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Radmarathon Magstadt
 

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01_2004 Radmarathon Magstadt.gif.gif 2004 Radmarathon Magstadt (12).JPG 2004 Radmarathon Magstadt (14).JPG 2004 Radmarathon Magstadt (15).JPG 2004 Radmarathon Magstadt (16).JPG  

Magstadt 2005

Unsere zweite Station auf dem Weg nach Sölden ist Magstadt. Den Radmarathon hier sind wir schon 2002 und 2004 gefahren. Er ist einer der schönsten und schwierigsten in Deutschland, aber auch einer der teuersten. 48 Euro sind am Starttag zu zahlen. Umgerechnet entspricht das 100 DM, etwas happig für eine von einem Radsportverein ausgerichtete Veranstaltung mit ihren ehrenamtlichen HelferInnen. Die Trikotzugabe mit der vielen Sponsorwerbung wiegt das nicht auf.

Die Wettervorhersage für heute ist erbärmlich, Regen, Regen und nochmals Regen soll es heute geben. Der Start ist um 6:30 Uhr und zu unserer Überraschung ist es trocken. Es dämmert noch stark als wir zur Anmeldung kommen. Auch biciwolf treffen wir hier. Schweren Herzens trennen wir uns von 96 Euro und erhalten dafür die Startunterlagen und auch das Trikot wird uns sofort überreicht. Aber was machen damit, mitnehmen geht nicht, also wieder zurück zum Fahrzeug. Es steht auf dem Parkplatz an der Sporthalle und der ist ca. 1 Kilometer entfernt.

Um 6:38 Uhr sind wir endlich auf der Strecke. Sie führt uns über Maichingen nach Darmsheim, im Ort lauert der erste kleine Anstieg. Wir sind inzwischen mit zwei weiteren Radlern unterwegs, von denen einer diesen Radmarathon schon zum 8. Mal unter die Räder nimmt. Es geht weiter nach Aidlingen. Die Straßen sind leer und wir sehen nur sehr wenige RadlerInnen. In Deufringen steigt die Straße an. Das Schloss auf der rechten Straßenseite nehmen wir nur sehr vage wahr. Schade drum, es wäre bestimmt einen Besuch wert gewesen. Der nächste Ort, Gechingen, liegt schon 500 Meter über dem Meeresspiegel.

Wir fahren weiter über Stammheim und es geht weiterhin bergauf. Auf den nächsten 2,5 km sind 100 Höhenmeter zu überwinden. Auf der Abfahrt zum Fluss Nagold verlieren wir aber wieder über 200 Meter an Höhe. Mir ist nicht gut und ich überlege mir an dem 150er Abzweig, ob ich nicht auf die kürzere Strecke gehen soll, aber Astrid ist zu weit vor mir und sie macht sich nachher Sorgen, wo ich bloß bleibe.  Also ist weiterfahren angesagt. In Teinach-Zavelstein ist die erste Kontrolle. Auch hier sehen wir nicht viele RadmarathonteilnehmerInnen. Es hat sich mittlerweile zugezogen und es fängt leicht an zu nieseln.

Eineinhalb Kilometer nach der Kontrolle biegen wir links von der Landstraße ab und es beginnt der Aufstieg, auf einer kleinen Nebenstraße, über Breitenberg nach Neuweiler. Es geht weiter hoch und in Hofstett haben wir schon weit über 700 Meter über NN erreicht.

Die nun folgende Abfahrt macht bei der nassen Straße keinen Spaß und in mir festigt sich der Entschluss die Tour abzubrechen. Ich fahre in einen Abstand von 20 Metern hinter Astrid her und fühle mich überhaupt nicht wohl. So fahren wir die B294 bis nach Calmbach. Die Temperatur ist noch gefallen und es fängt richtig an zu regnen. Wir halten an und ziehen die Regenjacken über. Ich teile Astrid meinen Entschluss abzubrechen mit. Sie ist davon nicht begeistert und macht sich Sorgen. Natürlich möchte sie den RM weiterfahren. Da ich ja den GPS-Empfänger am Rad habe, wird es keine Probleme geben den Startort zu finden.

