RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Neustadt / Weinstraße
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-24

2004_Radmarathon Neustadt Weinstrasse (01).gif 2004_Radmarathon Neustadt Weinstrasse (02).JPG 2004_Radmarathon Neustadt Weinstrasse (03).JPG 2004_Radmarathon Neustadt Weinstrasse (04).JPG 2004_Radmarathon Neustadt Weinstrasse (05).JPG  

Neustadt 2004

Neustadt-Strasbourg-Neustadt.

Nach dem schweren Linkenheimer Radmarathon an Fronleichnam wollen wir uns heute den leichteren Neustadt-Strasbourg-Neustadt antun. Wir sind diesen Radmarathon schon 2002 gefahren und ich hatte die Strecke nicht in so guter Erinnerung, obwohl Astrid die Tour eigentlich ganz nett fand. Es ist heute nicht mehr so warm wie am Donnerstag und die Tour müsste sich gut fahren lassen.

Wir starten um 6:20 Uhr und es ist nicht viel los am Start. Nur eine Anmeldung reicht. Wir fahren in das Pfälzer Vorland und bei Kilometer 15 steigt die Strecke an. Wir kommen auf eine Höhe von 270m über NN bei dem 2. höchsten Punkt der Tour. Die höchste Stelle wird kurz nach der 1. Kontrolle bei Km 28 mit 292 Metern erreicht. Ich mache im Anstieg von den mir folgenden Fahrern ein paar Fotos. In Wissembourg überfahren wir nach 50 Kilometern die französische Grenze und kommen zum 2. Kontrollpunkt.

Auch im französischen Teil geht es weiter auf und ab, allerdings werden keine großen Höhenunterschiede mehr überwunden. Ab Kilometer 80 geht es aber nur noch flach weiter. Die Straßen hier sind sehr rauh und es rollt nicht so leicht. In den Ortschaften sehen wir sehr viele bunt angemalte Häuschen. Die Franzosen haben mehr Mut zur Farbe als die Deutschen.

Zwischenzeitlich überholen uns immer wieder RadlerInnen. An den Kontrollen, die 3. ist in einem Wald an einem hohen Wasserturm bei Soufflenheim, verweilen sie aber alle länger und wir sind wieder vor ihnen. Die Tour führt uns nun geradewegs auf Strasbourg zu. In dem Vorort Hoenheim ist der Wendepunkt erreicht und die Strecke führt uns nun in Richtung Norden und genau wie 2002 haben wir wieder Rückenwind. Das Tempo fällt nun nicht mehr unter 32 km/h. Und schnell gelangen wir in Kilstett zur Haupt-Marathon-Kontrolle.

Hier treffen wir auf mindestens 35-40 RadlerInnen. Sie lassen sich reichlich Zeit und genießen die dargebotenen Speisen. Wir begnügen uns mit eine Banane und fahren schnell weiter. Der Rückenwind treibt uns vor sich her und nun holen uns fast keine Radler mehr ein. Der Tacho zeigt nun ständig Zahlen zwischen 33 und 40 an. Die Tour ist nun nicht nur flach, sondern geht auch nur noch geradeaus. Nur das für uns relativ hohe Tempo verhindert, dass bei mir Langeweile aufkommt. Mit den Gedanken bin ich schon bei der morgigen Tour in Nieder-Weisel und hoffe, dass sie uns in eine reizvollere Landschaft führt.

In Seltz ist die 5. Kontrolle aufgebaut, wir haben bisher 154 Kilometer hinter uns. Es herrscht viel Verkehr auf den Straßen und ich bin froh, dass wir bald wieder deutsche, ich hoffe Nebenstraßen befahren. Die deutsche Grenze überfahren wir kurz nach Lauterbourg. Doch statt schöne glatte Straßen befahren wir nun eine nicht enden wollende Betonplattenstraße, die dazu über Kilometer fast schnurgerade durch den Wald geht.

Das einzig gute daran ist, dass so gut wie keine Autos zu sehen sind. Auch kommen wir nun an einigen Radlern vorbei, die sich die Strecke wohl nicht gut genug eingeteilt haben und die einen erschöpften Eindruck machen. Durch den starken Rückenwind kommen wir gut voran und schnell haben wir am Ortsausgang von Herxheim die letzte Kontrolle hinter uns gebracht. Viele, die uns zum Anfang überholt haben, liegen nun weit hinter uns, denn sie lassen sich an den Kontrollen immer viel Zeit. Nach 8 Stunden haben wir die 213 Kilometer mit 1160 Höhenmetern Neustadt-Strasbourg-Neustadt trockenen Hauptes geschafft.

Erst als ich aus der Dusche komme, sie ging leider nur total heiß oder eiskalt einzustellen, hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und ein Wolkenbruch geht hernieder.

Fazit:
Der Veranstalter hat bei seiner Tour an alles gedacht. Gut sichtbare Schilder, die zudem auch an den richtigen Stellen angebracht waren, waren heute unsere ständigen Begleiter. Auch der Streckenplan, es gab ihn sehr detailliert in Din A 5 und Din A 4 für Radler die schon eine Lesebrille benötigen, sollte hier erwähnt werden. Für die 12 Euro Startgeld war auch die Verpflegung ausreichend.

Einzig die Streckenteilungen sollten neu gestaltet werden, denn ein Pfeil der in zwei Richtungen zeigt und ein Teilungsschild 50 Meter hinter der Straße, mit kaum lesbarer Schrift, verwirrt nur. Auch die Möglichkeit einen Abstecher in die Pfälzer Berge zu machen, wurde leider vertan. Für den Veranstalter ist es wohl plakativer  Strasbourg zu erwähnen, obwohl wir davon nichts gesehen haben.

 

Distanz:
223 km

Höhenmeter:
1150 Meter


Streckenplan

leider nicht mehr

rekonstruierbar

 

  

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de