RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

36. Station unserer Reise, in der Region Midi-Pyrènèes, Department Haute-Pyrènèes, Pierrefitte-Nestalas, Radtour 07/064

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-43

Radtour 07 64 01 Hautacam Col de Tramasel Profil 07 64 20070814.jpg Radtour 07 64 02 Hautacam Col de Tramasel 20070814 (3).jpg Radtour 07 64 03 Hautacam Col de Tramasel 20070814 (4).jpg Radtour 07 64 04 Hautacam Col de Tramasel 20070814 (7).jpg Radtour 07 64 05 Hautacam Col de Tramasel 20070814 (65).jpg  

 
Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
Radtour 07/64 Pyrenäen auf einer größeren Karte anzeigen
 Radtouren in den Pyrenäen  Pierrefitte-Nestalas
 Region / Department: F- Midi-Pyrènèes
(Haute-Pyrènèes)
Startort:  Pierrefitte-Nestalas
Ankunft:  Hin und Rückstrecke
Streckenlänge:  50 km
Höchster Punkt
 1673 m
Höhendifferenz:
 1300 hm
 Besonderheiten: Rennradtour über Hautacam zum Col de Tramasel

 

 Beschreibung:

Nachdem am Vortag die Berge mit dichten Wolken verhangen waren, wollten wir uns eine Radtour zu einem Skizentrum nicht antun. So mussten die Bergeräder für eine kleine Tour herhalten.

Wir schlafen wieder lange und ich schlecht. Wir freuen uns aber über den blauen Himmel und machen uns nach dem Frühstück auf zum Col de Tramasel (Hautacam). Zum Einrollen geht’s über die alte Bahnlinie. Sie wird von den Radlern gut angenommen und unzählige von ihnen kommen uns entgegen. Das Gerolle ist in Argelès-Gazost aber vorbei. Noch ein paar nervige Ortsstraßen und 1 km Nationalstraße, dann haben wir den Anstieg erreicht.

Die D100 zieht sich bis nach Hautacam hoch. Der erste km verläuft mit 6% Steigung recht harmlos und wärmt unsere Muskulatur. Einige RadlerInnen kommen uns entgegen und es sieht so aus als wenn sie schon oben waren. In Arboix müssen wir rechts ab. Kurz zuvor war der Straßenverlauf etwas verwirrend, denn kein Schild wies den Weg zum Pass, aber gut das es GPS gibt.

Kurz darauf, die Steigungen liegen nun bei 9%, zweigt die Straße nach Vier-Bordes ab. Wir fahren aber geradeaus weiter. Astrid hat Schwierigkeiten und findet nicht den richtigen Tritt. So bin ich alleine unterwegs und genieße die Strecke, die sehr oft Ausblicke ins Tal und zu den gegenüberliegenden Bergen zulässt.

Nur selten verläuft die Straße hier im Wald. Die Steilheit bleibt und so wechsele ich immer wieder in den Wiegetritt. Mein Rhythmus stimmt und ich komme auf der sehr guten Straße schnell voran. Es ist sehr heiß und die kurzen Walddurchfahrten sorgen immer wieder für  etwas Abkühlung.

Das Fotografieren hebe ich mir für die Rückfahrt auf und konzentriere mich auf die Steigungen. Aber auch der Wald hört bald ganz auf und die Bergwelt zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Blauer Himmel, tolle Berge ringsum und ich auf dem Rad am legendären Tour-Anstieg Hautacam. Was gibt es Schöneres!

Nach weiteren zahlreichen, aber nicht mehr allzu steilen, Kehren ist Hautacam erreicht. Nur einen riesigen Parkplatz und einen kleinen Gastronomiebetrieb gibt es hier. Die Straße zum Col de Tramasel ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Es gibt aber noch eine nicht asphaltierte Straße hinauf.


oberhalb vom Col de Tramasel


Auch diese kann man mit dem Rennrad gut befahren. Die Oberfläche ist festgefahren und den Pass lassen wir uns nicht nehmen. Schön habe ich die Passhöhe, noch weit über mir stets im Auge. Eine Reihe parkender Autos kann ich dort oben erkennen. Einige Wohnmobile sind dabei, bei schönem Wetter ist es bestimmt ein wunderschöner Standplatz.

Oben gibt es fantastische Ausblicke. Das Observatorium am Pic du Midi de Bigorre, Luz Ardiden, Col de Soulor, alles ist zum Greifen nahe. Auch Astrid sehe ich von Weitem den Berg empor streben. Ich fahre über den Bergkamm und warte an dem Restaurant am Pass auf sie. Sie hat noch nicht genug und fährt den nun schlechter werdenden Fahrweg bis er unpassierbar wird. Ich mache es mir auf einer Bergwiese bequem und genieße einfach das Drumherum. Auch als sie zurück kommt, verweilen wir noch eine ganze Zeit hier oben und sind irgendwie traurig als wir die Abfahrt in Angriff nehmen und diesen Pass verlassen.

An einigen schönen Stellen halten wir an und versuchen unsere Eindrücke aufs Foto zu bannen. In Argelès-Gazost angekommen, gestalten wir die weitere Rückfahrt genauso wie die Hinfahrt und nehmen die alte Bahnstrecke nach Pierrefitte. Es ist ein herrliches Ausrollen, zumal wir beide von dieser Tour begeistert sind.

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de