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Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

37. Station unserer Reise, in der Region Midi-Pyrènèes, Department Hautes-Pyrènèes, Payolle, Radtour 07/066

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60 | 61-64

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Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
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 Radtouren in den Pyrenäen  Payolle
 Region / Department: F- Midi-Pyrènèes
(Hautes-Pyrènèes)
Startort:  Payolle
Ankunft:  Rundstrecke
Streckenlänge:  83 km
Höchster Punkt
 1700 m
Höhendifferenz:
 2500 hm
 Besonderheiten: Rennradtour über den Col d'Aspin, Hourquette d'Ancizan und zum Skigebiet Pla d'Adet

 

 Beschreibung:

Wir stehen mit dem Wohnmobil auf der Hochebene, zwischen Col de Tourmalet und Col d'Aspin, in Payolle. Von hier aus wollen wir eigentlich eine Col de Tourmalet-Tour starten. Aber es kommt erst einmal anders.

Schon gerstern war das Wetter nicht nach unseren Wünschen. Wenn schon Tourmalet, dann wollen wir die Auffahrt auch bei schönem Wetter erleben. Da auch heute nicht das beste Wetter ist, verzichten wir wieder auf die Auffahrt dorthin.

Es gibt genug Alternativen zu fahren. Nach kurzer Planung ist eine Strecke über den Col d’Aspin, Pla d’Adet und Hourquette d’Ancizan fertig.

Wir starten um 10:00 Uhr und befinden uns sofort im letzten Teil des Westanstiegs zum Col d'Aspin. Es sind von dieser Seite aus nur noch 5 km. Doch haben sie es mit 400 Höhenmetern in sich. Die Straße zieht sich steil bergan und wir haben dabei noch schöne Ausblicke auf das immer tiefer unter uns liegende Feriendorf. In der ersten Kurve ist Schluss damit und wir sind vom dichten Wald umgeben.

Es sind viele Radsportler zu sehen. Mal werden wir überholt und mal können wir an einigen vorbei fahren. Nach 5 Kehren führt die Straße relativ gradlinig durch den Wald hindurch. Eine Rechtskurve beendet die waldreiche Fahrt und wir sehen hoch vor uns den Passübergang.

Wir verharren dort nur kurz und befinden uns sofort nach Weiterfahrt in einer schwindelerregende Abfahrt wieder. Immer fällt unser Blick dabei in das tief unter uns liegende Neste d'Aure Tal. Die Abfahrt ist ein reiner Genuss und viel zu schnell liegen die 12 km der Ostauffahrt hinter uns.

Im Tal der Neste d'Aure fahren wir kurze Zeit auf die stark befahrenen D 929 bergauf und verlassen die Hauptstraße am 1. Kreisverkehr. Die kaum befahrene D 19  bringt uns auf der östlichen Flussseite,  unserem heutigen Höhepunkt, der Auffahrt zum Pla d’Adet näher. In Bazus-Aure wechseln wir die Flussseite und es geht genauso verkehrsarm auf einer anderen Nebenstraße weiter. Auf der rechten Straßenseite, ungefähr auf Höhe des Campingplatzes, gibt es noch einmal die Möglichkeit die Trinkflaschen zu füllen.

In Vignec ist das lockere Radeln beendet. Kaum haben wir den Kreisverkehr rechts verlassen, steigt die Straße mächtig an. 100 Meter sind  bis zur 1. Linkskurve zu überwinden. Das sind 1500 Meter zum warm werden. Auf dem nächsten Kilometer liegt die Steigung schon deutlich über 10%.  Das Wetter hat sich gebessert und wir genießen das immer tiefer unter uns liegende Tal. Unsere Blicke wandern aber auch zu den Hotels des hoch vor uns zu sehenden Skizentrums. Luftlinie sind es bis dorthin nur 2,5 km und doch trennen uns noch 8 km und 600 Höhenmeter.

Sieht die Straße, aus dem Tal heraus gesehen, sehr gerade aus, so ist sie doch sehr kurvenreich.

In dem kleinen Dörfchen Soulan haben wir die steilsten Stellen hinter uns und 500 Höhenmeter geschafft. Eine steile Doppelkurve ist noch zu bezwingen und weiter führt die Straße auf eine Bergkehle zu. Hier ist es lange nicht mehr so steil und das untere Skizentrum ist erreicht. Wir folgen der Straße, die nun eine große Linkkurve beschreibt. Rechts führt ein kleines Sträßchen zum Col de Portet hinauf. Sie ist aber, nach den ersten sehr steilen Kehren, in einem für Rennräder nicht geeigneten Zustand.

Nach Pla d’Adet führt uns der Weg nur noch geradeaus und die Steigung liegt dabei um die 7%.

Im Wintersportort angekommen, sind wir von der schäbigen Bebauung enttäuscht. Die Ausblicke ins Tal, auf Saint Lary-Soulan und auf den, dem Tal gegenüber liegenden Passübergang Col d’Azet, entschädigen aber für diese Verunstaltung.

Astrid kann den Col de Portet natürlich nicht auslassen und begibt sich an den abenteuerlichen Anstieg. Die ersten 3 Kehren hoch begleite ich sie noch, doch dann wird mir die Straße zu schlecht und sie setzt den Weg nach oben alleine fort. Ich verweile derzeit im Bilderbuchdorf Soulan.

Nach langer Wartezeit taucht sie wieder auf und gemeinsam machen wir uns an die Rückfahrt. In Guchen verlassen wir das Nestetal und fahren den Südanstieg zur Hourquette d’Ancizan. Der 10 Kilometer lange Anstieg hat eine durchschnittliche Steigung von 8% und ist somit schon für sich ein Hammer.

Wir sind ihn schon einmal im Mai hinab gefahren und haben ihn als sehr steil in Erinnerung. Anscheinend ist unser Trainingszustand so gut geworden, dass wir ihn als halb so schlimm empfinden. Die Straße ist sehr schmal und nur wenige Autos fahren diese Passstraße. Lockt der bekanntere Col d’Aspin doch viel mehr Touristen. So genießen wir die Ruhe und die, gegenüber der Abfahrt im Mai, nicht mehr so vielen Ausblicke.

Die 10 km vergehen wie im Flug und schon liegt die unscheinbare Passhöhe vor uns. Die folgende Strecke nach Payolle gehört mit zu dem Schönsten was die Pyrenäen zu bieten haben. 3 km geht es durch eine wunderschöne Landschaft. Weidetiere aller Art sehen wir auf den satten Weiden. Dann lauert ein relativ steiler 6,8%iger Gegenanstieg auf uns. Aber auch er ist schnell geschafft und es geht nur noch bergab bis nach Payolle.

Tourlänge Hermann: 83 km; 2500 hm; Astrid 98 km; 2950 hm

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