RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Warburg
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56-60 | 61-65 | 66-70 | 71-75 | 76

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Warburg 2005

Super Cup in Ostwestfalen

Schon am Freitag treffen wir um 21:00 Uhr in Warburg ein. Auf dem Parkplatz an der Stadthalle sieht man viele Wohnmobile, Kombis und Zelte der TeilnehmerInnen. Wir machen einen kleinen Rundgang über den Platz und treffen auch einige Bekannte. Bei der Anmeldung wird mir wieder übel, ich weiß ich wiederhol' mich aber für 3 Euro kann man die 150er Strecke fahren und für die 80 Kilometer mehr wird gleich 33 Euro verlangt. Aber der BDR schreibt es halt vor.

Am Samstagmorgen ist der Start um 6:00 Uhr. Leider hören wir den Startschuss, als wir noch 200 Meter entfernt sind. Schnell die Kamera rausholen und von dem, ca. 500 Teilnehmer großen, Starterfeld einige Bilder schießen. Da Astrid nun auch eine Kamera hat, wird es in Zukunft einige Bilder mehr auf unseren Seiten geben. Peter ist auch im Starterfeld und er wartet auf uns. Da Astrid noch für kleine Mädchen muss, fahren wir schon los. Der Super Cup führt uns in Richtung Norden nach Menne.

Wir wollen eigentlich das Ganze langsam angehen lassen, doch schnell haben wir einen weiteren Begleiter, es ist Willi aus Freckenhorst bei uns und die Fahrt wird flotter. Nörde, Engar und Ikenhausen sind kleine Dörfer durch die wir als nächstes fahren. Gleich zu Beginn stellen sich uns schon kleinere Wellen in den Weg. Es beginnt sofort ein Gerangel um jedes Hügelchen. Vor der ersten Kontrolle überholen wir ein größeres Fahrerfeld. In ihm befindet sich auch Ralf und Dieter aus unserem Verein.

Kurz nach Willebadessen fahren wir auf Tanja und Uwe auf. Zusammen kommen wir so zur ersten Kontrolle in Neuenheerse. Hier ist die Verpflegung ganz ordentlich, obwohl jemand sagte: "so wie in Bimbach ist sie aber nicht".  V8, den ich kurz an der Kontrolle gesehen habe, ist inzwischen schon wieder verschwunden, aber Tanja und Uwe sind noch da und Astrid ist auch eingetroffen. Bergfloh sehe ich aber nicht mehr, vielleicht ist er schon vorgefahren und so fahren wir zu viert weiter.

Die Strecke führt uns nach Siebenstern, hier war ich auch vor ein paar Wochen bei der RTF in Borchen, vorbei gekommen. Auf dem Teilstück zur zweiten Kontrolle in Bredenborn sind nur ein paar kleinere Wellen zu fahren. Von hinten kommt auf einmal Bergfloh heran gefahren er war an der Kontrolle noch auf der Toilette und so konnte ich ihm dort auch nicht sehen. Auch V 8 taucht vor uns auf und so sind wir kurze Zeit mit 6 Leuten aus dem Forum unterwegs. Das Gerangel an jedem noch so kleinen Anstieg geht sofort wieder los.

Irgendwann sind wir V8, Bergfloh und ich alleine und an einem Anstieg kann ich mich nur mühevoll ein wenig absetzen und mache schnell ein paar Bilder. Dabei verliere ich natürlich viel Zeit und nachdem auch Astrid, Tanja und Uwe vorbei kommen, schließe ich mich ihnen an. Zusammen erreichen wir zur zweiten Kontrolle nach Bredenborn. Die Tour wird nun anspruchsvoller und die Anstiege länger. Kurz nach Sommersell fahren wir an dem Schloss Grevenburg vorbei.

In Schwalenberg geht es auf die B 239 durch den Schwalenberger Wald. Die Bundesstraße ist aber so gut wie nicht befahren. Nur ein bis zwei Autos sehen wir hier.  Es geht auf diesem Teilstück zwar immer auf und ab, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Super Cup die versprochenen 3000 Höhenmeter erreicht. Die Anstiege bis zur Kontrolle in Bodenwerder, 3 an der Zahl, sind so ungefähr 2,5 Kilometer lang und haben jeweils einen Höhengewinn von 140 Metern. Die Steigungsrate beträgt um die 4-5%. 

