahrt keine Probleme. Anderen aber schon, so erleben wir, wie ein Wohnmobil dem Gegenverkehr wohl ausweicht und mit 2 Rädern im Graben landet.

Schön wird der Anstieg als die weit ausladenden Serpentinen beginnen. Hier ist die Steigung mit 7% auch nicht mehr so stark. Dann ist die Passhöhe erreicht. Hier oben weht eine steife Briese und so ist der Windbreaker und bei Astrid die Regenjacke die richtige Wahl für die Weiterfahrt.

Auf der Abfahrt verlieren wir nur 280 Höhenmeter, dann sind wir wieder am Etang der Lers, einem herrlich gelegenen Bergsee. Nun steht der letzte Anstieg in dieser hochalpinen Region an, der zum Col d'Agnes.

Wir sind dieses Stück ja schon gestern bei Nieselregen gefahren und heute scheint die Sonne vom blauem Himmel. Aber wir können auch einige Regenwolken zwischen den Bergen entdecken, dazu ist auch die Uhrzeit sehr weit fortgeschritten und wir haben noch 35 km zu fahren.

Der Anstieg in dieser schroffen Bergwelt ist schon imposant. Auch ist der Straßenverlauf, teils vor uns, aber immer unter uns, schön zu verfolgen. Dann ist auch diese Passhöhe erreicht, schnell noch ein Foto und schon befinden wir uns in einer Abfahrt die nach einigen Serpentinen im Wald verschwindet.

Das steilste Gefälle kommt auf der 2,5 km langen Geraden fast zum Schluss. Dann ist Aulus-les-Bains erreicht. Die Straße, wir fahren über Oust, führt nicht allzu steil, immer am Fluss entlang, bergab.

So ist nun hohes Tempo angesagt. Wir wechseln uns in der Führung regelmäßig ab und haben die 15 km nach Oust schnell hinter uns.

Nun müssen wir auf den letzten 15 km das Tal am Le Salat entlang hinauf. Das heißt noch einmal 300 hm für uns. Die Steigung beträgt aber auf diesem Teilstück nur 3%. Die Strecke bis Pont de la Taule ist schnell geschafft.

Die letzten 9 km im einsamen Tal, ziehen sich hin wie Kaugummi. Es dämmert schon leicht und am Fluss haben wir uns schon satt gesehen. Die einzige Abwechselung bringt die Ortsdurchfahrt  von Coutlens. Aber irgendwie geht auch diese Fahrt zu  Ende. Und in der Gewissheit eine super schöne Tour gefahren zu haben, schließen wir den Tag mit einem leckeren Essen ab.         

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