So trennen wir uns in Calmbach, Astrid fährt auf Dobel zu und ich versuche über  Unterreichenbach das Ziel zu erreichen. Es geht sofort hoch nach Langenbrand, auch der Linkenheimer RM hat diesen Anstieg in seiner Strecke. In Unterreichenbach stoße ich wieder auf die RM-Strecke und folge ihr bis Schellbronn. Hier verlasse ich die ausgeschilderte Tour wieder und fahre direkt auf Magstadt zu.  Nach 110 km und 1500 hm komme ich völlig durchnässt ins Ziel. Schnell die nassen Sachen aus und unter die warme Decke ins Wohnmobil. Wie es Astrid wohl ergehen mag?

Kurz nachdem Hermann mich verlassen hat, zweigt die Tour links auf einen Forstweg ab. Es geht an vielen Fischteichen vorbei, die Straße steigt dabei leicht an.  So fahre ich bis zur Eychachmühle. Hier biegt die Straße rechts ab und es beginnt der Anstieg nach Dobel. Oben ist die zweite Kontrolle.  In Dobel befahre ich für ein kurzes Stück die Hauptstraßen und biege dann ab nach Neusatz. Die Abfahrt ist wegen der nassen Straße nicht ungefährlich. Ich bin froh, dass die Strecke nach Marzell wieder ansteigt, denn ich friere erbärmlich.

Es geht nach Moosbronn noch bergauf ehe die Abfahrt nach Gaggenau beginnt. Hier ist auch der tiefste Punkt des RM's erreicht. Das Teilstück über Hörden nach Gernsbach ist mir noch aus den vergangenen Jahren gut bekannt und nicht das Schönste auf der Strecke. Die Ortsdurchfahrten nerven mich und ich bin froh das es in Hilpertsau nach Kaltenbronn hoch geht. Die Auffahrt gehört mit zu den schönsten im Schwarzwald. Es regnet zwar, aber das ist mir lieber wie die hohen Temperaturen im vergangenen Jahr.

Oben an der Kontrolle sind höchstens 20 Radler zu sehen. Ich erinnere mich das 2002 einige hundert hier oben waren. Die Abfahrt ist grausam kalt und scheint nicht aufzuhören. Wieder bin ich froh, dass es ab Enzklösterle hoch geht. Oben kreuzt die Strecke die B294 und ich komme nach Simmersfeld. Hier hatten wir im vergangenem Jahr noch ein Eis zur Erfrischung gegessen.

Die Straße nach Neuweiler ist gut zu fahren. Sie fällt leicht ab und kurz nach dem Ort beginnt die Abfahrt nach Bad Teinach.  Hier an der Kontrolle war ich schon vor einigen Stunden gewesen und es ist noch alles an Verpflegung im Überfluss da. Die HelferInnen tun mir leid. Ich möchte nicht mit ihnen tauschen.

Die Tour führt einige Meter zurück und zweigt dann rechts ab und es geht hoch nach Emberg. In Oberreichenbach ist schon wieder die 700 Meter Marke über NN erreicht. Auf der Abfahrt nach Unterreichenbach denke ich darüber nach, warum ich mir das antue. Ich friere so und die Abfahrten sind schrecklich. Ich bin richtig froh, wenn es bergauf geht.

In Huchenfeld ist die letzte Kontrolle und leider geht es auch wieder bergab, aber hier ist es wenigstens wärmer. Es hat ein wenig aufgehört zu regen und über Tiefenbronn komme ich nach Friolzheim. Die A8 wird zweimal gekreuzt und über Heimsheim und Malmsheim komme ich nach Renningen. Es kann nun nicht mehr weit sein, denn mein Tacho zeigt schon 233 Kilometer an. Die letzten Kilometer tun nicht mehr weh und ich bin froh diesen schweren Radmarathon bei diesen widrigen Bedingungen hinter mir zu haben.

Fazit:
Bei den widrigen Wetterbedingungen konnten wir den schönen RM nicht genießen. Die Tour war gut ausgeschildert und hatte natürlich mit 260 RM-TeilnehmerInnen viel zu wenig Zuspruch. Trotz allem waren 480 Unentwegte auf den verschiedenen Strecken unterwegs. Uns ist es immer wieder ein Rätsel wie es den Veranstaltern in anderen Bundesländern, zu viel geringeren Startgeldern, möglich ist RM-Veranstaltungen auf die Beine zu stellen bei denen das Verpflegungsangebot nicht schlechter ist als im Schwarzwald. An einem gesponserten Trikot alleine kann es nicht liegen. Vielleicht sind die ehrenamtlichen HelferInnen dort preiswerter.