An dieser Kontrolle halten wir uns für mein Gefühl ein wenig zu lange auf. Bei der Weiterfahrt finde ich nicht den richtigen Tritt und quäle mich ein wenig. Die Beine brennen, es liegt wohl an die kleinen Kämpfchen mit Bergfloh. Wir überqueren die Weser und fahren bis Rühle an ihr entlang. Hier beginnt die Serpentinenstraße nach Golmbach. Bergfloh hat nun seinen großen Auftritt. Kaum hat die Steigung begonnen, zieht er das Tempo an und ich kann ihn nicht folgen. Ich sehe ihn erst an der nächsten Kontrolle wieder und da hat er schon seine Warmverpflegung verspeist.

Es folgen zwei weitere kürzere Anstiege ehe in Dassel der längste Anstieg des Super Cups beginnt. Der Veranstalter hat extra im Anstieg eine Verpflegungsstelle mit Getränken eingerichtet. Bis hierhin habe ich mich echt quälen müssen. Astrid, Tanja und Uwe sind auch noch da. Nun läuft es bei mir wieder besser und meine Beine sind wieder so als wäre nichts gewesen.

In Silberborn wird der höchste Punkt der Tour erreicht. Es ist der Dasseler Mittelberg mit 508 Metern. Der Anstieg hat eine gesamt Länge von fast 10 Kilometern. Die Abfahrt bringt uns nach Neuhaus im Solling, zu  Hauptverpflegungsstelle. Hier wird eine Warmverpflegung in Form von Nudeln mit Geschnetzeltes gereicht. Aber auch allerlei andere Sachen werden hier angeboten. Zu unserer Überraschung treffen wir noch ein weiteres Forumsmitglied "Wildspitze". 

Wir nehmen nur das notwendigste und machen uns mit Berfloh auf die Weiterfahrt. Er hat wohl einige Fans im Solling, denn zweimal habe ich seinen Namen auf der Straße aufgemalt gelesen.

"Ewald und Peter aus SG go"

Habe ganz vergessen ihn daraufhin anzusprechen. Auf eine lange Abfahrt geht es nun hinab nach Boffzen. Nachdem wir die Weser überquert haben kommen wir durch Höxter. Hier herrscht viel Verkehr, aber schon nach kurzer Zeit haben wir die Straßen wieder für uns. Es beginnt der lange Anstieg aus dem Wesertal nach Bosseborn.

Auf 6 Kilometer werden hier 240 Höhenmeter erklommen. Das sind zwar nur 4% im Durchschnitt, aber immer wieder wird die 10% Marke überschritten. Astrid setzt sich ein wenig ab und ich bleibe noch bei Bergfloh. Das Tempo wird mir aber zu langsam und so eile ich Astrid nach. Aber auch sie wird langsamer und ich lass nun beide hinter mir.  Nach Ottbergen geht es bergab und wir kommen in Buschhausen  zur 5. Kontrolle. Auch hier treffen wir einige bekannte Gesichter aus der Szene.

Bei der Weiterfahrt stellt sich uns wieder ein langer Anstieg in den Weg. Er ist aber nicht so steil und nach 8 Kilometer kommen wir auf die Höhe nach Titelsen. Es geht kurz bergab und wir haben das steilste Stück des Super Cups mit 12 % vor uns. Aber die Steigung ist nur kurz und liegt schnell hinter uns.

200 Kilometer haben wir bisher gefahren und das schwerste ist wohl geschafft. Nur noch kürzere Wellen liegen vor uns. Über Natingen und Frohnhausen kommen wir nach Niesen. Der nächste Ort ist Peckelsen und hier, bei Kilometer 210  ist die 6. Kontrolle aufgebaut. Auch Reinhard und Cordula treffen wir dort an, sie sind die 150er RTF gefahren. Astrid und ich halten uns nicht lange auf und fahren mit flottem Tempo dem Ziel entgegen.

Über Lütgeneder kommen wir nach Daseburg. Hier hatte uns im vorigem Jahr, kurz nach dem Ort ein heftiges Gewitter überrascht. Aber bei diesem Super Cup haben wir das beste Radfahrwetter. Die Straße steigt allmählich an und mit Dössel durchfahren wir den letzten Ort vor dem Ziel.

is zum Fernsehturm ziehe ich noch mit und ab hier lasse ich ausrollen und Astrid mit einem Berliner Begleiter ziehen. Im Ort sehe ich noch wie V8 zu den entfernten Duschen geht. In der Stadthalle ist eine große Videoleinwand aufgebaut und es läuft gerade die erste Pyrenäen Etappe der Tour de France. Leider ist Jan nicht in der Lage den Amerikaner Amstrong und dem Italiener Basso, Paroli zu bieten.

