RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Ochtendung
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20

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Tourname: Josef-Oster-Radmarathon  
Verein: DJK 1920 Ochtendung
VerfasserIn: Frank Hartfeld
Datum: 2006
Startort: Ochtendung
Tourlänge: 215 km
Höhenmeter in M: 2474 m

An diesem Morgen hab ich mich sicherlich nicht allein gefragt, ob nicht doch einen leichten Schaden haben: Aufstehen kurz vor 4:00, ungefrühstückt ins Auto und die Anreise nach Ochtendung in Angriff genommen. Teilweise konnte ich das Fernlicht auf der Autobahn einschalten – so leer war es...

Die Strecke von der Autobahn zum Start könnte schon ein paar Hinweisschilder vertragen – so musste ich im Ort einen Bus, der Pilger nach Lourdes aufnahm, nach der Schule fragen. Zunächst schnell Anmelden und noch ein Frühstück vor Ort eingenommen. Danach galt es sich und das Fahrrad startklar zu machen. 1°C Außentemperatur, jedoch auch nicht zu warm anziehen, des es sollte schon noch bis 15°C werden. Jedrik war inzwischen auch schon eingetroffen und rödelte sich ebenfalls auf.

 Start um 6:00 Uhr. Ist das kalt, aber dafür war nun auf den Kilometern nach Maria Laach ein schöner Sonnenaufgang durchzogen von Nebelpassagen mitzunehmen. Im Nettetal sangen massig Nachtigallen – sonst wo ein seltener Ohrenschmaus. Hierbei gab es denn auch schon die ersten kräftigen Anstiege gepaart mit rasanten Abfahrten mitzunehmen. Nach dem Verlassen des Kraters des Laacher Sees ging’s im freien Fall fast runter zum Rhein bis nach Brohl. 

Die erste Kontrolle war kurz danach:

V8 hat wohl noch `ne Nebenbeschäftigung und man staunt doch darüber was so Triathleten selbst bei diesen Temperaturen (nicht) anziehen (s. Bilder) Nun gab es einen ewig langen Anstieg zu bewältigen. Dies war mithin die schönste Zeit des Tages, da die Sonne schien. Hier verlor ich auch Jedrik aus den Augen, da nun jeder sein eigenes Tempo fahren wollte. 

Via Weibern und einsamste Passagen ging es durch das Nettetal zur nächsten Kontrolle am Parkplatz vor Schloß Bürresheim. Eine reizvolle Kulisse. Jedrik schloss sich nun mit einer anderen Radfahrerin zusammen, während ich zuvor schon mehr oder minder lockeren Anschluss zu einer Gruppe aus Ochtendung (es gibt dort einen zweiten Verein) gefunden habe, der sich insbesondere noch später im Moseltal als sehr hilfreich erweisen sollte.
Durch Mayen ging’s weiter in Richtung Nürburgring, um dann nach Süden zur Mosel abzuschwenken. Hier stießen anscheinend auch die später gestarteten Teilnehmer der RTF hinzu. Landschaftlich besonders reizvoll, aber auch herausfordernd, war die Passage bei Cond, wo in ein Abstecher hinunter in ein verschlafenes, kleines Tal gemacht wurde. Kurz vor dem Abstieg zur Mosel gab’s die dritte Kontrolle.
Die Mosel wurde zu diesem Zeitpunkt nur kurz besucht, um diese in Treis-Karden zu überbrücken und nun einen Abstecher in den Hünsrück zu wagen. Der Anstieg zog sich lang: Zunächst konnte man moderat am Kloster Maria Engelport hochrollen, am Abzweig nach Bruttig / Fankel ging’s es aber recht ordentlich aufwärts. Die Landschaft auf dieser Seite der Mosel ist ebenfalls einfach nur ein Genuss und die Strecken sind (wie schon vorher) verkehrsarm. 

Langsam verstärkte sich nun das Loch in meinem Bauch, so dass die Kontrolle bei Forst wie gerufen kam. Hier wurde nun das komplette Verpflegungsprogramm inkl. Warmverpflegung (Pasta mit Tomatensoße) aufgefahren. Das Angebot aufzuzählen ist müßig – es gab für jeden Geschmack was zu finden. Auch auf den anderen Kontrollen war das Angebot reichhaltig – besonders erwähnenswert ist, dass extra Bereiche für die Marathonverpflegung ausgewiesen waren, um diese vor den RTF-Besuchern zu „schützen“. Auf den letzten beiden Kontrollen gab’s sogar noch Cola als „Nachbrenner“. 

Weiter ging’s durch wunderschöne Landschaften, wie schon zuvor durchzogen von Kletterpartien und rasanten Abfahrten. Die Buschwindröschen in den Wäldern standen in vollster Blüte – ein prachtvoller Anblick. Nach dem „Rücksturz“ zur Mosel (tolle Serpentinen-Abfahrt) kam nun eine längere Rollpassage durch das Moseltal. Die ersten Regentropfen ließen sich nun auch blicken, es sollte aber bei ein paar Fisseln bleiben. Im Tal kam nun die Ochtendunger Truppe ins Spiel, und der Schnitt wurde ordentlich hochgetrieben. Unterbrochen durch die Kontrolle bei Cochem, ging es weiter bis nach Hatzenport, wo anscheinend jede RTF/RM ins Schrumfbachtal abzweigt. 

Dieses Tal ist aber auch ein Juwel: Mit durchschnittlich moderaten Prozenten steigt man hier – vorbei an einer Vielzahl idyllischer Mühlen – auf einer schmalen Straße entlang, um dann in Metternich auf dem Hochplateau zu landen. Verkehr ist auf diesem Sträßchen ist sehr selten, so dass der volle Genuss angesagt ist. Kurz danach kam die letzte Kontrolle bei Münstermaifeld, um dann sich durch einige Hügel vorbei an Polch zum Ziel in Ochtendung durchzukämpfen.

Frank Hartfeld


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