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Radtouren unserer Pyrenäenreise

Frankreich
 

8. Station der Hinfahrt, in der Region Rhone-Alpes im Departement Ardeche. Radtour 07/014

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-22

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Rennradtouren auf unseren Reisen

Pyrenäen 2007


014 Rennradtour Frankreich Lac de Naussac 147 km, 2650 hm
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 Touren auf der Hinreise Lac de Naussac

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Höchster Punkt

Höhendifferenz:

Rhone-Alpes (D'Ardeche)

Lac de Naussac

Rundstrecke

147 km

1220 m

2650 hm


Beschreibung:

Unsere Ausgangshöhe, am Lac de Naussac, liegt auf 1000 Meter über NN. Der Stausee liegt in der Region Lanquedoc-Roussillon unmittelbar an der Grenze nach Rhone-Alpes. Die heutige Tour geht in die Region Rhone-Alpes und soll 150 km durch das Zentralmassiv führen. Es werden 150 km der allerersten Güte.

Wir starten am See und fahren nach Langogne. Im Ort verfahren wir uns und müssen uns ein wenig neu orientieren. Kurz nach Ortsausgang sind wir alleine auf der Straße. Diese Einsamkeit begleitet uns schon seit wir in Frankreich sind.


Ist der Ort zu Ende hört der Verkehr mit einem Schlag auf. So fahren wir auf abgelegenen Straßen bergauf und bergab. Irgendwie bleiben wir aber auf einer Höhe zwischen 650 und 1200 Metern über NN. Zum Höhepunkt der Tour ernenne ich heute die An- und Abfahrt nach Borne. Mapsource wollte dort gar nicht hin routen und ich musste mit vielen Routenpunkten die Software überreden. Auf einer winzigen Straße oder vielmehr Sträßchen, kommen wir nach der Überquerung eines Gebirgskamms in das völlig verlassene Bornetal.

Die kleine Straße windet sich am Berg abwärts. Unten sehen wir ein paar baufällige, verlassene Häuschen und hoch auf einem Felsvorsprung Reste einer Burganlage.
Wir müssen höllisch aufpassen, denn der Fahrbahnbelag ist nicht gut und mit Split übersät.  Die Auffahrt aus dem Tal bereitet mir auch einige Schwierigkeiten. Steil und unheimlich enge Kehren, natürlich wieder mit Rollsplitt, erschweren das Vorwärtskommen. Am Ende steht die Überquerung eines Gebirgskamms an. Es ist das Plateau Loubaresse.Den in der Nähe liegenden Col de Meyrand lassen wir linker Hand liegen.

Loubaresse ist unser nächster Ort. Es folgt eine 30 Kilometer lange, wunderschöne Abfahrt. Wir verlieren dabei über 1000 hm. Astrid ist so begeistert und möchte wieder hochfahren. Die Landschaft vor uns ist gewaltig.

Nach der 2. Abfahrt führt unsere Tour durch tiefe Schluchten. Schroffe Berghänge zur Rechten und Linken säumen dabei die Straße. Irgendwie kommen wir ins Tal der La Baume. Die Straße ist am Fluss entlang in den Fels gehauen. Die Ausblicke sind überwältigend.

Kaum haben wir den Fluss verlassen, gilt es die verlorenen 1000 hm wieder zu erklimmen. Die Anstiege sind nicht allzu steil und ich fühle mich sehr gut dabei. Immer wieder gibt es kürzere Abfahrten, aber die Ausblicke auf das was vor uns liegt, jagen mir beängstigende Gedanken ein. Da sollen wir hoch? Mein Wasservorrat geht nun langsam zur Neige und ich hoffe, dass wir in dem vor uns liegenden Dorf etwas bekommen.

Es heißt Saint Laurent Les Bains. Es hat sogar eine Thermalquelle und liegt auf halber Höhe zu unserem nächsten Gipfel. In der Tat finden wir hier eine Wasserstelle und nach einer kurzen Pause geht unser Blick zum Himmel. Was wir sehen jagt uns Angst ein. Eine Gewitterfront baut sich rechts und links von uns auf.

Ich denke darüber nach, uns irgendwo unter zu stellen.  Die Uhr sagt uns, dass wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit erst wieder zu Hause sein werden. Also weiterfahren. Das Glück ist auf unserer Seite. Während rechts und links von uns heftige Gewitter niedergehen, bekommen wir nur ein wenig Sprühregen ab.

Der nächste Bergkamm ist unser letzter langer Anstieg. Ab La Bastide geht es die letzten 25 km flach ins Ziel. Astrid hat sich völlig leer gefahren und fällt immer wieder ab, so kenne ich sie gar nicht. Vielleicht hat sie zu wenig gegessen. 

Pünktlich zu unserer Ankunft am Wohnmobil, öffnet der Himmel seine Tore und es hört erst spät in der Nacht wieder zu Regnen auf. Wir haben heute unsere schönste Tour erlebt. Mittel und Hochgebirge auf einmal. Fast 150 km und 2680 hm sprechen eine deutliche Sprache

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