 

Distanz:
248 km

Höhenmeter:
3938 Meter


Streckenplan


Magstadt
Maichingen
Darmsheim
Aidlingen
Deufringen
Gechingen
Stammheim
Holzbronn

1. Kontrolle
Teinach-Zavelstein

Breitenberg
Neuweiler
Hofstett
Calmbach
Höfen
Eychachtal

2.Kontrolle
 Dobel

Neusatz
Marxzell
Moosbronn
Michelbach
Gaggenau
Ottenau
Horden
Gernsbach
Hilpertsau
Reichental

3.Kontrolle Kaltenbronn

Sprollenhaus
Nonnenmiss
Enzklösterle
Simmersfeld
Oberweiler
Neuweiler
Oberkollwangen

4.Kontrolle
 Teinach-Zavelstein

Emberg
Rötenbach
Oberreichenbach
Siehdichfür
Igelsloch
Schömberg
Schwarzenberg
Unterreichenbach
Schellbronn
Hohenwart

5.Kontrolle
 Huchenfeld

Würm
Tiefenbronn
Friolzheim
Heimsheim
Perouse
Malmsheim
Renningen

Magstadt

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Der 11. Nordschwarzwald Radmarathon 2004

Wir sind schon am Samstag von Troisdorf weiter nach Magstadt gefahren. Magstadt liegt vor den Türen Stuttgarts und wir haben den Radmarathon sehr gut aus 2002 in Erinnerung. Ein Stellplatz ist vor einer Sporthalle schnell gefunden. Da es schon sehr spät ist, gehen wir früh schlafen, denn morgen wartet ein Radmarathon der Extraklasse auf uns.

Der Wecker klingelt uns um 5:30 Uhr aus dem Schlaf. Schnell ist das Frühstück eingenommen und es geht um 6:00 Uhr zum Start. Die Formalitäten sind schnell erledigt. Wir bekommen einen großen Umschlag mit Startnummer, Streckenbeschreibung und einem roten Bändchen. Den Sinn des Bandes habe ich allerdings nicht erkannt. Angela, eine Bekannte aus der Szene klärt uns auf. Es soll an den Verpflegungsstellen als Ausweis dienen. Das kennen wir schon vom Alb-Extrem. Aber hier - dazu später. Leider müssen wir noch einmal zu unserem Fahrzeug, weil wir etwas vergessen haben. Es steht natürlich in der Gegenrichtung.

Um 6:45 Uhr sind wir auf die Strecke. Da wir keine Schilder finden, fahren wir in die Richtung von der wir annehmen, dass sie die Richtige ist und stoßen dann auch auf die Strecke. Sie führt auf den ersten Kilometern über Darmsheim nach Aidlingen. Es sind bisher nur kleine Wellen zu überbrücken. Das erste Steilstück stellt sich uns kurz vor Stammheim in den Weg.

Es ist nur kurz und es geht auf einem Wirtschaftsweg weiter. Nach einer kurzen rasenden Abfahrt führt es an einem abgebrannten Gehöft vorbei und nach einer scharfen Kurve stehen wir vor einer Wand. Mein HAC zeigt Werte von über 17% an. Leider sind sie, da er nur alle 20 Sekunden speichert, nicht aufgezeichnet. Nach diesem Anstieg geht es erst einmal bergab und nach 41 Kilometern kommen wir in Bad Steinach zur ersten Kontrolle. Diese Kontrolle ist mit allem gut bestückt.

Nun beginnt der erste längere Anstieg. Die Steigungsprozente kommen auf Werte von über 16%. Ab Breitenberg geht es nach einem kurzen Gefällstück weiter bergauf. In dem Anstieg ereilt mich heute zum ersten mal in der Saison der Pannenteufel. Na ja, kann ja mal vorkommen. Die Abfahrt führt uns auf fast leeren Straßen über Calmbach nach Bad Wildbad. In Höfen biegen wir links auf eine alte Forststraße ab. An Forellenzuchtteichen vorbei geht es nun aber wieder ständig bergauf. Auf dem höchsten Punkt gelangen wir in Dobel zur zweiten Kontrolle. Hier hat das Verpflegungsangebot, bis auf die Getränke, gerade einmal RTF Niveau.