Im Ziel sitzen wir noch eine ganze Weile mit vielen Bekannten zusammen und in gemütlicher Runde lassen wir so diesen schönen Super Cup Tag ausklingen.

Fazit:
Den Warburgern ist es wieder einmal gelungen, für den Super Cup, eine vorbildlich ausgeschilderte und verkehrsruhige Strecke zu präsentieren. Auch das nicht, wie bei anderen Veranstaltern üblich, immer die selbe Strecke gefahren wird finden wir sehr gut. Die Verpflegung war Radmarathon gerecht, obwohl wir mit der Warmverpflegung nicht viel anfangen können. Aber die meisten TeilnehmerInnen finden das wohl ganz gut. Der Höhepunkt der Tour war bestimmt der 10 Kilometer lange Anstieg zu Großen Blöße nach Silberborn. Leider werden die versprochenen 3000 Höhenmeter nicht erreicht und die TeilnehmerInnen müssen sich mit 2500 Hm zufrieden geben. Da die Strecke sehr oft vom Veranstalter geändert wird, kommen wir immer wieder gerne nach Warburg.

 

Distanz:
232 km

Höhenmeter:
2540 Meter


Streckenplan


Warburg
Menne
Nörde
Engar
Bonenburg
Borlinghausen
Willebadessen

Neuenheerse K 1

Siebenstern
Herste
Istrun
Riesel
Brakel
Böckendorf

Bredenborn K 2

Sommersell
Born
Schwalenberg
Rischenau
Elbrixen
Ratzik
Sabbenhausen
Wörderfeld
Vahlbruch
Glesse
Ottenstein
Hohe

Bodenwerder K 3

Pegestorf
Rühle
Golmbach
Negenborn
Deensen
Heinade
Merxhausen
Öhlmühle
Dassel

Getränke Verpflegung

Sievershausen
Silberborn

Neuhaus i Solling K 4

Rottmünde
Boffzen
Höxter
Bosseborn
Ottbergen

Bruchhausen K 5

Tietelsen
Rothe
Natingen
Auenhausen
Fronhausen
Niesen

Pekelsheim K 5

Eissen
Lütgeneder
Daseberg
Dössel

Warburg

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 Warburg 2004

Heute steht der Warburger Radmarathon auf unserem Programm. Wie immer in diesem Jahr fahren wir schon am Freitagabend zum Startort. Endlich haben wir Zeit auch mal einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Viele alte Fachwerkhäuser, alle in einem sehr guten Zustand, prägen das Stadtbild Warburgs. Da es nun viel wärmer ist als im bisherigen Sommer, sind viele Menschen auf den Straßen und in den Straßencafe's.

Der Start ist erst um 7:00 Uhr und so können wir eine Stunde länger schlafen. Walter mit Brigitte, Vera und Axel und auch Ewald aus Solingen haben sich mit ca. 100 anderen StarterInnen eingefunden die 9. Warburger Diemel-Börde-Tour zu fahren. Astrid kommt, wie immer, nur sehr schwer in Tritt. So müssen wir zusehen wie sich das Feld langsam von uns entfernt.

Die Warburger Veranstalter haben neue Strecken ausgetüftelt, so geht es nicht wie bisher ins Briloner Land, sondern nördlich auf Willebadessen zu. Unterwegs erleben wir beeindruckende Landschaftsbilder. Diese sind hervorgerufen durch die sehr diesige Luft am Boden und den strahlend blauen Himmel. Da hierdurch meine Radbrille dauernd beschlagen ist, packe ich sie erst einmal ein, denn so kann ich nicht fahren.

Leider machen das nicht alle und so fährt ein Radler in voller Fahrt auf ein geparktes Auto. Das Gesicht ist voller Schnittwunden, er ist wohl mit Wucht in die Heckscheibe des Kfz's geflogen. Da schon zahlreiche Ersthelfer am Unfallort sind, fahren wir weiter. In Engar verlässt uns die 40er Strecke. Kurze Zeit später, in Bonenburg, ist das Richtungsschild verdreht worden und so fahren wir in die falsche Richtung. Ich hatte sofort ein ungutes Gefühl dabei, aber Astrid hat noch ein 2. Schild gesehen das wohl auch in diese Richtung zeigte.

