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Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

36. Station unserer Reise, in der Region Midi-Pyrènèes, Department Haute-Pyrènèes, Pierrefitte-Nestalas, Radtour 07/062

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60 | 61-63

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Rennradtouren auf unseren Reisen
 Pyrenäen 2007
Radtour 07/62 Pyrenäen auf einer größeren Karte anzeigen
 Radtouren in den Pyrenäen  Pierrefitte-Nestalas
 Region / Department: F- Midi-Pyrènèes
(Haute-Pyrènèes)
Startort:  Pierrefitte-Nestalas
Ankunft:  Rundstrecke
Streckenlänge:  72 km
Höchster Punkt
 1470 m
Höhendifferenz:
 2380 hm
 Besonderheiten: Schöne Rennradtour über den Col de Spandelles, Col de Soulor, Col des Borderes

 

 Beschreibung:

Wir haben uns, als nächsten Standplatz Pierrefitte ausgesucht. Der Ort liegt ca. 15 km südlich von Lourdes und ist als Ausgangspunkt für Radtouren zu solch klanghaften Auffahrten wie Pont d'Espagne, Luz Ardiden, und Hautacam geradezu ideal.

Die alte Eisenbahnstrecke, sie ist zu einem hervorragenden  Radweg ausgebaut,  nutzen wir für unsere erste Radtour hier. So haben wir nun die Möglichkeit von Pierrefitte ohne Autoverkehr nach Argelès-Gazost zu kommen. Schnell wurde am Abend noch einmal der Plan studiert und wir haben einige kleine Nebenstraßen rund um den Aubisque gefunden. So starten wir um 10:30 Uhr in Richtung Argelès-Gazost.

Wie schon die alten Dampfloks, so können auch wir an dem ehemaligen Bahnhof, noch einmal Wasser fassen (Trinkflaschen füllen). Die alte Bahnstrecke ist super zu fahren und wir haben die Möglichkeit dabei ein wenig warm zu werden, bevor es in die Berge geht. Auch die Ortsdurchfahrt von Argelès-Gazost macht keine Probleme. Der Ort ist zwar ein wenig verbaut und die Straßen sind voller Autos, doch das liegt schnell hinter (unter) uns.

Zum Ortsausgang steigt die Straße an und nach einer scharfen Linkskurve sehen wir schon ein Schild mit dem Hinweis auf den Col de Spandeles. Schon  wenige Meter nach dem Abzweig hört der Straßenverkehr spontan auf. Alles ist in Richtung Aubisque unterwegs und die Nebenstraßen sind völlig leer. Schnell liegen die letzten Häuser hinter uns und ein dichtes Waldgebiet umschließt die Straße. Es hat den Vorteil, dass wir schön im Schatten fahren können, doch wir vermissen die Ausblicke in die schöne Bergwelt.
Zwar gibt es hin und wieder einige Lichtungen, doch der gesamte Anstieg verläuft bis kurz vor dem Pass im Wald.

Trotzdem ist es ein herrliches Fahren, die Straße ist in einem guten Zustand, das haben wir auf so einer kleinen Straße gar nicht erwartet. Nur ganz selten taucht ein Auto auf und schon sind wir wieder alleine unterwegs. Kurz vor der Passhöhe gibt der Wald dann den Blick in die wunderschöne Bergwelt frei. Oben auf der Höhe haben sich einige Sonnenanbeter in den Wiesen breit gemacht.

am Col de Spandelles
am Col de Spandelles


Zur Soulorseite gibt es für uns überwältigende Ausblicke. Sogar die Passhöhe des Aubisque ist zu sehen. Die Abfahrt ins Tal des L’Ouzom ist viel steiler und kurvenreicher wie die von uns gewählte Auffahrt. Auch haben wir hier freien Blick nach allen Berghängen. Doch es heißt aufgepasst. Die Kurven sind eng und die Geraden sehr steil.


Nach der berauschenden Abfahrt halten wir uns links und es geht  talaufwärts. Bis zu dem kleinen Örtchen Ferrieres gibt es kaum Steigungen, dann geht es mit der Kletterei aber los. Mein HAC zeigt Werte um die 11%. Astrid macht vorne das Tempo und ich habe einige Mühe ihr zu folgen. Meine Herzfrequenz liegt ständig über 170 Schläge.


Astrid hat sich anscheinend einiges vorgenommen, denn sie entfernt sich schnell von mir. Die Passstraße ist steiler als ich das in Erinnerung habe und ich muss mich ganz schön quälen. Die Ausblicke dabei entschädigen mich aber 1000 Mal dafür. Oben am Pass sind wir überrascht, dass eigentlich sehr wenig Verkehr herrscht. Kein Vergleich zu dem ein paar Tage zuvor Erlebten.

Astrid möchte auch sofort den Aubisque noch einmal hochfahren. Ich warne aber davor, weil wir nicht wissen wie schwer die Reststrecke wird, schließlich wollen wir nicht einfach die Abfahrt hinunter fahren, sondern es liegt noch ein Col vor uns.

So nehmen wir die Abfahrt des Aubisque in Richtung Argelès-Gazost. Die weiten Kehren sind gut zu fahren und schon im ersten Ort, es ist Arrens-Marsours, verlassen wir die D 918 und nehmen den Weg zum Col des Borderes. Er ist aber viel einfacher zu fahren, als es vorhersehbar war. Die Steigungen sind zum Teil auch 2-stellig, dann aber doch immer nur kurz. In der Auffahrt genießen wir die Ausblicke in das immer tiefer unter uns liegende Tal. Am Gegenhang ist der Himmel bunt von Paragleitern.

An einer Straßengabelung nehmen wir irrtümlich den kleinen Umweg über Sireix. Er bringt uns auch noch ein paar Höhenmeter ein. Es gibt im weiteren Straßenverlauf immer wieder einige kleine giftige Anstiege. So wird das Ganze doch noch schwerer wie gedacht. An einer kleinen Capelle bei Saint-Savin kann ich Astrid nicht von einer kurzen Besichtigung abhalten. Eine steile Abfahrt bringt uns zum Ortseingang von Pierrefitte. Und nur noch wenige Meter durch den Ort und wir haben diese schöne Tour beendet.

Ein Waldbrand erweckt zum Abend hin noch unsere Aufmerksamkeit. Die Feuerwehr ist ständig unterwegs um neues Wasser zu holen.

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