Eine lange Abfahrt bringt uns nach Marxell. An dem Abzweig nach Freioldsheim erreichen wir wieder eine Höhe von 500 Metern über NN. Eine rasende Abfahrt führt uns hinunter nach Michelbach. Zum Glück bemerke ich rechtzeitig den Luftverlust im Hinterrad. Nun wird Astrid's Ersatzschlauch eingesetzt. Die Pannen nerven uns. Vielleicht ist es der Bammel vor dem Anstieg nach Kaltenbronn, aber im Moment sind meine Akkus recht leer, vielleicht ist es aber auch die lange Saison, die uns in den Beinen steckt. Durch Gaggenau und Gernsbach führt uns die Tour über Schleichwege ehe wir in Hilpertsau wieder auf die B 462 gelangen. Aber nur für wenige Meter, dann geht's links ab und der Anstieg nach Kaltenbronn beginnt.

Bis nach Reichental nur bis max 9% ansteigend, geht es im Ort aber richtig zur Sache. 14% werden hier erreicht. Nachdem wir aus dem Ort heraus sind, kommen uns die nun 7% schon fast flach vor. Nach einem Kilometer werden aber wieder zweistellige Prozentzahlen erreicht. Es läuft nun ganz gut bei mir und den einen oder anderen kann ich hier einholen. Auch auf Astrid laufe ich wieder auf, sie war mir schon vorher, in Gaggenau weggefahren.

Ich warte nicht und fahre mein Tempo weiter nach oben. Im oberen Teil wird es nun wieder flacher. Es geht ein paar Meter bergab und wir sind an der 3. Kontrolle. Hier werden uns Käsebrötchen und Bananen gereicht und eine große Auswahl von Getränken. Aber wie wir uns so denken, für 40 Euro Startgeld ist das nicht berauschend. Die Abfahrt führt uns nach Sprollenhaus, hier biegen wir rechts ab und kommen über Nonnenmiss nach Enzklösterle. Mein Coladurst wird im Moment unerträglich und an einem Lokal halte ich an. Leider nur ein Speiselokal und so eben eine Cola will man mir nicht verkaufen. Astrid ist weiter gefahren, also nichts wie hinterher.

Den nun folgenden Anstieg zur B 294 und damit nach Simmersfeld kennen wir schon. 12% werden hier erreicht. Also, den Blick nur auf die Straße vor mir und treten. Astrid hole ich im Anstieg wieder ein und in Simmersfeld gibt es für mich an einem Lokal kein halten mehr, eine große Cola muss her. Nach kurzer Zeit kommt Astrid und sie genehmigt sich erst einmal ein leckeres Eis. Das nun folgende Teilstück bis nach Bad Teinach führt uns in mehreren kleinen Wellen stetig hinunter bis wir an der Kontrolle wieder auf 400 Meter über NN sind. Auf dem nächsten Teilstück müssen wir sofort nach der Kontrolle auf den Weg nach Emberg 200 Höhenmeter erklettern.

Auf den folgenden 15 Kilometern bleiben wir in etwa auf der Höhe. Nun führt uns ab Schwarzenberg eine lange Abfahrt hinunter nach Unterreichenbach. Es folgt sofort ein Gegenanstieg der uns über Schellborn nach Hohewart bringt. Bis zur letzten Kontrolle nach Huchenfeld geht's nun immer leicht bergab. Hier am Kontrollpunkt merke ich, dass mein Hinterrad wieder Luft verliert.

Eine Standpumpe ist zur Stelle, aber auf den nächsten 10 Kilometern merke ich, wie wieder die Luft entweicht. Also Schlauch wechseln. Bei der Reparatur sehe ich wie viele an uns vorbei fahren. Wir sind wohl nun die letzten im Feld und richtig, kurze Zeit später werden wir vom Besenwagen überholt. Er schildert schon die Strecke ab. Zum Glück holen wir noch einige Fahrer ein und haben den lästigen Besenwagen nicht mehr vor uns. Um kurz nach 19:00 Uhr erreichen wir endlich das Ziel in Magstadt.