Nach 2 Kilometern kommen uns große Gruppen Marathoni's entgegen und rufen uns zu, dass wir hier falsch sind. Also wieder zurück und so befinden wir uns nun mitten im FahrerInnenfeld. So kann ich wieder an dem einen oder anderen Anstieg einige Fotos machen. Auf fast autofreien und sehr guten Straßen geht es im leicht hügeligen Gelände über Willebadessen nach Neuenheerse zur ersten Kontrolle. Wie immer halten wir uns nicht lange auf und befinden uns nun in einem FahrerInnenfeld mit 10-12 RadlerInnen. In flotter Fahrt geht es erst einmal für 5 Kilometer leicht bergab. So haben wir ständig die 40 auf dem Tacho. Am ersten Anstieg fliegt das Feld sofort auseinander.

Einige fahren ihren Rhythmus weiter und andere wollen als erstes oben ankommen. Oben habe ich Gelegenheit ein paar Fotos zu schießen. Das Teilstück bis zur 2. Kontrolle in Bredenborn weist nur einige Wellen auf und stellt uns nicht vor Probleme. Kurz vor Kollerbeck verlässt uns auch die 150er Tour und die MarathonfahrerInnen sind nun alleine auf der großen Schleife. Mit zu den Höhepunkten der Tour gehört sicherlich die Abfahrt zur Weser hinab, die wir auch schon beim Bielefelder Radmarathon befahren haben. In weit geschwungenen Serpentinen, sehen wir die Weser tief unten liegen und können das Rad so richtig laufen lassen. Gegenverkehr ist auf der gesamten Abfahrt nicht zu sehen.

In Polle verfahren wir uns leider und drehen nach 4 Kilometern ohne Schilder wieder um. An einem Straßenschild, es weist zum Köterberg, orientieren wir uns. Dort hinauf müssen wir nun. Auf halber Strecke kommt von links die Tour dazu und wir sind nun wieder richtig. Oben, in Löwendorf, hat der Veranstalter eine zusätzliche Getränkeversorgung aufgebaut. Bei diesem, so plötzlichen, heißen Wetter eine gute Idee. Der Köterberg ist mit fast 400 Metern auch die höchste Erbebung der Tour. Bevor wir zur Kontrolle nach Ottbergen kommen, müssen wir weitere 400 Höhenmeter überwinden.

Alle Anstiege sind gut zu fahren und die 10% Marke wird nur einmal auf der ganzen Strecke erreicht. Hier an der Verpflegungsstelle treffen wir auf Jürgen und Ulli. Sie fahren heute nur die 150er Tour. Gabi, Jürgens Lebensgefährtin war schon vorgefahren. Wir schließen uns den beiden an. Die Strecke führt uns nun wieder bergauf und Astrid kann dem Tempo leider nicht folgen. So lassen wir uns zurückfallen. Am Horizont sehen wir die ersten schwarzen Wolken aufziehen, so schwarz wie sie sind, verheißt das nichts Gutes.

In Peckelsheim fahren wir die 5.Kontrollstelle an und sehen Gabi gerade losfahren. Ab Daseburg wird der Himmel schwarz wie die Nacht. Natürlich habe ich heute keine Regenjacke dabei. Es kommt ein heftiger Sturm auf und ich verzichte vorerst auf die Weiterfahrt. Richtig, kaum finde ich hinter Büschen ein wenig Schutz, öffnet der Himmel alle Tore. Windböen von Orkanstärke fegen über das Land. Astrid ist nicht stehen geblieben und ich mache mir ein wenig Sorgen. Auch Ralf aus unserem Verein stellt sich ein wenig unter. Nach einer halben Stunde können wir weiter fahren, das Schlimmste, die Sturmböen sind vorbei, und der Regen stört nicht so.

Fünf Kilometer sind es noch bis ins Ziel und völlig durchnässt kommen wir in Warburg an. Im Ziel sitze ich noch ein wenig mit einigen Bekannten zusammen, während Astrid sich die 2. Pyrenäen-Etappe der Tour nicht entgehen lässt. Sie ist halt Armstrong Fan.

Fazit:
Die Warburger Veranstalter haben wieder eine sehr schöne neue Tour aus dem Hut gezaubert. Noch nie sind wir einen Marathon gefahren, mit so wenig Straßenverkehr. Sie verläuft zudem auf sehr guten Straßen und ist flüssig zu fahren. Die Weserabfahrt und der Anstieg zum Köterberg gehören sicherlich zu den Höhepunkten dieser Tour.

Leider waren einige Schilder verdreht und einige auch ungünstig angebracht. Hier sollte der Veranstalter noch eine einheitliche Linie reinbringen. Wegen des strömenden Regens war der Fußweg zu den Duschen zu weit, so verzichteten wir freiwillig. Das Startgeld von 10 Euro ist für die gebotene Verpflegung o.k. Erfreulich ist zudem, dass am Start keine Nachmeldegebühr verlangt wird.


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