RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Northeim

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-29

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Northeim 2004

Die Saison ist zur Hälfte geschafft.

Nachdem wir am Samstag in Dortmund so richtig nass geworden sind, hoffen wir für morgen auf besseres Wetter. Wir fahren direkt nach der Aplerbecker RTF nach Northeim. Der Ort liegt bei Göttingen in Niedersachsen. Leider zieht sich die Fahrt, wir sehen uns auf einem Autobahnparkplatz noch den Prolog zur Tour de France an, länger hin als angenommen.

Die A7 wird ab Samstagabend für den Gesamtverkehr gesperrt und wir müssen über Bundesstraßen weiter nach Northeim. Am Startort werden wir sofort von einem freundlichen Helfer auf eine ruhige Parkmöglichkeit hinter der Schule aufmerksam gemacht. Auch bietet er uns an, mit den anderen Helfern noch ein wenig zusammen zu sitzen. Dies lehnen wir aber dankend ab, denn wir müssen noch den Bericht zur Aplerbecker Tour schreiben.

 Sonntagmorgen:
Es wurde gestern noch sehr spät. Gut, dass die Startzeit erst für 7:30 Uhr angesetzt ist. Ca. 100 Marathonis machen sich nach einer kurzen Ansprache des Veranstalters auf die nicht ganz leichte Strecke. Schon kurz nach dem Start finden wir uns auf fast autofreien Straßen wieder. Astrid kommt nicht so gut in die Gänge und so entschwindet das FahrerInnenfeld schnell vor unseren Augen.

Schon nach kurzer Zeit wird die Leine zwei Mal überquert. Die Landschaft ist hier nördlich von Northeim wellig, aber sie stellt keine besonderen Probleme dar. Bei der dritten Überquerung kommen wir zur ersten Kontrolle, schon nach 24 Kilometern.

Nun geht es in westlicher Richtung  zum Solling. In Sievershausen kommen wir zur 2. Kontrolle. Bis hierhin haben wir nur vereinzelt andere Radler überholt und fast nur einsame Neben- und Forststraßen befahren. Ab der Kontrolle führt uns die Tour mitten durch den Dasseler Staatsforst. Wir kreuzen die B 497 und fahren den Solling hinunter zur Weser nach Holzminden. In südlicher Richtung geht es nun nach Bad Karlshafen. Zuvor kommen wir aber noch, nach allerdings über 50 km zur 3. Kontrolle. Hier gibt es in einem Gasthof sogar eine Warmverpflegung. 

In einer größeren Gruppe fahren wir nun über die Weser und kommen zum Reinhardswald.  Ein Schild an der Straße weist auf die anstehende Steigung hin: 10% auf 1,1 km Länge. Sofort gehen die ersten Attacken los. Ein Radler versucht sogar auf Scheibe hier hoch zu fahren. Ich denke noch, das schafft vielleicht Musseouw, aber kein Touristiker. Richtig gedacht, schon nach wenigen Metern sehe ich wie er verzweifelt nach kleineren Gängen sucht.

Ich fahre mein Tempo und befinde mich auf einmal 50-100 Meter vor dem nächsten Radler. Dann beschließe ich noch mehr Tempo zu machen, um oben die Nachfolgenden fotografieren zu können. Leider verpassen wir so auch den Anschluss an die Gruppe.

Alleine fahren wir nun auf dem Kamm des Reinhardswaldes weiter. Nach der Sababurg durchfahren wir kilometerweit einen Tierpark. Sogar ein Wildschweinjunges kreuzt unseren Weg. Auch hier begegnet uns nur selten ein Auto. Nach 60 km kommen wir zur 4. Kontrolle bei Gieselwerder. Leider, ich war gerade ein Stück vor gefahren, ist Astrid verschwunden. Nach 20 Minuten Wartezeit leiht mir ein Helfer netterweise sein Handy und ich kann Astrid telefonisch von ihrer Irrfahrt unterrichten. Nach insgesamt fast einer Stunde taucht sie endlich an der Kontrolle auf.

Gemeinsam machen wir uns auf dem Weg an der Weser entlang in Richtung Ziel. Nach 45 km kommen wir zur 5. Kontrolle. Leider hat jemand am Abzweig Ellierode die Schilder verdreht und so fahren wir den Berg nach Liebenborn hinauf. Steil steigt die Straße an und erst nach einer schnellen Abfahrt erkennen wir, dass wir von der Strecke abgekommen sind, also wieder zurück.

Im Ort fragen wir uns durch und bekommen den richtigen Weg gewiesen. Dieser führt leider über Bundesstraßen. Es herrscht aber nicht viel Verkehr und wir kommen schnell voran. Auch hier halten wir uns nur kurz auf, denn wir sind nun so ziemlich die letzten im Feld. Der Rest der Tour verläuft ohne Probleme, aber wir haben auch genug. Nach 228 Km und 2000 HM sind wir endlich im Ziel.

Fazit:
Die Tour gehört mit zu den schöneren die wir in diesem Jahr gefahren sind. Der Preis von 12 € ist bei dem Verpflegungsangebot o.k.  Im ersten Teil der Tour war die Ausschilderung in Ordnung, auf dem 2. Teil jedoch recht spärlich. So hing an den Abzeigen meistens nur ein Schild und das auch nur in der Kurve. Hier sollte es dem Veranstalter gelingen eine einheitliche Linie hinein zu bringen

Distanz:
213km

Höhenmeter:
2000 Meter


Streckenplan

Northeim
Salzhederhelden
Markoldendorf
Dassel
Silberborn
Neuhaus
Lüchtringen
Boffzon
Fürstenberg
Derental
Bad Karlshafen
Helmarshausen
Gottsbüren
Sababurg
Rheinhardswald
Veckershagen
Gieselwerder
Bursfelde
Löwenhagen
Adesleben
Lödsingen
Hardegsen
Hevensen
Elvese
Hillerse
Northeim

 Streckenverlauf nachgestellt

  
Größere Kartenansicht

 Die Karte zeigt die Strecke von 2010, die oben beschriebene Strecke, zeigt die Streckenkarte innerhalb der Bildergallerie

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