Fazit:

Für 40 Euro hat der Veranstalter einen Radmarathon auf die Beine gestellt, der in Deutschland (landschaftlich) seinesgleichen sucht. Die Verpflegung entspricht allerdings unterstem RTF Niveau in NRW. Es wird zwar kein Tee gereicht wie in NRW üblich, aber für 40 Euro sollte die Verpflegung dann doch ein wenig vielfältiger sein. Die Trikots die in diesem Preis enthalten sind, sollten dann auch in der passenden Größe zur Verfügung stehen. Aber der Landschaft wegen kommen wir gerne wieder. Wobei die Kaltenbronner Wand den Höhepunkt der Tour bildet. Diese sollte man einmal gefahren sein.

 

Radmarathon Magstadt 2002

Wohl mit die schönste Tour des Jahres. Leider sind wir, wie so oft, wieder einmal zu spät am Start. Die Abfertigung geht zügig und um 6:22 Uhr sind wir auf die Strecke. Auf den ersten 25 Kilometern erwarten uns kürzere Anstiege, die aber an den steilsten Stellen je 10% erreichen. Der erste längere Anstieg folgt nach der ersten Kontrolle und es geht mit durchschnittlich 3 % ca. 9,5 Kilometer lang 260 Meter. 10 % Steigung wird aber nur kurz erreicht.

Ab Kilometer 55 steht der nächste Anstieg an. Auf den folgenden 6 Kilometern wird auch schon mal die 18% Marke überschritten. Nach einigen weiteren Anstiegen wartet in Weißenbach die Kaltenbronner Wand auf uns.
Bei dem Altensteiger Supercup sind wir den Anstieg von Enzklösterle aus gefahren der ist gegenüber der Westseite aber harmlos. Schon unten am Berg wird um jeden Meter gekämpft aber je weiter wir in den Berg reinfahren desto mehr fallen aus der Gruppe raus. Nach 3 Kilometer bin ich alleine. Auf 12,5 Kilometer sind hier 711 Höhenmeter zu überwinden, die Mittlere Steigungsrate beträgt hier 5,7%, die größte  15%.

Oben an der Kontrolle warte ich auf Astrid. Die Abfahrt wird uns leider durch frischen Rollsplitt vermasselt.
So geht es nur verhalten hinunter bis nach Sprollenhaus. In Enzklösterle werden wir bei der Auffahrt zur B 294 erneut gefordert. Auch hier werden die 12% Steigung locker überschritten. An den folgenden Steigungen kann ich immer noch mit dem einen oder anderen einen ausfahren.

Bei anschließenden Ruhephasen, ich warte dann auf Astrid, kann ich mich immer wieder gut erholen. 12 Kilometer vor dem Ziel ist die Streckenausschilderung nicht ganz klar. So sammeln sich hier einige Radler um zu beraten wo es nun weiter geht. Mit ca 15 Leuten geht es nun in den letzten Berg hinein. Ich fahre vorne und bestimme so das Tempo. Es wagt sich auch keiner mehr zu forcieren. Es als ein Straßenschild kommt Magstadt 5 Kilometer wird das ganze zum Rennen.

Ich kann nun kaum hinten dran bleiben. Doch das Ortseinfahrtschild weckt in mir die letzten Reserven. Es gelingt mir 300 Meter davor alle abzuschütteln. An dem Schild ist für mich die Tour zu Ende und die letzten Kilometer, es sind ca. noch 2, rolle ich ruhig ins Ziel. Die versprochenen 4050 Höhenmeter zeigte mein HAC nicht an, auf ihm standen nur 3829.Trotz den hohen Temperaturen zeigten sich die gestrigen Kreislaufprobleme nicht wieder.  Dieses Wochenende zählt für uns wohl zu den Höhepunkten des Jahres.

Auch die Magstädter haben es verstanden eine Super Schwarzwaldrunde auf die Beine zu stellen. Auf hervorragend ausgeschilderten Straßen, von den einem Mal, kurz vor Schluss einmal abgesehen, geht die Tour durch den nördlichen Schwarzwald. Das Trikot das wir im Ziel in Empfang nehmen konnten sieht auch ganz gut aus. Ich trage es zusammen mit Astrid ganz gerne. Wenn es eben geht kommen wir wieder. Einzig der hohe Startpreis könnte uns davon abhalten.

Hermann


 

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